Tom Malmquist – In jedem Augenblick unseres Lebens

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Tom Malmquist – In jedem Augenblick unseres Lebens

Toms schwangere Frau Karin wird in kritischem Zustand in die Klinik eingeliefert. Die Ärzte kümmern sich schnell um sie, aber es zeichnet sich bald ab, dass sie die Geburt vorzeitig einleiten müssen, um die Mutter adäquat behandeln zu können ohne das Baby zu gefährden. Die kleine Livia kommt erfreulich stark auf die Welt, aber Karins Zustand verschlechtert sich von Minute zu Minute. Der worst case tritt ein: die Mutter stirbt und Tom ist unerwartet alleine mit dem Baby. Neben seiner mangelnden Erfahrung im Umgang mit Neugeborenen muss er schnell erkennen, wie gnadenlos das Rechtssystem mit einem Vater umgeht, der nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet war und nicht als solcher anerkannt wird.

Der Roman beginnt hochdramatisch mit der Schilderung der Stunden und Tage im Krankenhaus. Man kann die Verschlechterung von Karins Zustand minutiös mitverfolgen, ebenso wie die Verzweiflung des liebenden Partners, der fassungs- und tatenlos mitansehen muss, was vor seinen Augen geschieht. Neben den Sorgen um seine Partnerin muss er sich auch um die weiteren Angehörigen kümmern und alte Konflikte bearbeiten, für die er eigentlich weder Zeit noch Sinn hat. Ein Bruch kommt mit dem Tod Karins und der Roman findet einen ganz anderen Schwerpunkt. Der zweite Teil schwankt zwischen den absurden Erlebnissen mit den Behörden, denen Tom sich wehrlos ausgesetzt sieht und seinen Erinnerungen an die Zeit mit Karin. Jetzt erst erfährt man, wie die beiden sich kennenlernten und zueinander gefunden haben. Gemessen an dem hohen Tempo des Beginns, verlangsamt sich die Erzählung hier nun deutlich. Dies zieht sich auch durch den letzten Teil, in welchem Malmquist das Verhältnis zu seinem Vater und den Verlust selbigen thematisiert.

Tom Malmquists Bericht, der offenbar auf den realen Erlebnissen des Autors basiert, legt schonungslos seine Gefühle und Gedanken offen. Seine Freude über das Töchterchen teilt er ebenso wie die Verzweiflung ob der Bürokratie und das schwierige Verhältnis zu Eltern und Schwiegereltern. In dieser Hinsicht kann das Buch wahrlich überzeugen und den Leser an sich fesseln. In der Gesamtstruktur sind mir die Unterschiede zwischen den drei Teilen doch zu eklatant, um ein wirklich rundes Buch zu sehen. So sehr mich der erste Teil mit dem hohen Tempo begeistern konnte, so sehr ließ mein Interesse insbesondere gegen Ende immer weiter nach.

Inwieweit man von Figurenzeichnung bei einem auf Tatsachen beruhenden Roman überhaupt sprechen kann, sei dahingestellt. Der Ich-Erzähler ist mir durch sein Handeln sehr greifbar und authentisch erschienen. Karin wurde durch seine Erinnerungen vor allem im zweiten Teil für mich eher befremdlicher. Insbesondere ihre Neigung zu Engeln und Übersinnlichem entfremdeten sie weiter und weiter von mir. Da sie nur aus einer Sicht und Erinnerung geschildert wird, ist dieses Bild unweigerlich unvollständig und möglicherweise auch nicht adäquat, was der Person/Figur womöglich nicht gerecht wird.

Ein durchaus lesenswerter Roman; ein Leser, der nicht bis zum Ende durchhält, findet aber auch mein Verständnis.

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Britta Bolt – Der Tote im fremden Mantel

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Britta Bolt – Der Tote im fremden Mantel

Pieter Posthumus ist Amsterdams Mann für einsame Bestattungen. Im „Büro der einsamen Toten“ kümmert er sich um die Hinterlassenschaften derjenigen, die einsam und verlassen aus der Welt scheiden und ermöglich ihnen so einen würdevollen Abschied. Mitten in das große Chaos der globalen „Earth 2050“ Konferenz, die sowohl Globalisierungsgegner wie Umweltaktivisten und Experten in die Stadt gelockt hat, kommt Posthumus nächster Fall: Ein Junkie mit einem viel zu teuren Mantel. Eigentlich Routine, wenn nicht im Mantel die Visitenkarte eines Konferenzteilnehmers gefunden wurde. Und just dieser liegt mehr tot als lebendig im Krankenhaus. Auch in Posthumus Stammkneipe Dolle Hond spürt man die Stimmung der Stadt, Gabrielle Lanting empfängt eine alte Schulfreundin anlässlich der Konferenz; diese ist mit den Großen und Mächtigen der Welt per Du und lässt Gabi am internationalen Flair teilhaben.

„Der Tote im fremden Mantel“ ist bereits der dritte Fall für den extrovertierten Privatermittler Pieter Posthumus (PP). Wie auch schon in den vorausgegangenen Bänden besticht der Roman vor allem durch die kreative und liebevolle Figurenzeichnung. Im Zentrum der Handlung steht PP, der seinen Hang für schöne Kleidung und leckeres Essen gar nicht erst versucht zu verbergen, sondern unvergleichlich auslebt. Sein scharfer Verstand und vor allem seine Erinnerungsfähigkeit lassen ihn schnell die Fakten kombinieren und bisweilen schneller als die Polizei auf die richtige Spur kommen. Diese wird glücklicherweise fernab der Klischees nicht als unfähig oder überfordert dargestellt, sondern hat mit Kommissar De Boer ebenfalls einen intelligenten, sympathischen und überzeugenden Gegenpol (wobei er das eigentlich nicht ist, denn er schätzt PP als ebenbürtigen Ermittlungspartner).

Der aktuelle Fall bleibt für mich jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Das Hauptmotiv ist mir zu weit weg von der Handlung und wird erst ganz am Ende in den Fokus gerückt. Nebenhandlungen nehmen viel Raum ein und so fehlt mir ein wenig die stringente Verfolgung des Falles. Es werden Spuren angelegt, aber aufgrund der begrenzten Figurenmenge ist recht schnell offenkundig, wer in den Fall verwickelt und möglicher Drahtzieher ist. Die im Klappentext versprochenen „politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnisse“ werden rasch abgehandelt und nur oberflächlich ausgeführt, da hätte für mein Empfinden das gewählte Thema viel mehr Potenzial gehabt und auch die angelegten Figuren mehr in Erscheinung treten können.

Gelungen wird einmal mehr das typische Amsterdamer Flair eingefangen. Die Handlung ist nicht zufällig in der niederländischen Hauptstadt, sondern wird geschickt mit den örtlichen Gegebenheiten verwoben und diese erstklassig in den Roman integriert. Dies kann über die etwas zu gering ausfallende Spannung hinwegtrösten.

Karine Tuil – Die Zeit der Ruhelosen

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Karine Tuil – Die Zeit der Ruhelosen

Drei Männer, drei Schicksale. Romain Roller kehrt mit seinem Team aus Afghanistan zurück. Sie sind in einen Hinterhalt geraten und er konnte seine Männer nicht beschützen. Der Stress des Auslandseinsatzes, die permanente Gefahr und die Selbstvorwürfe werfen den jungen Vater völlig aus der Bahn. Eine Rückkehr in das alte Leben schein unmöglich. Sicher fühlt er sich nur bei der Journalistin Marion Decker, mit der er ein Verhältnis anfängt. Diese ist an einer Beziehung mit ihm jedoch nicht wirklich interessiert, steckt ihr Mann gerade im größten Skandal seines Lebens. Der erfolgreiche Manager François Vély will in den kleinen Kreis der Großen und Mächtigen vordringen, doch nach einem Interview steht der Vorwurf von Rassismus im Raum, dem er kaum etwas entgegensetzen kann. Seine jüdische Herkunft, die er eigentlich erfolgreich verdrängt hatte, rückt zunehmend in den Fokus der Medien, die nach weiteren Skandalen gieren. Genauso am Ende scheint Osman Diboula. Einst Lieblingsschüler des Präsidenten, der junge Mann aus der Banlieue, der so schön die Toleranz der hohen Politiker demonstrieren konnte, ist in Ungnade gefallen und wird aus dem Elysée gedrängt. Ein brillanter Coup soll ihn zurück an die Spitze katapultieren: er ergreift öffentlich Partei für Vély und steht plötzlich im Zentrum des Interesses. Die Wege der drei Männer am Scheideweg ihres Lebens kreuzen und verflechten sich zunehmend und sie rasen unaufhörlich auf den großen Knall zu.

Karine Tuils neuer Roman greift gleich mehrere aktuelle politische Themen auf und verarbeitet diese gelungen literarisch. Das Posttraumatische Stresssyndrom, an dem Romain Roller ganz offenkundig leidet, wird hierbei sehr greifbar dargestellt. Die Regierung scheint zu glauben, dass drei Tage im Luxushotel den Soldaten reichen, um sich wieder zu akklimatisieren und in die Normalität zurückzukehren. Dass diese unfähig sind, jemals wieder normal in die Gesellschaft einzugliedern, wird am Beispiel Romains besonders deutlich. Wer den Krieg nicht erlebt hat, kann kaum nachvollziehen, was ihn bewegt und warum er nicht einfach zu Frau und Kind ins traute Heim zurückgehen und tun kann, als wäre nichts gewesen. Die Flucht wieder in den Krieg scheint die einzige logische Konsequenz.

Das Paar Osman Diboula und seine Freundin und spätere Ehefrau sind symptomatisch für die französische Gesellschaft mit ihren abgeschotteten Eliten. Ein Vordringen ins Zentrum der Macht ist an den richtigen Background und die richtigen Schulen geknüpft. Fremde will man da nicht, einzelne als Vorzeigebeispiel für die ach so hohe Toleranz werden genauso schnell fallengelassen wie sie aufsteigen konnten. Osmans Erfahrungen für den Kellner oder Fahrer gehalten zu werden aufgrund seiner Hautfarbe sind direkt der Realität entnommen und verdeutlichen, dass auch im 21. Jahrhundert immer noch dieselben Muster wirken.

Zuletzt Vély, der den rasanten Absturz eines Wirtschaftsbosses repräsentiert. Die Medien und ihre unermüdliche Suche nach verwertbarem Material für ihre Gazetten sind ein wichtiger Machtfaktor, der auch die ganz Großen zu Fall bringen kann. Für mich eine traurige Figur, verfügt er doch nicht über Mittel, sein Privat- oder Berufsleben selbstständig wieder auf die Reihe zu bringen. Dass er am Ende auch noch für etwas bezahlen muss, dass er nie war – geradezu klassisch tragisch.

Ein Roman mit vielen Facetten und Denkanstößen, der geschickt und glaubwürdig konstruiert ist, indem er die Figuren immer wieder zusammenführt und sie doch keine Gemeinschaft bilden lässt, obwohl die drei Männer gleichsam tief in der Krise stecken. Messerscharfe Beobachtungen Frankreichs und der französischen Gesellschaft prägen die Erzählung. Die Figuren sind fast Karikaturen ihrer gesellschaftlichen Funktion, können aber so umso drastischer die Verfehlungen repräsentieren und umso deutlicher machen, wie Leichtsinnigkeit (an dieser Stelle ist der französische Titel weitaus passender als der deutsche: „L’Insouciance“) das fragile Gebilde des öffentlichen Ansehens zum Einsturz bringen kann.

Keine heitere, unbeschwerte französische Lektüre – aber das Land befindet sich kurz vor der Präsidentschaftswahl 2017 auch nicht in einem heiter-unbeschwerten Zustand, sondern wird von Karine Tuil erbarmungslos eingefangen in seinem aktuellen Sein.

Arno Frank – So, und jetzt kommst du

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Arno Frank – So, und jetzt kommst du

Aus der pfälzischen Provinz begibt sich eine Familie nicht ganz freiwillig auf eine Reise. Mit den drei Kindern im Gepäck geht es zunächst nach Südfrankreich, wo sie aufleben und das Dasein in einer Villa oberhalb der Côte d’Azur genießen. Doch das süße Leben währt nicht lange und bald schon steht die Weiterreise an, Portugal ist dieses Mal das Ziel. An den Rand Europas führt sie die Flucht und allmählich schwant den Kindern, dass diese Reise nicht ganz freiwillig ist und dass ihr liebender Vater kein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern ein gesuchter Ganove ist, der sich samt Familie vor der Polizei versteckt. Doch da droht schon wieder der nächste Aufbruch, nach Paris wird angesteuert, wo alles besser werden soll – oder doch alles plötzlich ein Ende findet?

Beim Lesen des Buchs schwankt man zwischen Entsetzen und Vergnügen. Ganz wunderbar gefällt mir der junge Erzähler, der in glaubwürdig naiver Weise seine Eltern beobachtet und vieles sieht, aber nicht verstehen oder einordnen kann. So manches schwant dem Leser recht schnell, aber es wird durch die noch kindliche Sicht auf die Dinge in eine Leichtigkeit versetzt, die einem immer wieder schmunzeln lässt. Der Vergleich mit den Klassenkameraden beispielsweise, die Markenkleidung tragen und deren Eltern hohe Posten begleiten, während er als „Sohn eines Wimpelhändlers von der Ausfallstraße“ nicht mithalten kann. Auch kann er nicht verstehen, was dieses ominöse „Dédé Air“ eigentlich ist, er vermutet ein französisches Protektorat, auch wenn dort irgendwelche Deutschen offenbar wohnen. Ein Highlight auch der Besuch des Betzenbergs mit dem Opa, der zugleich eine wichtige Lektion fürs Leben parat hat:

„Wenn um dich herum die Massen eine bestimmte Meinung haben, dann musst du auf deiner eigenen Meinung beharren. Dann ganz besonders, verstehst du? Die Masse wird dann aber meistens sauer. Und dann ist es besser, man verzieht sich.“ (Pos. 801)

Die kriminelle Energie der Eltern wird lange Zeit nicht offen thematisiert, für die Kinder ist die Reise in die Fremde spannend und ein Spaß zugleich. Dass das Verhalten verantwortungslos und indiskutabel ist, steht außer Frage; jedoch spürt man auch die Verzweiflung, der vergebliche Versuch irgendwie wieder auf die Beine zu kommen und die Sorgen von den Kindern fernzuhalten, ihnen trotz der Widrigkeiten ein gutes und sorgenfreies Leben zu bieten. In diesem Punkt kann man den Eltern kaum einen Vorwurf machen, bis zum Ende sind sie um das Wohl der drei bemüht und besorgt, aber es geht ihnen die Luft aus. Man ist kritisch ihnen gegenüber und kann doch nicht umhin, auch Sympathien zu entwickeln, gerade ob der Bauernschläue, die Vater Jürgen an den Tag legt. In Portugal erläutert er seinem Sohn sein Konzept von Wahrheit, als sie bei dem Concierge Mitleid wecken wollen. Entsetzt fragt der junge Arno, ob der Vater die Wahrheit erzählt habe: „Aber natürlich. Manchmal muss man einfach ehrlich sein. (…) – das ist doch gar nicht die Wahrheit. – Für ihn jetzt schon.“ (Pos. 3087).

Viele spannende Themen werden bei diesem ungewöhnlichen Roadtrip verarbeitet. Das Erwachsenwerden und der Blick auf die Eltern und die Realisierung, dass diese vielleicht nicht die Personen sind, für die man sie hält. Das fragile Gebilde einer Ehe, die durch die Umstände strapaziert wird. Das Zurechtfinden an anderen Orten, in anderen Ländern. Und die Frage, wieviel eine Familie aushalten kann und muss und ob es eine Grenze des Zumutbaren gibt.

Ein Roman, der gekonnt zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit balanciert.

Isabelle Autissier – Herz auf Eis

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Isabelle Autissier – Herz auf Eis

Als ihr Arbeitsleben und ihre Beziehung in Routine und Langeweile abzudriften droht, beschließen Louise und Ludovic auszubrechen und ein Sabbatjahr zu nehmen. Mit einem Schiff wollen sie die Welt umrunden und neue Erfahrungen sammeln. Eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn ist einer der Stopps, kann man dort doch unberührte Landschaft bei Wanderungen entdecken. Während sie durch die Berge laufen, zieht schlechtes Wetter auf. Sie beschließen nicht raus zur Yacht zu fahren, sondern die Nacht auf der Insel zu verbringen bis sich das Wetter wieder beruhigt hat. Am nächsten Morgen jedoch müssen sie entdecken, dass der Sturm ihre Yacht losgerissen hat und sie auf der Insel festsitzen. Fernab der Zivilisation beginnt der Kampf ums nackte Überleben und die ohnehin bisweilen fragile Beziehung wird auf ihre schwerste Probe gestellt.

Das Buch besteht aus drei letztlich sehr verschiedenen Teilen. Zunächst lernen wir Ludovic und Louise kennen, ihre gemeinsame Vergangenheit und vor allem die Unterschiede in ihren Charakteren. Louise, die schüchterne und um Sicherheit bemühte Beamtin, die nur beim Wandern entspannen und locker werden kann. Dagegen der Frauenschwarm Ludovic, in bessere Verhältnisse geboren und vom Leben verwöhnt, der berufliche Niederlagen nur schwer verkraften kann und daher schnell einen Ausweg sucht. Dass diese beiden überhaupt zueinander finden, ist schon eher verwunderlich und dass sie sich auf die enge einer Yacht begeben, verspricht Konfliktpotenzial.

Der Hauptteil des Buchs beschreibt die Gefangenschaft auf der einsamen Insel. Ganz praktisch wird schnell klar, dass die beiden Großstädter in keiner Weise auf das Leben inmitten der Natur vorbereitet sind und einfachste Tätigkeiten sie vor große Herausforderungen stellen. Reparaturen ebenso wie die Jagd nach Essen erschöpfen sie vollends und bieten immer wieder Anlass für Streit und Zerwürfnis. Ab einem gewissen Punkt wird offenkundig, dass sie dieses Abenteuer wohl nicht beide überleben werden, nur wer am Ende robuster und härter ist, bleibt zunächst offen. Im abschließenden Teil folgt die Rückkehr in die Zivilisation. Ohne zu viel vorwegzunehmen, lässt sich dies jedoch kaum beschreiben, bietet jedoch einen nochmals gänzlich anderen Aspekt dieser Geschichte, der ebenfalls seinen Reiz hat und alles andere als unkritisch ist.

Zugegebenermaßen klang der Klappentext für mich nur wenig interessant, eine Reise auf eine einsame Insel und die Herausforderung dort zu überleben, konnte mich zunächst nicht locken. Viele begeisterte Leser jedoch, haben meine Neugier geweckt. In der Tat haben mich Isabelle Autissiers Beschreibungen der Einsamkeit und der Not überzeugen können, man findet die Jagd auf Pinguine interessant und leidet mit den Figuren, wenn sie einmal mehr eine gute Idee hatten und es das Schicksal wieder einmal nicht gut mit ihnen meint. Auch der Kleinkrieg zwischen den beiden Partnern, die sich gegenseitig beschuldigen und zwischen der Erfordernis, gemeinsam ums Überleben zu kämpfen, und den Schulzuschreibungen gefangen sind, gelingt der Autorin glaubwürdig darzustellen. Der für mich stärkste Teil jedoch ist die Rückkehr und die damit verbundenen psychologischen Prozesse. Hier entwickelt der Roman sein stärkstes Potenzial.

Alles in allem ein Roman mit einem durchaus bekannten Setting, dies aber gelungen mit authentischen Figuren unserer Zeit umgesetzt.

Jonas Hassen Khemiri – Alles, was ich nicht erinnere

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Jonas Hassen Khemiri – Alles, was ich nicht erinnere

Wer war Samuel? Ein guter Freund und Mitbewohner von Vandad. Ein liebender Enkel, der sich um seine zunehmend demente Oma kümmerte. Ein Menschenfreund, der Flüchtlingen zu helfen versuchte. Ein Freund der exzentrischen Pantherin. Der Liebhaber von Laide. Aber wer kannte ihn wirklich? Jede Begegnung zeigt ein anderes Gesicht, geradezu eine andere Person. Jetzt ist er tot und die Rekonstruktion seines Charakters erfolgt über das Gespräch mit den Menschen, die ihn kannten und von ihren Begegnungen erzählen.

Jonas Hassen Khemiri hat einen Roman geschrieben, der sich Kaleidoskop-artig um seinen Protagonisten dreht und versucht, diesen einzufangen. Die Geschichte könnte sich überall in Europa zugetragen haben, dass Stockholm der Handlungsort ist, ist fast nebensächlich, denn die beschriebene Generation ist nicht mehr verwurzelt in ihrem Land. Die Jugendlichen haben Eltern aus verschiedenen Ländern, wohn(t)en selbst in unterschiedlichen Städten und Staaten und sind es gewohnt auf andere mit disruptiven Lebensläufen und mehreren Muttersprachen oder Kulturen zu treffen. Die fehlende Kontinuität und Zugehörigkeit schlägt sich insbesondere in Samuel nieder, dessen Familiengeschichte vage bleibt: ein abwesender Vater, eine Mutter, die ihren Schmerz nicht öffentlich machen will, eine Schwester, die gänzlich außerhalb der Geschichte zu existieren scheint. Dies unklare Selbstbild schickt ihn auf die Suche nach der Wahrheit im Leben und so wie er versucht, die Welt zu begreifen, so spiegelt er sich in anderen Menschen. Gleichzeitig kann er nicht erinnern, was er erlebt hat, als wäre er gar nicht am leben – auch schon als er noch gelebt hat.

Daneben beschreibt Khemiri eine schwierige Liebesbeziehung, die wilden Schmetterlinge im Bauch und schleichend die Einsicht, dass ein Mindestmaß an gemeinsamen Idealen und Werten, aber auch Lebensentwürfen für eine gemeinsame Zukunft erforderlich sind. Freundschaften hingegen können mehr aushalten, Samuel und Vandad sind füreinander da, wenn es darauf ankommt, unterstützen sich, ohne Bedingungen an den jeweils anderen zu stellen. Und dann sind da noch die Flüchtlinge, die hilfsbedürftig erscheinen, aber dann die ihnen gebotene Hilfe immer weiter ausreizen, bis ein Unglück geschieht, das die Nachbarn ebenfalls nachhaltige Meinungen bilden lässt.

Ein ungewöhnlicher Roman, der durch die schnellen Perspektivenwechsel nicht nur ungemein lebendig wirkt, sondern auch ein wenig exaktes und doch zugleich umfangreiches Bild liefert. Der Journalist, der offenbar all die Informationen zusammenträgt, bleibt im Hintergrund und lässt die Figuren sich erinnern. Sie leisten das, was Samuel nicht Imstande war zu leisten. Sie verarbeiten so auch die Trauer und Selbstvorwürfe, die nicht ausbleiben können.

Was bleibt beim Leser ist ein Bild eines verzweifelten jungen Mannes, der nur sich und das Leben fassen und verstehen wollte und damit doch letztlich alleingelassen wurde. Sinnbildlich für eine Generation auf der Suche nach sich und der eigenen Identität.

Ein herzlicher Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Weitere Informationen zum Titel finden sich auf der Internetseite der Verlagsgruppe Random House.

David Foenkinos – Das geheime Leben des Monsieur Pick

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David Foenkinos – Das geheime Leben des Monsieur Pick

Im kleinen bretonischen Dorf Crozon will die Literaturagentin Delphine Despero mit ihrem Ehemann, seinerseits Autor, nur ein wenig Urlaub bei den Eltern machen. In der lokalen Bibliothek stoßen sie auf eine Kuriosität, die auf den früheren Leiter, einen gewissen Jean-Pierre Gourvec, zurückgeht: er sammelte Manuskripte abgelehnter Romane. Unter jeder Menge unbrauchbarem Text stoßen sie jedoch auf einen Schatz, der die Literaturlandschaft Frankreich verändern sollte: Henri Picks Roman „Die letzten Stunden einer großen Liebe“. Schnell machen sie auch den Autor ausfindig: der lokale Pizzabäcker, bereits seit zwei Jahren tot, hatte offenbar noch eine zweite, literarische Seite, die niemand kannte. Mit dem Erfolg des Romans steigt auch das Interesse am Autor bzw. seinen Hinterbliebenen, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht. Doch Erfolg ruft bekanntermaßen auch böse Geister auf den Plan, die mit daran verdienen wollen bzw. denen hauptsächlich daran gelegen ist, das Glück der anderen zu zerstören.

David Foenkinos ist bekannt für seine leichtfüßig Wohlfühl-Romane, die geschickt eben nicht seicht, sondern einfach begeisternd sind. Auch mit seinem Monsieur Pick kann er diesem Ruf wieder gerecht werden. Dieses Mal steht jedoch nicht die Liebe oder die Unmöglichkeit selbiger im Zentrum, sondern der Literaturbetrieb als solcher. Der Roman, der offenbar unheimlich gut ist – worum es geht, erfahren wir leider nie – und nicht ohne Wirkung auf die Leser bleibt, aber auch auf alle, die mit der Entstehung oder Veröffentlichung selbigen befasst sind. Bemerkenswert entwickelt sich die Geschichte um den verkannten Pizzabäcker zum Selbstläufer und kann von niemandem mehr kontrolliert werden. Ein regelrechter Medienhype entsteht. An dieser Stelle ist Foenkinos nicht nur sehr glaubwürdig und authentisch, sondern geradezu von der Realität überholt worden. Sein Satz

„Er würde (…) eine Gesellschaft kritisieren, in der alles auf eine gut verkäufliche Idee ankam und der eigentliche Text in den Hintergrund trat.“ (S. 189)

Zwingt dem Leser den Gedanken um die italienische Autorin Elena Ferrante geradezu auf (wobei die Jagd nach der Auflösung des Pseudonyms im großen Stil nach der Veröffentlichung von Foenkinos Roman aufgenommen wurde). Man hat keine Schwierigkeiten mehr sich vorzustellen, dass das Interesse an der mysteriösen Person hinter dem Roman größer ist als der literarische Wert des Werkes selbst.

Daneben spielt natürlich wieder die Liebe in all ihren positiven wie negativen Schattierungen eine Rolle. Des Autors wiederkehrendes Thema wird auch hier nicht als die rosarot verklärte Verliebtheit geschildert, sondern als komplexe Angelegenheit, die meist nicht ohne schmerzliche Erfahrungen auskommt. Alle Figuren lieben, auf ihre Weise, mal mehr, mal weniger, aber einfach ist es nie. Und doch finden sie irgendwie wieder ein bisschen Glück.

Auch wenn der Roman krimihafte Aspekte – die Suche nach dem wahren Autor – hat, stehen für mich doch eher die Figuren mit ihren unterschiedlichen Empfindlichkeiten sowie natürlich die etwas überzeichnete Darstellung des Literaturbetriebs im Vordergrund als die Auflösung des Mysteriums (das leider im deutschen Titel nicht übernommen wurde). In einem Interview mit der französischen Magazin Express sagte Foenkinos, dass er zeigen wollte, dass ein Manuskript das Leben der Menschen verändern kann, egal ob sie auf Seite der Autorenschaft oder als Leser damit in Berührung kommen. Eine Hommage an die Literatur und die Liebe habe er beabsichtigt – das ist ihm sehr überzeugend und unterhaltsam gelungen.

Felicitas Auersperg – Das merkwürdige Verhalten von Schimpansen in Kinderkleidung

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Felicitas Auersperg – Das merkwürdige Verhalten von Schimpansen in Kinderkleidung

Felicitas Auersperg, Universitätsassistentin an der Psychologischen Fakultät der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien, lädt uns ein einen Blick auf zum Teil bekannte, zum Teil weniger öffenlichkeitswirksame psychologische Experimente zu werfen, die sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass sie der Sozialpsychologie entstammen und somit eine direkte Übertragbarkeit bzw. Erkenntnisgewinn für den Alltag liefern. In sechzehn Kapiteln stellt sie jeweils das Experiment dar und erläutert anschließend, wie die gewonnen Erfahrungen für den Leser nutzbar gemacht werden können.

Das Buch kann zunächst aufgrund zweierlei Dinge überzeugen: zum einen werden die Untersuchungssetting auch für Laien gut nachvollziehbar geschildert und es wird auf fachwissenschaftliches Blabla verzichtet. Das Ziel, gerade nicht den Experten anzusprechen, sondern den normalen Menschen, der weniger Wert auf wissenschaftliche Details der Versuchsanordnung und statistische Wahrscheinlichkeiten o.ä. legt, ist an dieser Stelle gut gelungen. Eingängig im lockeren Plauderton werden die Experimente dargestellt, so dass man diese problemlos nachvollziehen kann. Dies setzt sich in den Erläuterungen zur Bedeutung des jeweiligen Versuchs nahtlos fort, so dass man am Ende jeden Kapitels einen eigenen Erkenntnisgewinn hat, den man mit in den Alltag retten kann.

Die Auswahl der Versuche fand ich ebenso gelungen. Es finden sich darunter die großen, bekannten Experimente wie das Stanford-Prison-Experiment oder der Milgram Test, die vielen Lesern vermutlich schon einmal begegnet sind. Gleichermaßen interessant waren für mich insbesondere der Pygmalioneffekt – letztlich eine Art self-fulfilling prophecy bezogen auf die Leistung eines Gegenübers – und die Gruppendynamik im Ferienlager Experiment, da diese sich unmittelbar auf den Umgang mit den Mitmenschen auswirken können.

Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und breitem Publikum ist für mich in diesem Buch gelungen. Es ist nicht nur informativ, sondern zudem unterhaltsam geschrieben und ist es ganz sicher auch wert, nach einer Zeit nochmals zur Hand genommen zu werden, um sich den einen oder anderen Versuch nochmals vor Augen zu führen.

Jean Hanff Korelitz – The Devil and Webster

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Jean Hanff Korelitz – The Devil and Webster

She has never strived for this job, but Naomi Roth has become the first female president of Webster College almost 20 years ago. With her daughter Hannah she has moved to the small place and turned the school into a competitor of the Ivy League Colleges. Admittedly, she was proud when also her daughter decided not to choose one of the big names but her college for her studies. When the popular lecturer Nicholas Gall is denied tenure track, students organize protest against the college’s administration. What Naomi welcomes first as a sign of caring and standing up for your believes gradually transforms into the worst crisis the college has ever seen.  The leader of the student group is a young Palestinian student, Omar Khayal, who not only is charismatic and can thus easily gather people behind him but also has a history which is embraced by the media to cover the story: he fled the Israeli bombings which killed his family and made his way to one of the top schools, and now they want to expel him because he is fighting for his teacher – who is of African-American descent. A scandal is quickly produced and Naomi not only has to sail against the wind of the board but also of her own daughter who positions herself on the opposite side.

Jean Hanff Korelitz’s novel starts slowly, we get a thorough picture of Naomi and Hannah’s life and relationship and also an idea of how Naomi’s situation at Webster was before the crisis. She appears to be strong and clever and cannot easily be shaken. Yet, this situation brings her to the brink of professional destruction and personal despair. The way the relationships become increasingly complicated is narrated in a convincing way. It is not only between mother and daughter, but also between Naomi and long-time friends that things get ever more difficult until all the years of their friendship are questioned. I really liked the protagonist because she is depicted as a complex character who is not without flaws but has clear convictions and a strong sense of justice and objectivity. On the other hand, she is also doubting and asking herself if she really can live up to her ideas and actually treats the students in a fair way.

Apart from his interesting study in the characters, the most striking aspect of the novel is how the truth can be bent according to one’s necessities. It is clear from the beginning that Nicholas Gall not only is culpable of plagiarism but also lacks all academic standards, neither did he publish something nor does he show adequate behaviour. Yet, Naomi’s morals hinder her from revealing anything of the secret tenure track process and she does not want to publish the lecturer’s misconduct. Without this knowledge, things seem to be quite different for the students and the media.  However, the witch-hunt really starts with the story of the poor, heart-breaking Palestinian who had to go through so much in life and deserves to be supported not to be thrown out – but again, the public is not aware of Omar’s poor academic results and like in any other case, the college has to take action. Who can you defend your decisions if your strongest arguments cannot be said out aloud?

It wouldn’t a novel by Jean Hanff Korelitz if there wasn’t a lot more to be revealed. Towards the end, the author has some nasty surprises for the reader which again offer another perspective on how things really are. I really appreciate her skill of playing tricks on the reader since it is great entertainment to uncover the different layers of the story.

 

Michael Stavarič – Gotland

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Michael Stavaric – Gotland

Ein Autor zieht sich zurück auf eine Insel, Gotland in der Ostsee, und verfällt zugleich dem Schreibwahn. Doch nicht nur er erliegt der geheimnisvollen Magie, die von dem Ort auszugehen scheint, auch seine Lektorin und die Verlegerin werden von den bösen Mächten heimgesucht. Nur ein Feueropfer kann den Autor retten und Gottes Gnade wieder walten lassen. Die Schöpfung, Noahs Flut, Abrahams Opfer, Kain und Abel – es sind die alttestamentarischen Schriften mit denen ein Junge, Sohn einer strenggläubigen alleinerziehenden Zahnärztin, aufwächst. Er versucht aus den alten Schriften Sinn in seinen Alltag bringen, in der katholischen Schule, beim Erwachsenwerden und der Entdeckung des weiblichen Geschlechts. Doch bleibt immer die Frage, wann und wie sich Gott ihm zeigen wird. Er experimentiert, angelehnt an Abraham – doch nichts geschieht. Vermutlich bedarf es größerer Opfer, um ein Zeichen des Himmels zu bekommen. Vielleicht ist der Allmächtige aber schon längst da, unmittelbar bei ihm, womöglich wirkt er schon durch ihn?

Michael Stavaričs Roman ist nicht leicht zu fassen. Die einzelnen Teile greifen nur schwer ineinander und lassen ein fragmentarisches Bild zurück. Das mit „Vorwort“ überschriebene erste Kapitel über den wahnsinnigen Autor steht gänzlich für sich. Ob der Ich-Erzähler in einem Zusammenhang mit den späteren Ich-Erzählern, womöglich ist es insgesamt auch nur einer, steht, bleibt unklar. Offenkundig wird nur die mystische Kraft, die von der Insel ausgeht und was diese in den Menschen anrichten kann. Der Name des Eilands suggeriert es bereits – dort ist man Gott am nächsten und kann ihn direkt erleben, seine Kraft und Macht hat die ungewöhnliche und raue Natur erst entstehen lassen. Die Wahrhaftigkeit Gottes, die sich auf diesen Seiten zeigt, leitet auch den weiteren Verlauf der Handlung.

Der Abschnitt der „Genesis“, der die Geschichten des Alten Testamentes aufgreift und anhand dieser die Kinderjahre des Jungen erzählt, ist für mich der stärkste Teil.  Die Parallelen sind frappierend, zugleich kommen durch und durch menschliche Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten hervor, die die beiden Protagonisten authentisch und glaubwürdig wirken lassen. Das Aufwachsen ohne Vater macht es dem Jungen nicht einfach. Naheliegende Vaterfiguren, der Direktor, der Turnlehrer, scheiden nach und nach aus. Womöglich ist dies einer der auslösenden Punkte für die in den letzten Teilen geschilderten Ereignisse. Die erfolglose Suche nach Gott und dem Vater endet in der Katastrophe, denn wer glaubt IHM ganz nah gekommen zu sein, wird sich unweigerlich von den Menschen entfernen und in einer ganz eigenen Welt leben.

„Gotland“ liest sich nicht mal eben nebenbei. Das Buch ist sperrig, man holpert und wundert sich – und dann fließt die Handlung wieder gemächlich dahin. So wie die See mal friedlich ist und das entspannte Paddeln ermöglicht, ist sie im nächsten Moment aufbrausend und gefährlich. Michael Stavarič bedient sich der Natursymbolik, immer dann, wenn die Gedankenwelt ins Stocken gerät, nicht mehr weiterkommt und wir vor unauflöslichen Rätseln stehen. Dann erfolgt die Rückbesinnung auf die Urkräfte, die einfach walten, weshalb auch immer. Sie liefern keine Antwort auf die Frage, ob es einen Gott gibt, weder Pflanzen noch Tiere erlangen durch dieses theoretische Konstrukt einen größeren Sinn in ihrem Dasein, vielleicht ist aber auch das pure Sein schon Antwort genug.

Ich kann nicht endgültig sagen, was mir dieser Roman an Message vermittelt, zu wenig lässt er sich für mich fassen und zu sehr stellt das Ende alles in Frage. Aber vielleicht ist es genau das, was der Autor hervorheben wollte.

Ein herzlicher Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar. Mehr Informationen zum Roman finden sich auf der Internetseite der Random House Verlagsgruppe.