Juli Zeh – Neujahr

Neujahr von Juli Zeh
Juli Zeh – Neujahr

Henning und Theresa haben mit den Kindern zwei Wochen Urlaub auf Lanzarote gebucht; ideal, um der kalten Jahreszeit in Deutschland zu entfliehen. Dass auf den Kanarischen Inseln Weihnachten und Neujahr wenig feierlich ausfallen wird als sie es gewohnt sind und dass eine Ferienwohnung weniger Spielraum bietet als das eigene Heim, hatten sie jedoch nicht bedacht und so ist die Stimmung am ersten Januar ziemlich am Boden. Henning beschließt einen der guten Vorsätze in die Tat umzusetzen, was ihm zudem eine Auszeit von der Familie ermöglicht. Er steigt auf das Leihfahrrad und stemmt sich gegen den Wind den Berg hinauf. Alleine dem Wetter ausgesetzt kommen plötzlich auch die Gedanken auf Touren und je mehr er gegen den schweren Anstieg kämpft, desto mehr beginnt er sein Leben zu hassen: der Job, mit dem er nicht zufrieden ist und der ihn überfordert, die Kinder, die permanent etwas von ihm wollen, auch Theresa, die offenbar alle anderen Männer attraktiver findet als ihren eigenen. Ausgelaugt und mental am Ende erreicht er das Ziel, doch was ihn dort erwartet, wird sein Leben in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Juli Zeh hat einen weiteren Lanzarote Roman geschrieben, der sich nicht so ganz in ein literarisches Genre pressen lässt. Er beginnt als typischer Gesellschaftsroman mit einem Protagonisten, der stellvertretend für viele sein Leben in Frage stellt und kurz davor steht, vor dem überwältigenden Alltag zu kapitulieren. Seit einiger Zeit schon leidet er unter Panikattacken, die er jedoch vor seiner Frau verheimlichen muss, da sie dafür nur Verachtung übrig hat. Seine Ankunft auf der Bergspitze und die physische Erschöpfung scheinen zunächst eine gewisse Ruhe in ihm auszulösen, doch das abgeschiedene Haus löst plötzlich eine Erinnerung, von der er nicht wusste, dass er sie hatte, und der Roman entwickelt sich zu einem beklemmenden Thriller.

Die Konzentration auf Henning bringt die Zwänge unserer Tage ungehindert auf den Punkt: der Mensch muss funktionieren, pflichtbewusst seine Rollen in Beruf, Familie und Gesellschaft erfüllen und dabei Kritik wegstecken, oder besser: weglächeln, können. Ist die Autorin für ihre gesellschaftskritischen Romane bekannt, so zeigt sich dieses Mal die Kritik im Nukleus der Familie. Es beginnt schon bei der Frage, was eigentlich eine „echte“ Familie ist und gnadenlos lässt Zeh den Schein der Bilderbuchfamilie mit zwei liebreizenden Kindern mit Hennings Wahrnehmung und seiner Rolle als Vater kollidieren. Er schreit das hinaus, was ihm eigentlich verboten ist: er hasst sein Leben und seine Kinder. Sein eigenes Dasein, seine Panikattacken werden nicht ernstgenommen und er muss zurückstecken – immer und immer wieder.

Die Episode im abgeschiedenen Haus lässt sich zunächst schwer einordnen, phantasiert Henning, hat sich dies wirklich zugetragen und vor allem so zugetragen? Waren er und seine Schwester über Tage als Kleinkinder alleingelassen? Er scheint eine Erklärung für seine psychischen Probleme gefunden zu haben – wie schön, denn endlich gibt es einen Schuldigen und es ist nicht sein Alltag. Doch genau diesem müsste er sich eigentlich stellen und das in Ordnung bringen, was im Argen liegt.

Der Roman braucht einige Zeit, bis er einem als Leser packt, doch dann zeigt sich das Könnend r Autorin. Als Ganzes betrachtet ist er dramaturgisch überzeugend aufgebaut, nichtsdestotrotz bleibt aber ein Bruch zwischen den Ereignissen des Neujahrstages und den Erinnerungen. Dies tut dem Gesamturteil aber keinen Abbruch.

Ein herzlicher Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zum Buch und der Autorin finden sich auf der Seite der Verlgasgruppe Random House.

Philippe Dijan – Marlène

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Philippe Dijan – Marlène

Wer ist Marlène? Und hat sie wirklich so eine böse Aura, wie Richard vermutet? Schwanger flüchtet Marlène zu ihrer Schwester Nath, die sie aus Pflichtgefühl aufnimmt, auch wenn die Situation gerade schwierig ist. Mit ihrer 18-jähirgen Tochter Mona liegt sie im Clinch, so dass diese zu Dan zieht, dem besten Freund ihres Vaters Richard. Dieser saß drei Monate im Gefängnis und steht kurz vor der Entlassung. Dan versucht in das bürgerliche Leben zurückzukehren, was nach den Erfahrungen im Jemen und Afghanistan nicht einfach ist, doch im Gegensatz zu Richard scheint es ihm zu gelingen. Er ist bemüht seinem Job regelmäßig nachzugehen, die Nachbarn zu grüßen und seine Hilfe anzubieten, um wieder aufgenommen zu werden in die Gesellschaft. Doch dann kommt Marlène und macht ihm eindeutige Avancen. Er wehrt sich und ahnt noch nicht, dass er besser die Flucht ergreifen sollte, denn Marlène zieht eine Spur der Verwüstung hinter sich her.

Philippe Dijan ist als Autor in der französischen Literaturszene seit Jahrzehnten eine feste Größe. Vor allem die komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen haben es ihm angetan, seinen Durchbruch hatte er 1985 mit „37°2 le matin“ (dt. „Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen“), in dem er die obsessive Liebe zwischen Betty und Zorg schildert. Sein Roman „Oh…“ aus dem Jahr 2012 wurde mit dem Prix Interallié ausgezeichnet und beschreibt die verstörende Anziehung zwischen einer Frau und ihrem Vergewaltiger.

Die Protagonistin, die dem aktuellen Roman den Titel verleiht, bleibt über weite Teile der Handlung erstaunlich blass. Es wird mehr über sie gesprochen als dass man sie selbst erleben würde und man fragt sich, wie die anderen Figuren zu ihrer Einschätzung kommen und inwieweit sie mit dieser richtig liegen. Richard hasst Marlène und macht keinen Hehl daraus. Die Probleme, die Richard und Dan haben, wieder festen Boden unter den Füßen zu finden, nehmen viel mehr Raum ein und man fragt sich fast, wie Marlène zu ihrer Ehre kommt, kann sie Dan vielleicht doch von seinem Trauma befreien?

„Er kannte nicht nur Angst, Blut und Schmerz, aber er konnte sich schrubben, so viel er wollte, es ging nicht ab, es kam immer wieder, und jedes Mal färbte es auf den Rest ab (…) Er hatte sich daran gewöhnt. In gewisser Weise war er schon tot, dachte er. Weder Marlène noch sonst jemand konnte etwas dafür. Wer einmal in der Hölle gewesen war, kam nicht wieder zurück.“

Die zarte Verbindung scheint jedoch eine Zukunft zu haben, zumindest in Dans Augen. Er ist bereit sich dafür auch gegen seinen Freund zu stellen und Marlène zu verteidigen. Doch dann folgt unweigerlich der Moment des Schreckens und Grauens. Völlig unvorbereitet trifft es einem als Leser und Dijan legt sofort nach, kaum ein Herzschlag vergeht zwischen den Schlägen, die er uns zumutet.

In kurzen Sequenzen erzählt Dijan seine Geschichte, wechselnd zwischen den Figuren erlaubt er Innen- und Außensicht, was ein komplexes Bild entstehen lässt und die Zwänge, denen sie ausgesetzt sind, anschaulich verdeutlicht. Dialoge und Beschreibungen gehen fließend ineinander über und entwickeln so die Figuren und die Handlung unentwegt fort. Kaum scheint man sie greifen zu können, entweichen sie wieder.

Dijan ist keine leichte Kost, aber ein sprachlicher Virtuose, der ein Auge für die Vielschichtigkeit der menschlichen Seele hat.

Ein herzlicher Dank geht an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Autor und Buch finden sich auf der Verlagsseite.

Dennis Lehane – Der Abgrund in dir

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Dennis Lehane – Der Abgrund in dir

Rachel Childs wächst mit ihrer Mutter auf, die mit Ratgebern ein Vermögen gemacht hat. Ein Vater fehlt ihr nicht wirklich, dennoch würde sie gerne wissen, wer sie Erzeugt hat. Die Mutter verspricht das Geheimnis zu lüften, schiebt dies jedoch immer weiter hinaus, bis sie schließlich bei einem Unfall. Rachel engagiert den Privatdetektiv Brian Delacroix, der auch den einen oder anderen potenziellen Kandidaten auftut, die sich jedoch alle als falsche Spur herausstellen. Nachdem ihre Karriere als Journalistin ein jähes Ende nimmt und ihre Ehe mit Sebastian geschieden wird, trifft sie nach Jahren wieder auf Brian und die beiden verlieben sich. Er scheint der Mann ihres Lebens zu sein und steht Rachel in ihren schwersten Stunden, in denen sie von Panikattacken überfallen wird, bei. Doch irgendetwas kommt ihr komisch vor, ein unbestimmtes Gefühl nagt an ihr und bald schon mehren sich die Zeichen, die darauf hindeuten, dass Brian nicht der Mann ist, den sie glaubt geheiratet zu haben.

Dennis Lehane, international ausgezeichneter Autor, der seit rund 25 Jahren eine feste Größe im Krimigenre ist. zahlreiche seiner Romane wurden verfilmt und er selbst hat auch mehrere Drehbücher für die Serie „The Wire“ geschrieben. „Der Abgrund in dir“ unterstreicht einmal mehr seinen Platz unter den ganz Großen, denn wenn dem Roman eine Sache gelingt, dann ist es immer wieder zu überraschen und Fahrt in eine völlig neue Richtung aufzunehmen.

Langsam und gemächlich beginnt die Geschichte um Rachel und ihre Suche nach dem Vater. Dies scheint das zentrale Element des Romans zu sein und mit jedem vermeintlichen Kandidaten, der sich wieder als der nicht Richtige herausstellt, steigt die Spannung auf den echten. Doch dann steht plötzlich Rachels Karriere als Journalistin und erfolgreiche Reporterin im Zentrum der Handlung. Was wird sie in dem völlig zerstörten Haiti aufdecken, in welche Gefahr begibt sie sich? Nun ja, hier endet auch schon dieses Kapitel und ihr Privatleben rückt in den Fokus. Vor allem ihre Ängste, die sie ans Haus fesseln, bestimmen wesentlich den weiteren Fortgang. Glücklicherweise findet sie in ihrem zweiten Ehemann Brian einen zugewandten und verständnisvollen Partner. Als man denkt, dass alle Kämpfe entschieden sind und Rachels Leben sich auf die Befreiung der Dämonen, die sie in Ketten legen, konzentrieren wird, packt Lehane erst richtig aus und der Roman verwandelt sich zu einem regelrechten Psychothriller, mit einem Tempo, das einem den Atem stocken lässt.

Erst wenn man den Roman ausgelesen hat, wird deutlich, wie clever dieser konstruiert ist und wie die einzelnen Teile ineinandergreifen, die zuvor mehr lose und episodenhaft nebeneinanderstanden. Vor allem Rachels Charakter und psychisches Befinden wird maßgeblich durch die Ereignisse beeinflusst und hier zeigt sie Lehanes professioneller Hintergrund als Therapeut. Man merkt auch, dass er beim Schreiben schon den Film vor Augen sieht, stark sind die Bilder, die er hervorruft und es fällt einem nicht schwer, die Handlung zu visualisieren. Eine entschlossene Frauenfigur, die auch schwach sein kann, sich immer wieder aufrafft, selbst am Schopf packt und weitergeht – nur wohin, ist noch die Frage.

Ein herzlicher Dank geht an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Autor und Buch finden sich auf der Verlagsseite.

Helene Hegemann – Bungalow

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Helene Hegemann – Bungalow

Charlie wächst im Grenzgebiet auf – an der Grenze zwischen den vom Sozialstaat Abhängigen in der Hochhaussiedlung und den Bungalows der Reichen. Eigentlich sollten die Welten, in denen die beiden Bewohnergruppen sich bewegen, weit voneinander entfernt liegen, hier grenzen sie aneinander und zwangsweise begegnet man sich. So beobachtet das 12-jährige Mädchen ein Paar, das gegenüber neu einzieht. Fasziniert spioniert sie immer mehr Details aus, bis sie sie eines Tages plötzlich im heimischen Fernseher erkennt, denn Maria und Georg sind Schauspieler. Ihr luxuriöses Leben mit Reisen und teuren Speisen könnte kaum weiter von Charlies Realität entfernt sein: die alleinerziehende Mutter, die manchmal betrunken, dann wieder wegen Tabletten weggetreten ist und bisweilen auch einfach beides kombiniert und im Wahn auch schon mal auf die Tochter eindrischt, die zwar erkennbar verwahrlost ist, der aber trotzdem keine Hilfe zukommt.

„Bungalow“ hat was von Literatur gewordenem Trash-TV. Charlies Welt ist das, was man im Nachmittagsprogramm des Privatfernsehens in den unzähligen Doku-Soaps mit Laien-Schauspielern bewundern kann. Am untersten Ende der Gesellschaft angekommen flüchtet ihre Mutter dank Alkohol und Medikamenten aus der Wirklichkeit, um sich dieser nicht stellen zu müssen. Die Erziehung der Tochter findet derweil nicht statt und das Mädchen bleibt sich selbst überlassen. Alles, was sie weiß, erfährt sie entweder auf der Straße oder im Internet, wo sich das nichtvorhandene Wissen ergoogeln lässt und Pornoseiten die praktische Einführung in die Sexualität übernehmen.

Charlie schämt sich für ihre Mutter und die Umstände, in denen sie aufwächst. Dies geht sogar so weit, dass sie sich eben „Charlie“ nennen lässt und nicht Charlotte, wie sie eigentlich nach der großartigen Schauspielerin Charlotte Rampling heißt, sie denkt, sie hätte einen solch großen Namen nicht verdient. Mit abgeklärter Emotionslosigkeit berichtet Charlie von den Selbstmorden in ihrer austauschbaren, namenlosen Stadt, ebenso von den Explosionen und Feuern, die Lebensgrundlagen zerstören. Ereignisse, die eifrig mit den Handys gefilmt werden und das einzig Aufregende in dem sonst trostlosen Leben sind.

Mit ihrem ersten Roman „Axolotl Roadkill“ wurde Helene Hegemann schlagartig berühmt, weniger wegen der literarischen oder inhaltlichen Qualitäten, sondern mehr wegen der Tatsache, dass weite Teile des Textes nicht von ihr selbst stammten. Auch „Bungalow“ bietet nichts, was man nicht schon einmal irgendwo gesehen oder gelesen hätte. Die Thematisierung von Vernachlässigung ist per se noch kein Qualitätsmerkmal, nichtsdestotrotz steht der Roman auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. Die Gesellschaftskritik ist erkennbar, aber Lösungen bleiben aus, auch wird kein größerer Zusammenhang als das unmittelbare familiäre Umfeld von Charlie thematisiert.

Die Meinungen in den Feuilletons gehen auseinander, zwischen dem größten literarischen Nachwuchstalent Deutschlands und einem belanglosen Roman, der viel will und wenig liefert, findet sich eigentlich jede Meinung. Ohne Frage lässt der Roman sich gut lesen, die Erzählerin kann einem packen und man oszilliert zwischen Faszination und Abstoßung, wie bei einem Unfall, zu dem man hinschauen muss, obwohl man nicht will. Die Sprache ist klar und schnörkellos, was zum Text sehr gut passt. Aber mir fehlt ein wenig die durchschlagende Relevanz bzw. Brisanz und die sprachliche Poesie, um die Autorin mit diesem Roman schon in die Riege der ganz Großen aufzunehmen. Bleibt abzuwarten, was noch folgt.

Ronit Matalon – Und die Braut schloss die Tür

Und die Braut schloss die Tuer von Ronit Matalon
Ronit Matalon – Und die Braut schloss die Tür

Eigentlich sollte es der schönste Tag im Leben werden, die Hochzeit von Matti und Margi, doch dann schließt sich die Braut ins Schlafzimmer ein und verweigert jedes Gespräch. Weder Matti kann sie dazu bewegen, die Tür wieder zu öffnen, noch seine Eltern Pninit und Arje. Auch Margis Mutter Nadja dringt nicht zur Tochter durch, deren letzter Satz „Ich heirate nicht“ – dreimal wiederholt – unheilvoll im Raum steht. Man sucht Hilfe bei Julia Englander vom Büro für „Bereuende Bräute“, doch auch die Therapeutin kann nur etwas erreichen, wenn die junge Frau mit sich reden lässt. Man muss wohl radikaler vorgehen und von außen Zugang zum Zimmer ermöglichen, denn es warten 500 Gäste auf ein rauschendes Fest.

Ronit Matalons letzter Roman „Und die Braut schloss die Tür“ ist eine Komödie, die sich immer haarscharf auch an der Tragödie vorbeiwindet. Voller Wort- und Situationskomik und treffsicher mitten hinein in das Zentrum des arabisch-jüdischen Lebens. Die Autorin wurde mit zahlreichen Preisen für ihre Bücher geehrt und arbeitete als Dozentin an der Universität in Haifa. Mit ihrem Tod verliert das Land eine wichtige feministisch-orientalische Stimme. Am Tag vor ihrem Tod sollte die Autorin den Brenner-Preis für den Roman entgegennehmen, konnte aber krankheitsbedingt das Bett nicht verlassen – an einem wichtigen Tag im Zimmer gefangen, fast ironisch, wie sich dies mit ihrer Protagonistin spiegelt.

Der Roman ist eigentlich eher eine Novelle, dreht es sich im Kern doch um die Frage, weshalb die junge Frau sich einschließt und nicht heiraten möchte. Sowohl Handlungsort wie auch Figuren sind begrenzt auf die engste Familie, die dieses unerwartete und außergewöhnliche Ereignis ereilt. Die Krise, die üblicherweise zu einem Bruch oder einer Versöhnung führen kann, bewirkt jedoch wenig bei den Figuren außerhalb des Schlafzimmers. Die Elterngeneration ist festgefahren in ihren Vorstellungen, vor allem jenen, was die Braut zu tun hat. Auch Matti kann sich keinen Reim auf das seltsame Verhalten seiner Geliebten machen. Nur die alte Sabtuna, die schon nicht mehr gut hört, scheint die relevanten Zwischentöne wahrzunehmen und sie ist es auch, die die einzige Nachricht richtig deuten kann. Manchmal sind es nicht die offenkundigen Dinge, die zählen.

Matalon arbeitet mit starken Kontrasten, immer wieder schwanken die Figuren zwischen extremer Hitze – die Klimaanlage muss just an diesem Tag ausfallen – und einer Kälte, die sie spüren, die sie schon immer in sich trugen. Das Büro der „Bereuenden Bräute“ – für uns eine geradezu absurde Vorstellung, aber hier spielt der kulturelle Faktor und insbesondere der Druck, der auf jüdischen Frauen herrscht, möglichst jung heiraten und zahlreiche Kinder gebären – sicher auch eine Rolle. Mit allen Mitteln sollen sie unterstützt werden, diese Erwartungen von Familie und Gesellschaft zu erfüllen, seien sie noch so absurd. Dass ausgerechnet jener Mann von der Polizei zum Verhör mitgenommen hat, der letztlich die Situation entschärfen konnte, aber mit arabischen Schriftzeichen auf seinem Wagen natürlich direkt verdächtig wirkt, gehört wohl zu den Alltagsabsurditäten Israels.

Man findet viel typisch jüdischen Humor in dem kurzen Buch, Klischees werden ebenso bedient wie der selbstironische Blick auf das eigene Dasein. Und egal wie verzweifelt die Lage auch ist, ein Grund den Glauben und die Hoffnung zu verlieren ist es sicher nicht. Ein kurzer, aber gelungener Roman, der mich neugierig auf die Autorin gemacht hat.

Ein herzlicher Dank geht an das Bloggerportal und an die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Autorin und Buch finden sich auf der Verlagsseite.

Angelika Klüssendorf – Jahre später

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Angelika Klüssendorf – Jahre später

April ist erwachsen geworden, nicht mehr das suchend umherirrende Mädchen von einst, das sich das Leben nehmen will. Da ist aber auch Julius, ihr Sohn, um den sie sich kümmern muss. Als sich Ludwig für sie interessiert, scheint das bürgerliche, normale Leben möglich. Sie verlässt für ihn Berlin, zieht nach Hamburg. Ist unglücklich. Auch eine andere Wohnung kann ihr keine Erfüllung bringen und mit Samuels Geburt erfüllen sich ihre Träume ebenfalls nicht. Doch welche Träume hat sie eigentlich? Es folgen Rückzug nach Berlin, Trennung, Rosenkrieg. Und April ist immer noch unglücklich.

„Jahre später“ – Teil drei von Angelika Klüssendorfs Trilogie um April, nun als Erwachsene. Genau wie auch schon die beiden Vorgängerromane ist auch dieser wieder nominiert für den Deutschen Buchpreis. War das Mädchen in den beiden ersten Bänden noch ein sehr eigenwilliger und außergewöhnlicher Charakter, wird sie nun eher zu einem Sinnbild für eine Vielzahl von Frauen und verliert dadurch leider ein wenig an Strahlkraft.

Zu Beginn des Romans ist April noch tough und stark, wehrt sich gegen die doch eher dreiste Anmache eines Zuhörers bei ihrer Lesung. Ihr Verhalten täuscht jedoch über ihre innere Unsicherheit hinweg, bleibt äußerlich; obwohl sie älter geworden ist, scheint sie immer noch das unsichere Mädchen. Der Wunsch nach Durchschnittlichkeit und Normalität verleitet sie, ihre Prinzipien aufzugeben und Ludwig eine April zu präsentieren, die er gerne sehen möchte:

„Als sich Männer für sie zu interessieren begonnen hatten, war April misstrauisch geblieben, denn es konnte auch eine Falle sein, ein Irrtum. Nun ist sie dreißig und weiß immer noch nicht, was gut oder schlecht für sie ist. Sie kann es nicht fühlen. Ludwig fragt nach ihrem Leben und wünscht sich Antworten, die ihn erstaunen, aber nicht verstören sollen; das begreift sie intuitiv und hält sich daran.”

Sie liebt ihn nicht, aber er verspricht etwas, das sie nie hatte. Doch tief in ihr bleiben die Zweifel, sie kann sich nicht von ihrer Vergangenheit lösen und ist daher nicht frei für die Zukunft:

„Was will April? Ihr Buch ist erschienen, die Kritiken sind gut. Doch sie spürt weder Freude noch Stolz, als wäre sie gar nicht gemeint. Der eigene Erfolg macht sie misstrauisch. Alles nur schöner kalter Schein, denkt sie, irgendwann kommt die wahre April wieder zum Vorschein, hässlich und heimatlos. Heimatlos bedeutet, dass sie sich nirgends einrichten darf, sie muss auf dem Sprung sein, wenn die Vergangenheit sie einholt.”

Sie spielt eine Rolle, die ihr nicht liegt und lebt einem Leben, das nicht ihres ist. Die Trennung ist irgendwann unausweichlich, doch der Krieg, der folgt, den hat sie nicht vorausgesehen. Für Ludwig gibt es kein simples Ende, er kann nur Sieger sein und wieder einmal wird sie in die Enge gedrängt und kann nur noch passiv agieren.

Der Verlauf von Aprils Leben im dritten Band ist die logische Folge dessen, was zuvor geschah. Auch die Entwicklungen, die ihre Beziehung nimmt, sind in sich stimmig. Trotzdem hätte ich mir eine kämpferische Protagonistin gewünscht, die sich endlich von ihren Dämonen befreit. Zu Aprils sehr klarem Verstand, zu ihrem schnörkellosen Charakter, der nüchtern auf die Welt blickt und nur wenig erwartet, passt Angelika Klüssendorfs direkter Stil. Keine blumigen Beschreibungen, oftmals kurze Sätze, die auch die Getriebenheit, die April spürt, sehr gut sprachlich wiedergeben. Dennoch lässt mich der Roman etwas unbefriedigt zurück. Es fehlte Etwas, das sich nur schwer bestimmen lässt.

John Boyne – A Ladder to the Sky

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John Boyne – A Ladder to the Sky

When Erich Ackermann first meets the young man in a café he is flattered by the admiration of a man so many years younger. As it turns out, Maurice is also a writer like him and Erich believes to discover the aspiring young man he once was in his new acquaintance and he immediately falls for him. Erich takes him on his tour around Europe to promote his book and the more time they spend together, the more the elderly scholar opens up and reveals secrets of his past to his young companion. He will regret this blind trust just as others will, too. Maurice, the charming handsome writer is quick in beguiling and clever at deceiving those who seem closest to him.

John Boyne’s latest novel is an astonishing piece of art. I wouldn’t stop reading after only a couple of pages. As in other novels before, he is brilliant at creating interesting and outstanding characters who act in a perfectly natural and authentic way. But also the set-up of “A Ladder to The Sky” superb: first, he gives the characters a voice who have fallen for Maurice; we only get the view of the outside and just as the narrators, we as the readers, too, are deceived by Maurice and feel anger and fury because of his shameless behaviour. It is only in the last part that Maurice himself gets to tell his view.

I assume the title is an allusion to the famous “Ladder of fortune”, at least it strongly reminded me of it. Yet, Maurice shows that it doesn’t need honesty and morality to succeed, riches and reputation also come if you are clever at deceiving and manipulating others and if you are cold-blooded enough to betray you own wife.

Apart from the outstanding characters and the noteworthy structure, I also highly appreciate Boyne’s style of writing. It’s sublime and moving and you get the impression that he really cares for his characters – maybe not that much for the evil Maurice. The plot twists and turns and even though you often already have a bad feeling of what might come, you don’t want to believe that this could actually happen. It hurts at times, but this makes it just more authentic.

Gianna Molinari – Hier ist noch alles möglich

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Gianna Molinari – Hier ist noch alles möglich

Nachdem sie ihren Job als Bibliothekarin zu langweilig findet, übernimmt eine junge Frau die Aufgabe das Gelände einer Verpackungsfabrik als Nachtwächterin zu schützen. Da es dort auch einen leerstehenden, ungenutzten Raum gibt, zieht sie direkt an ihren Arbeitsplatz. Nacht um Nacht zieht sie ihre Runden, überwacht via Monitor das Firmengrundstück. Löcher im Zaun lassen sie stutzen: Einbrüche? Abnutzung? Ein Tier? Als der Kantinenkoch einen Wolf gesehen haben will, muss die Überwachung intensiviert und Fallen aufgestellt werden. Auch eine Fallgrube muss die Erzählerin mit ihrem Kollegen ausheben. Dabei ist alles nur temporär, denn das Ende der Fabrik ist bereits besiegelt und alle warten nur noch auf den Tag, an dem sich die Tore für immer schließen.

Gianna Molinari wurde in Basel geboren und lebt heute in Zürich. Der Roman „Hier ist noch alles möglich“ ist ihr Debüt, das bei den „Tagen der deutschen Literatur“ in Klagenfurt bereits geehrt wurde und die Autorin ist auch die diesjährige Preisträgerin des Robert-Walser-Preises. Die Nominierung auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018 kommt daher wenig überraschend.

Vieles an der Geschichte ist auf den ersten Blick ungewöhnlich und auffällig: zunächst beschränkt die Autorin den Radius ihrer Erzählerin enorm. Nicht nur, dass der Arbeitsplatz fernab größerer Menschenmengen ist, die junge Frau wohnt auch noch auf dem Firmengelände und verlässt dies und die kleine Welt quasi nie. Später besucht sie zwar noch den nahegelegenen Flughafen, der aber auch nur sehr eingeschränkt menschliche Kontakte mit sich bringt. Dieser Fokus auf den engsten Raum bringt aber einen ganz anderen Blick auf die unmittelbare Umwelt, viel stärker nimmt sie Alltagsgegenstände wahr und hinterfragt diese. Das Besondere im Banalen ist es, das sie fasziniert.

Auch der Schreibstil fällt aus dem Rahmen. Es sind keine langen, vor Metaphern nur so strotzende Sätze, die vielfältige Deutungen erlauben. Keine gekünstelte Sprache oder elaborierte Wendungen erwartet den Leser, sondern eine oftmals geradezu radikal sachliche und extrem verkürzte Ausdrucksweise kennzeichnet den vorherrschenden Ton. Doch gerade diese scheinbare Eindeutigkeit eröffnet wieder Interpretationsspielräume, wie der Erzählerin auch bewusst wird, denn „Wolf“ oder „Elefant“ sind zwar eindeutige Benennungen, welches konkrete Tier man sich jedoch darunter vorstellt, kann sehr vielfältig sein.

Das Tier ist es auch, das weite Teile des Arbeitsalltags der Nachtwächterin bestimmt. Auffällig viele Wölfe und Füchse sind mir in den vergangenen Monaten in der Literatur begegnet. Woher das Faible für die wilden Vorfahren unserer heutigen tierischen Mitbewohner stammt, kann ich nur mutmaßen. Ist es das Rohe, das Wilde, das in unserer vollorganisierten und kontrollierten Welt fasziniert? Das letzte bisschen Natur, das der Mensch nicht erobert hat und das ihn nun in seinem Lebensraum bedrohen kann? Er lässt vielerlei Deutung zu, vom biblischen Wolf, der die Lämmer reißt, bis hin zu Wölfin, die Romulus und Remus säugt und so den Grundstein für ein Imperium legte.

„Hier ist noch alles möglich“ ist ein durchaus gewagter Roman, der jedoch in seiner Einzigartigkeit aus der Masse heraussticht. Sicher kein Titel, der eine breite Masse begeistern wird, aber das Potenzial hat, in einer kleinen Nische seinen Platz zu finden.

Ottessa Moshfegh – My Year of Rest and Relaxation

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Ottessa Moshfegh – My Year of Rest and Relaxation

Looking at her from the outside, she has everything one could wish for: she is blond, pretty, thin, a Columbia graduate, stylish without effort and she has a job at a gallery. Due to her inheritance, she can afford an apartment on the Upper East Side of Manhattan. But that’s just one side of the medal, her relationship with Trevor has been all but healthy, her parents never showed any affection and thus losing them both when she was in college was a minor affair. What she is lacking is an aim in life, something that gives her a reason for being alive. She feels exhausted and just wants to sleep until everything is over. She slowly extends her time in bed, she even falls asleep at work and then, finally, she decides to hibernate. A crazy therapist provides her with medication that allows more and more hours of sleep at a time. She hopes that after a year of rest, she will awake as somebody new.

Ottessa Moshfegh is a US-American writer who earned a degree in Creative Writing from Brown University and whose short stories were received with positive reviews. After her novella “McGLue”, her first novel “Eileen” was published in 2015 and made it on the shortlist for the 2016 Man Booker Prize. Having chosen a mostly unsympathetic protagonist for her former novel, I found it much easier so sympathise with her narrator in “My Year of Rest and Relaxation”.

The young woman who is portrayed is quite typical in a certain way. She is the modern New Yorker who takes part in the glittery art circus, is a part of a subculture of believes itself to be highly reflective and innovative. At a certain point, the superficiality becomes exhausting and the aimless tittle-tattle and prattle don’t provide any deeper insight.

“The art at Ducat was supposed to be subversive irreverent, shocking, but was all just canned counterculture crap, “punk, but with money”.

Also her relationship does not go beyond superficial sex and one-night-stands that lead to nothing. Added to this is the easy availability of all kinds of drugs, of therapists who themselves are too crazy to detect any serious illness in their clients and therefore just fill in any prescription they are asked for. Even though the plot starts in 2000, the characters are quite typical for the 1990s and they need a major event to wake them up and bring them back to real life.

The narrator tries to flee the world and takes more and more pills mixed with each other, as a result she is sleepwalking, even gets a new haircuts and orders masses of lingerie without knowing. Her radius is limited to her blog, her only human contacts are the Egyptians at the bodega at the corner where she buys coffee, the doorman of her apartment house and Reva, her best friend who still cares about her. Even though she is bothered by the things she does when she is not awake, she has become that addicted that she cannot let go anymore.

Even though the protagonist is highly depressive and seeing how badly she copes with her life is hard to endure in a way, the novel is also hilarious. I especially liked her meetings with her therapist since Dr. Tuttle is riotous in her eccentric ways and their dialogues are highly comical – despite the earnestness of their actual topics. Ottessa Moshfegh most certainly earns a place among to most relevant authors of today.

Donat Blum – Opoe

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Donat Blum – Opoe

Wer war eigentlich die Frau, die familientechnisch seine Großmutter ist, die er aber kaum kannte, die auch seiner Mutter Antonia ein Leben lang fremd blieb? Nur ab und an besuchten sie sie, aber erst als sie nicht mehr da ist, wird ihre Bedeutung offenkundig. Donat reist ihr nach, in die Niederlande, die sie einst für ihren Mann Max verließ, um mit ihm in der Schweiz ein neues Leben zu beginnen. In den Alpen, wo sie stets eine Fremde geblieben war. Ein Lebensentwurf, der heute undenkbar wäre und das, wo so viel mehr Lebensentwürfe gesellschaftlich toleriert sind – stellt sich die Frage, wie will er selbst leben, welche Art von Partnerschaft haben, Kinder trotz der Homosexualität? Eine Reise zurück und nach vorne.

Donat Blum, ein Schweizer Literat, der bislang eher kürzere Texte verfasste und als Moderator tätig ist, vermischt in seinem kurzen Roman die Geschichte von Opoe mit jener des Erzählers, wobei offen bleibt, inwieweit diese autobiografisch geprägt und beeinflusst sind. Aufgrund der völlig verschiedenen Themen und Lebensfragen, ist es nicht ganz einfach, beides unter einen Hut zu bringen.

Ausgangspunkt ist Opoe, die Niederländerin, die nach dem Krieg einen großen Schritt wagte: mit einem jüngeren Mann eine Beziehung einzugehen, noch dazu einem Schweizer, sich mit ihm in dessen Heimat niederzulassen und mutig ein Geschäft zu eröffnen. Der Preis war hoch, denn die gemeinsame Tochter blieb in den ersten Lebensjahren in den Niederlanden, fern der Eltern. Sowohl geschäftlich wie auch privat laufen die Unternehmungen nicht wie geplant, der Blumenladen schließt und sowohl die Dorfbewohner wie auch die Schwiegereltern sehen in ihr nur die Fremde. Sie wird Jahre brauchen sich zu etwas freizuschwimmen, doch der Geist der Zeit will es, dass sie abhängig bleibt, finanziell wie auch als Ehefrau: ihren Lohn als Verkäuferin gibt sie ihrem Mann ab und seine regelmäßigen Besuche bei einer anderen Frau nimmt sie kommentarlos hin.

Der Enkel führt hingegen eine Partnerschaft, die von Offenheit und Unabhängigkeit geprägt ist – doch auch hier ist der Preis hoch, denn die Exklusivität der Paarbeziehung fehlt. Die Sicherheit und das Versprechen zueinanderzustehen, in guten wie in schlechten Zeiten, sie werden dem Hedonismus geopfert. Die Bitte eines befreundeten lesbischen Pärchens nicht nur biologischer, sondern auch teilhabender Vater eines Kindes zu werde, wirft neue Fragen auf: gibt es noch definierte Familienrollen? Können die auch anders und dennoch gut sein?

Der Roman reißt viele interessanten und relevanten Fragen an, bisweilen habe ich mich jedoch etwas verloren gefühlt, zu sprunghaft und wenig stringent erschien mir die Erzählung. Auch wenn die Großmutter als Namensgebering fungierte, verliert der Erzähler sie immer wieder aus den Augen und fokussiert auf seinen eigenen Sorgen. Der Roman hat für mein Empfinden einen stark essayistischen Charakter, der gut zu den modernen Abschnitten passt, deren Lebensentwürfe sich in kein Schema pressen lassen und so auch literarisch in passender Weise wiedergegeben werden. Dahinter tritt die Geschichte der mutigen Frau jedoch leider stark in den Hintergrund.

Sprachlich hat mir der Roman gut gefallen, mit klaren und schnörkellosen Worten erzählt Donat Blum, lässt Raum für eigene Gedanken und so ist der Roman vielleicht unmittelbar nach dem Lesen noch nicht ganz zu erfassen, da er noch Zeit zum Nachwirken braucht.

Ein herzlicher Dank geht an die Ullstein Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Autor und Roman finden sich auf der Verlagsseite.