Lisa Jewell – Watching You

lisa-jewell-watching-you
Lisa Jewell – Watching You

After years abroad, Joey returns to England with her husband Alfie. In lack of alternatives, they move in with her brother Jack and his pregnant wife. The neighbourhood is full of strange people, first of all this woman who seems to have mental issues and is convinced that people are following and watching her. Then Tom Fitzwilliam’s family, he a charming teacher who immediately starts to flirt with Joey, his wife, a somehow excessive runner who only seems to live for her husband and their teenage son who closely observes everything that is going on in their street. It is all but a peaceful suburb of Bristol, it is soon to become a crime scene – but who killed whom and for which reason?

Lisa Jewell opens her sixteenth novel actually with the crime scene. You know from the start that somebody has been murdered, but the victim’s identity isn’t given, only one clue to lead you in a certain direction and to keep your attention fixed on one character throughout the novel. I really liked that because the author so cleverly puts you on a track that – even if you are careful and know how crime novels sometimes play with you – you eagerly follow into the trap.

It is not easy to talk about the novel without revealing too much and spoiling the fun for other readers. I especially appreciated the wrong leads, the assumptions you have about what might have happened, who the murderer could be and the reasons for his deed, that all turn out to be completely wrong. The style of writing and the artfully dropped hints keep you read on excited to come to the end and see the full picture. Carefully orchestrated, a brilliant psychological crime novel that could hardly be surpassed.

Elisabeth Norebäck – Das Schweigemädchen

elisabeth-norebäck-das-schweigemädchen
Elisabeth Norebäck – Das Schweigemädchen

Als eine neue Patientin zu der Psychotherapeutin Stella Widstrand kommt, traut sie ihren Augen nicht: Isabelle sieht aus wie ihre Tochter heute aussehen würde, genau so hätte sich Alice entwickelt, wenn sie nicht vor zwanzig Jahren verschwunden wäre. Stellas Umfeld glaubt nicht daran, vor allem nachdem sie einige Jahre zuvor schon einmal nach der vermeintlichen Wiederentdeckung ihrer Tochter völlig aus der Bahn geworfen worden war. Ihre Familie macht sich Sorgen, Stella ist völlig durch den Wind, verwirrt und abwesend und offenbar ist ihr nicht klar, auf welchem Weg sie sich wieder befindet. Das weiß sie in der Tat nicht, denn jemand möchte unbedingt den Kontakt zwischen Isabelle und Stella verhindern.

Elisabeth Norebäcks Debütroman kann auf der ganzen Linie überzeugen und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es gelingt der Autorin, viele Spuren zu legen, so dass man lange Zeit verunsichert bleibt und nicht weiß, welchen Reim man sich auf die Vorgänge machen soll. Wird Stella tatsächlich bedroht, hat sie doch eine Psychose, die Wahnvorstellungen auslöst und die sie alles falsch deuten lässt? Am Ende folgt eine saubere und glaubwürdige Auflösung, die keine Frage unbeantwortet lässt.

Die Handlung folgt im Wesentlichen den Ereignissen um Stella. Durch das Fehlen der Perspektiven der Figuren um sie herum, ist man auch als Leser eingeschränkt in dem, was man weiß und kann nur Stellas Deutungen folgen. Mit dem Risiko, auch ihren Denkfehlern oder Fehleinordnungen zu folgen. Gelegentlich werden Abschnitte über Isabelle eingeschoben, die junge Studentin, die nach dem Tod des Vaters psychologische Unterstützung sucht. Es würde zu viel verraten hier ins Detail zu gehen, aber vom Ende her gesehen, sind diese Abschnitte ungemein clever gestaltet und tragen entscheidend zur Spannung bei.

Fazit: ein stimmiger Skandinavien-Krimi, der geschickt mit den Ängsten und Sorgen der Figuren und der Leser spielt.

Ein herzlicher Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Weitere Informationen zu Buch und Autorin finden sich auf der Internetseite der Verlagsgruppe Random House.

Lindsay Stern – The Study of Animal Languages

lindsay-stern-the-study-of-animal-languages
Lindsay Stern – The Study of Animal Languages

Ivan and Prue both live for their careers, Ivan in philosophy and Prue as an ornithologist. For some time already, things have not run very smoothly between them, yet, it is not very clear why this is so. Maybe the fact that Prue is a lot more successful than Ivan and close to getting a tenure, or it is the arrival of one of Prue’s favourite authors who joins their circle of friends. When Prue is to give a public lecture which might finalise her post at the college, her father Frank joins them against his daughter’s wish. Frank has been struggling with his bipolar disorder and Prue fears the worst. Just a couple of days and nothing is like it was before anymore in their life.

Lindsay Stern’s debut novel leaves me a bit pondering. On the one hand, she addresses so many important topics that are worth mentioning and thinking about, on the other hand, when I finished it, I had to ask myself: and now? So what? It is a snap-shot of her characters’ life without a clear aim, I just didn’t get her intention for narrating this story.

As said before, there are interesting aspects such as the father’s way of coping with his mental issues, but also what the bipolar disorder does to him. I always find it worth writing and reading about these kinds of issues simply to raise awareness, but also to foster understanding and knowledge and I think literature can be a big help here. I also appreciated the way Stern shows the slight imbalances in the relationship between Ivan and Prue. They are professionals in different fields and certainly should not compete with each other, nevertheless, this is one of their main issues: how can a husband cope with a wife being more successful? In general, Ivan’s behaviour is worth taking a closer look at: he only starts to pay real attention to Prue when he becomes aware of other men’s attraction to her. The war they start is nasty, but I guess this is quite authentic in their situation.

There is a whole lot of theory about languages and especially bird communication. Even though I am a linguist, this did not really grab my attention since I already found the idea behind so strange that I didn’t want to go any deeper in this weird theory. Her style of writing though is quite promising and I surely would try another novel of the author.

Reni Eddo-Lodge – Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche

reni-eddo-lodge-warum
Reni Eddo-Lodge – Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche

Europa zu Jahresbeginn 2019: die Briten versuchen krampfhaft am Brexit festzuhalten und sich gegenüber dem Rest der Welt abzuschotten. In Frankreich toben Gelbwesten gegen die herrschende Elite. In weiten Teilen des Rests des Kontinents erfreuen sich Parteien mit rechten, ausländerfeindlichen und rückwärtsgewandten Parolen großer Zustimmung. Liberale, multikulturelle Ideen der 1990er und des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends haben ausgedient. Die fragile weltpolitische und prekäre ökonomische Lage vieler befördern scheinbar alte Ressentiments und Rassismus. Aber war der Rassismus jemals wirklich überwunden?

Die britische Journalistin Reni Eddo-Lodge bezieht eine deutliche Position in ihrer Streitschrift. Nicht nur war der Rassismus nie überwunden, im Gegenteil, das sogenannte White Priviledge ist immanenter, struktureller Bestanteil der britischen Gesellschaft. Nach einem historischen Abriss und der Definition dessen, was sie unter White Priviledge versteht, widmet sie sich auch der Feminismusfrage und der sozialen Klasse unter diesem Gesichtspunkt. Ihr Fazit ist ernüchternd. Und bisweilen schwierig auszuhalten.

Differenziert legt sie ihre These dar, nachvollziehbar erläutert sie, wie sie und andere persons of colour im Alltag Rassismus und Benachteiligung erleben, auf welchen Grundlagen diese basieren und wieso manchmal gut gemeinte Absichten doch unterschwellig rassistisch sind. Es ist für beide Seiten ein schmaler Grat, weder will sie allen Weißen Rassismus unterstellen, noch negiert sie die Nachteile, die auch Weiße Frauen oder Arbeiter erleben. Aber sie unterstreicht doch, wie leicht Menschen mit weißer Hautfarbe über ihr Privileg hinwegsehen, es als gegeben hinnehmen, dass die Helden in Film und Literatur selbstverständlich weiß sind, dass ihnen die Vorstellungskraft fehlt, um das nachzuvollziehen, was BME (black and minority ethnic) erleben und dass die Rassenfrage oft auf die USA begrenzt ist und die europäische Dimension ausgeblendet wird.

Es ist nicht leicht, sich beim Lesen des Buchs nicht angegriffen und ungerecht behandelt zu fühlen. Man möchte der Autorin an vielen Stellen laut widersprechen, Einhalt gebieten und ihre Thesen verwerfen. Viele der Beispiele sind jedoch auch wiederum so eindeutig, dass man reflexartig zu Scham neigt und sich fragt, wie es so weit kommen konnte. Aber letztlich ist das Paradoxon des Titels und des Inhalts ein ganz wesentlicher Punkt: wir müssen darüber reden.

Leena Lehtolainen – Die Leibwächterin

leena-lehtolainen-die-leibwächterin
Leena Lehtolainen – Die Leibwächterin

Als ihre Kundin Anita Nuutinen in Moskau einen Pelz aus Luchsen kaufen will, reicht es Hilja. Als Leibwächterin ist sie bereit, ihr Leben zu riskieren und vieles zu akzeptieren, was sie persönlich nicht gutheißt, aber hier hört der Spaß auf. Sie kündigt auf der Stelle und überlässt die Bauunternehmerin ihrem Schicksal. Am nächsten Tag ist Anita tot, ermordet und Hilja kann sich an die letzten zwölf Stunden nicht mehr erinnern. Zurück in Finnland beginnt sie nachzuforschen unter anderem kontaktiert sie die Politikerin Helena Lehmusvuo, die auf die russisch-finnischen Beziehungen spezialisiert ist. Da diese auch aktuell bedroht wird, engagiert sie die junge Personenschützerin, nicht ahnend, dass sie diese schon sehr bald dringend brauchen wird.

Leena Lehtolainen ist schon seit Jahrzehnten eine feste Größe in der finnischen Krimilandschaft und auch hierzulande hat sie ist sie eine der bekanntesten Stimmen ihres Landes. „Die Leibwächterin“ ist der erste Band um die unkonventionelle Hilja, die in so gar keine Schublade passen will.

Der Krimi lebt von der Protagonistin, ohne Frage. Die Autorin hat hier eine sehr eigenwillige und ungewöhnliche Figur geschaffen, die sich jeder Kategorisierung entzieht. Man kann sie weder als besonders sympathisch noch als unsympathisch bezeichnen; sie ist weder feminin noch Feministin; bisweilen agiert sie kalt-abgeklärt, nur um in der nächsten Minute emotional wider besseres Wissen zu reagieren. Sie ist wie der Luchs, mit dem sie aufgewachsen ist: katzenartig sucht sie Nähe zu anderen, aber bestimmt selbst, wann es genug ist; lässt sich gerne kraulen und fährt aber gelegentlich auch die Krallen aus; wild und unbezähmbar, aber immer auf der Suche nach einem sicheren Nest.

Die Handlung ist recht komplex und bisweilen drohte ich den Überblick über all die russischen Oligarchen und ihre unterschiedlichen Motive und Manöver zu verlieren. Hier wäre mir weniger etwas lieber gewesen, aber letztlich ergibt alles ein stimmiges Bild und die Zusammenhänge werden sauber aufgelöst. Stilistisch wirkt der Roman manchmal etwas grob und hart, aber für mich passte das sowohl zur Protagonistin wie auch zum Schauplatz. Insgesamt ein lesenswerter Krimi, der solide gestrickt ist und mit ungewöhnlichen Figuren überzeugt.

John Lanchester – Die Mauer

john-lancester-die-mauer
John Lanchester – Die Mauer

Zwei Jahre Dienst hat er vor sich, zwei Mal 365 Tage Ödnis und Verzicht, die Joseph Kavanagh wie alle anderen auch hinter sich bringen muss. Es geht nicht anders, sie müssen die Mauer beschützen, dafür sorgen, dass die Anderen nicht hereinkommen und ihr Land überrennen. Das ist der Preis des großen Wandels. Der Anfang ist hart, doch bald schon gewöhnt er sich an den Dienst und die damit verbundenen verlässlichen Routinen. Ein steter Wechsel von Wachen und Ruhen, nur durch Übungseinheiten unterbrochen, die ihre Aufmerksamkeit stärken und ihre Kampfkraft für den Ernstfall erhalten sollen. Der Ernstfall, auf den man immer gefasst sein muss, der aber nie eintreten soll. Doch dann ist es plötzlich so weit.

Die Kurzbeschreibung zu John Lancasters Roman war vielversprechend. Sie erweckte für mich den Anschein als wenn der Autor die aktuellen Ereignisse um die vermeintlich unkontrollierte Zuwanderung oder auch das Abschotten der Briten gegenüber Migranten, aber auch gegenüber der EU, als Anlass für eine Dystopie genommen hätte. Leider bleibt das Buch jedoch hinter jeder politisch und auch gesellschaftlich relevanten Frage zurück, sondern beschränkt sich weitgehend auf die Figurenebene und die unmittelbaren Auswirkungen des sogenannten Wandels auf diese. Das große Ganze können sie nicht überblicken, weshalb auch der Roman für mich hinter seinen Möglichkeiten bleibt.

Ohne Frage gelingt es Lancaster, die Empfindungen vor allem Joseph Kavanaghs überzeugend darzustellen. Die Figur wirkt glaubwürdig und authentisch, auch wenn ihre Vergangenheit weitgehend ausgeblendet und Kavanagh auf die unmittelbare Gegenwart beschränkt wird. Das Leben in der neuen Zweckgemeinschaft, das Überleben nach dem Überfall – all dies wirkt in sich stimmig und nachvollziehbar. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kavanagh und seine Weggefährten letztlich kleine Figuren in dem Spiel sind, die unbedeutend, gar verzichtbar sind und weder einen Einfluss auf die Geschehnisse nehmen, noch erkennen, was um sie herum geschieht. So austauschbar sie in dem neuen System sind, so irrelevant bleibt letztlich der Roman, der aufgrund der Reduktion auf diese beschränkte Perspektive keine großen Fragen aufwirft, keine neuen Szenarien entwirft und vor allem keine Wege für die Zukunft aufweist.

Catherine Simpson – When I Had a Little Sister

catherine-simpson-when-i-had-a-little-sister
Catherine Simpson – When I Had a Little Sister

Catherine Simpson’s memoir is not a book easy to review. First of all, it is of course non-fictional, second, it is a very personal report on a sister’s emotions and thoughts after her younger sibling committed suicide. This makes it difficult to use phrases like “I liked it” or “I didn’t like it” since they simply don’t work here. It is also somehow out of question to discuss the tone of writing as while reading it, I had the impression that it was much more written for Simpson herself than necessarily for a reader. It seemed to me to be her way of coping with the situation and sorting out her thoughts and feelings.

I appreciated her openness in sharing her sometimes contradictory emotions, in not embellishing her own role in her sister’s life. She presents episodes where she was nasty as a kid or where she simply did not pay enough attention to Tricia’s needs. This surely is not easy to talk about. But this is exactly the point she is making: in their family, they never talked. The girls were taught to be silent, not to ask too many questions and best not to be seen at all. They did not have a poor childhood, they had good times and fun on the farm, too, but the family’s way of coping with emotions certainly played a role in the development of Tricia’s illness and final suicide.

The book definitely gives a good insight in living with depression and how the loved ones who are left behind after someone chose to end his or her life feel guilty and wonder if they could have done more. I don’t think there is much you can actually do to protect and help people with serious mental health issues, but you can certainly work on talking more with the people around you.

Alfred Hackensberger – Letzte Tage in Beirut

alfred-hackensberger-letzte-tage-in-beirut
Alfred Hackensberger – Letzte Tage in Beirut

Das Attentat, das eine krisengebeutelte Region einmal mehr erschüttert: am 14. Februar 2005 wird der ehemalige Premierminister des Libanon, Rafiq Hariri, mit einer Autobombe im Zentrum Beirut getötet. Zahlreiche weitere Menschen kommen bei dem verheerenden Anschlag ebenfalls ums Leben oder werden verletzt. Bis heute ist unklar, wer hinter der Tat steckt, Verdächtige gibt es viele: Israelis, Syrer, die Hisbollah, sonstige Feinde des Unternehmers. Alfred Hackensberger zeichnet die Tat nach: die Täter, der Hintermänner, der Journalist, der für den Westen darüber berichtet. In rascher Folge wechseln die Perspektiven und die Unübersichtlichkeit der Handlung spiegelt das Chaos des Landes eins zu ein wider.

Basierend auf den realen Ereignissen zeichnet der Autor ein mögliches Szenario des Anschlags. Der Reiz liegt vor allem in der Person des Opfers, bis heute wird Hariri in seiner Heimat verehrt, einer seiner Söhne hat inzwischen sein politisches Erbe angetreten. Er ist wohl eines der prominentesten Beispiele für die komplexe Lage im Mittleren Osten, wo Geschäftsinteressen und politische Ambitionen sich vermischen, wo Geheimdienste ebenso wie Terrororganisationen versuchen ihren Einfluss geltend zu machen. Und kaum ist einer der Big Player von der Bildfläche verschwunden, rückt der nächste schon nach.

Als Buch nicht ganz einfach zu beurteilen, „Letzte Tage in Beirut“ ist als Thriller gekennzeichnet, rein dem Inhalt nach mag dies zutreffen, jedoch bleibt der Schreibstil fern jeder Spannung, sondern wirkt geradezu nüchtern. Für mich überzeugt Hackensberger eher durch eine authentisch wirkende Darstellung der Atmosphäre und politischen Lage des Libanon im Jahr 2005.

Johannes Lichtman – Such Good Work

johannes-lichtman-such-good-work
Johannes Lichtman – Such Good Work

After losing his teaching job at a college because of his very peculiar assignments, Jonas Anderson moves to Sweden to change perspective and to have a fresh start. Even though he is some years older than the students there, he socialises with them easily and leads the life he had in his early 20s. After the break-up with his German girlfriend, he moves from Lund to Malmö, the town where 2015 masses of immigrants from the Middle East arrived. Seeing the hottest political topic in front of his own door, Jonas decides to get active and to volunteer in the work with the migrants, too. He soon realises that all that is meant to be supportive and good, doesn’t necessarily turn out to be such a good idea in the end.

Johannes Lichtman’s novel isn’t easy to sum up or to describe since his protagonist goes through tremendous changes throughout the novel which also affect the plot and the tone a lot. I really enjoyed the first part a lot when we meet Jonas trying to be a creative writing teacher. The tone here is refreshing and the character’s naiveté makes him sympathetic and likeable. With moving to Sweden and becoming a stranger and outsider, his role changes, yet, he still needs more time until he actually grows up and does something meaningful with his life.

The last part, his work with the unaccompanied minors, was for me personally the most interesting because I could empathise with him easily. Having myself worked with those youths when they came to Germany in 2015 and 2016, I went through the same emotions that Jonas went through. And I had to do exactly the same learning process: you want to help and you have good ideas, but actually they sometimes go past the needs of the refugees. The struggle between the news where all the immigrants were treated as a homogeneous mass and where the focus was put on the danger that came with them, and the everyday experiences with real people made it often hard to cope with the situation. In this respect, Lichtman did a great job because he depicted reality as it was back then.

All in all, a novel that addresses so many different topics with a lively and highly likeable style of writing, a great read not to be missed.

Jane Harper – Lost Man

jane-harper-lost-man
Jane Harper – Lost Man

Since they have not heard from their brother Cameron who was due to meet them, Nathan and Bub set out for the remote border of their land in the Australian outback. They find Cameron dead, obviously from dehydration and close to the grave of the legendary stockman. His car about 9 miles away. The whole scene doesn’t make sense to them, yet, there must be a reason. When they return home, the news is greeted with silence, nobody really seems to be too sad, but nobody wants to tell Nathan what had happened the weeks before, obviously, there was something that had troubled Cameron. The deeper Nathan digs, the more secrets he uncovers that had been buried for a long time.

I have read novels from Jane Harper before and had certain expectations. “The Lost Man” however, did not make it easy for me. I expected some crime novel with a lot of suspense, but it took more than two thirds into the novel until I finally found it interesting and at least a bit exciting.

What made it most difficult was the fact that I hated all the characters. None of them was sympathetic and I was always fighting internally whom to hate most. We mainly meet elderly men, frustrated, eaten away by hatred and therefore harassing the people around them. It was just awful to follow them when they recklessly and egoistically do their own thing. More than once was I close to giving up because I didn’t see any progress in the plot and hardly could stand the characters’ lamentations.

Looking at it from the end, there is a clever crime plot that I could really appreciate, but it is a very long and hard way to get there. The novel certainly transports the hardship of farmers in the far away outback.