Juno Dawson – Meat Market

Juno Dawson – Meat Market

Die 16-jährige Jana Novak wird in einem Londoner Park von einem Modelscout angesprochen. Sie kann erst gar nicht glauben, dass das sein Ernst sein soll, ist sie doch ihr Leben lang schon aufgrund ihrer Größe dem Spott der Mitschüler ausgesetzt. Über Nacht wird das Mädchen zum Superstar der Modelszene, alle reißen sich um das außergewöhnliche neue Gesicht. Sie fliegt um die Welt, lernt berühmte Schauspieler und Models kennen und begegnet sich selbst auf Werbeplakaten auf den meistbesuchten Plätzen der Metropolen. Doch bald wird ihr auch die Schattenseite der Branche bewusst, sie ist kaum mehr zu Hause, der Kontakt zu ihren Freunden wird immer schwieriger und die Erschöpfung von viel Arbeit, viel Party und kaum ordentlicher Nahrung hinterlässt auch ihre Spuren. Glücklicherweise haben ihre Kolleginnen Mittel und Wege gefunden, damit umzugehen und versorgen auch Jana mit den kleinen Glückspillen. Doch der wirkliche Tiefpunkt steht ihr erst noch bevor…

Die Jugendbuchautorin Juno Dawson greift in ihren Geschichten genau jene Themen auf, die die Zielgruppe bewegen und denen sie oftmals eher leichtgläubig begegnen. Ihr gelingt dabei der schmale Grat zwischen erhobenem Zeigefinger und Unterhaltung und auch mit „Meat Market“ schafft sie es, den Mythos des schönen Scheins der Modewelt kräftig anzukratzen, ohne dabei wie die meckernde, besserwissende Mutti daherzukommen. Ihre Protagonistin wirkt authentisch in ihren Gedanken und auch wenn das Ende für meinen Geschmack übers Ziel hinausschießt, kann der Roman mit seiner Message doch überzeugen.

Janas Aufstieg verläuft katapultartig, heute noch Schülerin, morgen schon begehrtes Supermodel. Gedanklich kommt das Vorstadtmädchen kaum hinterher, immer noch empfindet sie sich als nicht anders als ihre Freunde, mit denen sie gerade noch die Schulbank gedrückt hat. Sie wird von einem Tsunami erfasst und in eine fremde Welt geschleudert. Gerade die Darstellung dessen, wie sie versucht, noch an dem alten Leben festzuhalten und wie doch unübersehbare Risse entstehen und sie sich zunehmend entfremdet, ist der Autorin hervorragend gelungen.

Auch wenn ich die Darstellung der Modelwelt grundsätzlich glaubhaft finde – totale Überhöhung neuer Gesichter, permanenter Druck auf die jungen Mädchen abzunehmen, versiffte Modelwohnungen, unglaubliche Summen für Fotoshootings, leichtfertiger Drogen- und Tablettenkonsum um das hohe Tempo der Branche auszuhalten – war einiges doch auch eher klischeehaft überzeichnet. Die osteuropäischen Mädchen, die sich neben dem Modeln in der Oberschicht regelrecht prostituieren, um mehr Geld zu verdienen, die eine gute Freundin in der Branche, die am Ende alles rettet und zum dem großen Sieg gegen die dunklen Mächte der Branche verhilft – das war etwas zu einfach aus meiner Sicht und verleitet zum dem Irrglauben, dass jedes kleine und naive Mädchen selbstverständlich ganz Großes bewirken kann.

Trotz der Schwächen ein lesenswerter und unterhaltsamer Roman, der es auch schaffen wird, das eine oder andere etwas verrückte Bild der Topmodel-Welt wieder geradezurücken.

Vendela Vida – We Run the Tides

Vendela Vida – We Run the Tides

It’s the middle of the 80s and San Francisco hasn’t turned into the tech/IT hotspot it is today. Teenager Eulabee grows up in a more well-off part close to the beach and attends an expensive all-girls school with her best friends Maria Fabiola. The girls are still somewhere between being kids and becoming visibly female and with this transformation also come the problems. Maria Fabiola is the first to attract attention from the opposite sex, but her radiant appearance also charms women which is why she gets away with almost everything. Eulabee is far from being that self-confident and therefore sticks to the truth what leads to her being excluded from the girl circles of her school. When Maria Fabiola vanishes, the whole community is alarmed, but Eulabee from the start does not believe in a kidnapping, she has known Maria Fabiola for too long and is well aware of her former friend’s greed for attention.

Vendela Vida still isn’t as renowned as her husband Dave Eggers even though she has published several books by now and has won the Kate Chopin Award. I found her last novel “The Diver’s Clothes Lie Empty” quite exceptional in the choice of perspective and therefore was eager to read her latest novel “We Run the Tides”. This time, she goes back in time and has chosen teenage girls as protagonists. The story is told from Eulabee’s perspective and captures well the mixed emotions a girl goes through when becoming a woman. Also the ambiance of the 1980s is convincingly depicted.

The most central aspect of the novel is surely the friendship between Eulabee and Maria Fabiola and its shift when one of the girls develops a bit quicker than the other. Maria Fabiola is well aware of the effect she has on other people and uses this for her own advantage. Eulabee, in contrast, is still much more a girl, insecure in how to behave and what to do about the situation. She does not fight but accept what’s happening. Her first attempts of approaching boys seem to be successful but end up in total disappointment. She is a close observer and can well interpret the relationships she sees, between her parents, her mother and her sister and also the other girls and teachers at her school. Without any doubt she is a likeable character and treated highly unfairly. But that’s how kids behave at times.

I liked how the plot developed and how the vanishing of the girls turned out quite unexpectedly. Yet, I didn’t fully understand why the author has chosen to add another chapter set in the present. For me, the story was perfectly told at a certain point and admittedly, neither was I really interested in Eulabee’s later life nor in another encounter of the two women as grown-ups. Still, I do not really know what to make of Maria Fabiola when they meet for the first time decades later.

To sum up, wonderfully narrated, a great coming-of-age story with a strong protagonist.

Mary Adkins – Privilege

Mary Adkins – Privilege

Carter University – Harvard des Südens. Dort treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander. Annie Stoddard will dort endlich eine normale Studentin sein, nach einem Unfall waren ihre Beine durch Narben entstellt, was inzwischen durch eine OP optisch korrigiert werden konnte. Bea Powers will sich von den Fußspuren ihrer über-erfolgreichen Mutter lösen und hat daher Strafrecht als Fach gewählt, sie will die Welt besser machen und jene verteidigen, denen niemand beisteht. Stayja York würde auch gerne studieren, aber sie uns ihre kranke Mutter kommen kaum über die Runden, weshalb sie als Barista jobbt und nur einzelne Kurse belegen kann. Als Annie nach einer Verbindungsparty den angesehenen Studentensprecher Tyler der Vergewaltigung beschuldigt, kreuzen sich die Wege der jungen Frauen unerwartet. Und alle drei müssen lernen, dass nicht Gerechtigkeit und Wahrheit entscheiden, sondern die Summen, die Eltern bereit sind, für ihre Kinder in die Hand zu nehmen. Mit dem falschen Background kann man so schnell doppelt zum Opfer werden.

Mary Adkins hat einerseits eine recht typische Campus-Novel geschrieben, in der das Leben an der Universität im Fokus steht: die Orientierung in der neuen Welt, große und kleine Sorgen des Studentenalltags und letztlich auch das Erwachsenwerden durch die ersten Schritte ohne die Eltern. Viel mehr noch rückt jedoch bald die US-amerikanische Gesellschaft mit ganz aktuellen Problemen in den Fokus.

Stayja ist leistungswillig und intelligent, aber die fehlenden finanziellen Mittel verhindern, dass sie studieren und damit ihrem sozialen Milieu entfliehen kann. Immer wieder neue Steine werden ihr in den Weg gelegt, die sie an den Rand der Verzweiflung bringen. Ihre Jobsituation ist prekär und schnell droht der Rausschmiss bei kleinsten Fehlern. Die Studierenden, die sie bedient, sehen sie gar nicht oder sehen auf sie herab.

Bea ist behütet in teuren Privatschulen an der Ostküste aufgewachsen, muss aber in Carter erkennen, dass sie mit ihrer dunklen Hautfarbe schnell kriminalisiert wird. Zunehmend realisiert sie, wie sehr Vorurteile das Strafmaß entscheidend bestimmen und wie so junge Leben zerstört werden, während andere Verbrecher ungestraft davonkommen. Auch in ihrem Studienprogramm wird ihr schmerzlich bewusst, wie die Gunst des angesehenen Professors verteilt wird: nicht der scharfe Verstand, sondern das Aussehen und die Bereitschaft ihn auf Reisen (und mehr) zu begleiten, sind entscheidend.

Annie ist durch ihre Narben immer schon zum Opfer stilisiert worden und ihr Aussehen gerät direkt in den Mittelpunkt in der sehr auf die Optik ausgerichteten Gesellschaft. Es ist zwar nicht so, dass man ihr ihre Vergewaltigungsvorwürfe nicht glauben würde, aber sie richtet sie schlichtweg gegen den falschen. Tyler stammt aus einer Familie mit Macht, die ungewünschte Stimmen zum Verstummen bringen kann und so erlebt sie statt Unterstützung weitere Repressalien, was unweigerlich dazu führt, dass sie immer mehr in einer Depression versinkt.

Überzeugend ausgearbeitete Figuren, deren jeweilige Geschichten clever miteinander verbunden werden. Viele aktuelle gesellschaftliche Fragen werden aufgeworfen, die einem als Leser zum Nachdenken bringen und einem auch vor das Rätsel stellt, ob Ähnliches sich hierzulande in ähnlicher Weise zutragen könnte.

Courtney Summers – The Project

Courtney Summer – The Project

Lo Denham has lost her parents in a car accident in which she herself was also seriously injured and which marked her with a scar for life. Her sister Bea, six years her senior, is the last bit of family she has, but she has not been able to contact her for months. It must be The Unity Project’s fault, the sect Bea joined when she couldn’t make sense of the loss she experienced anymore. When a man claims that The Unity Project killed his son, Lo decides to take a closer look and to get nearer to the charismatic leader Lev Warren with the aim to expose the group’s doings in the magazine she works for. However, Lo is not prepared for the experiences she makes there.

Courtney Summers narrates the story from different points of view at different points in time, thus we get both sisters’ perspective on the highly emotional events in their lives. This also creates a lot of suspense since from the beginning, there are gaps which need to be filled to make sense. It also underlines the different characters of Lo and Bea which, nevertheless, does not hinder them from being fascinated by the same man.

The crucial point is most definitely the psychological impact a major tragic event such as the loss of the parents can have on young persons. Coming to grips with such a stroke of fate which does not make sense and is hard to understand is not only very hard but also makes people fragile and prone to others who are eager to exploit their situation. The leader of the group is surely an interesting character, it is easy to see how he manages to win people for his project and how he can make them follow him blindly. In this way, the novel also cleverly portrays the mechanism which work behind sects and which make it difficult to immediately see through them and more importantly to leave them.

I thoroughly enjoyed the novel due to the multifaceted characters and the message beyond the suspenseful and entertaining plot.

Karen M. McManus – The Cousins

Karen M. McManus – The Cousins

Twenty-five years ago, their parents were disowned by their grandmother Mildred. The four Story children Adam, Allison, Archer and Anders only got a letter saying that they knew what they had done. Unfortunately, they didn’t and haven’t been in contact with their mother who still lives on the family estate Catmint House on Gull Cove Island off the coast of Massachusetts which has been turned into a successful vacation destination for the rich. Unexpectedly, Milly, Aubrey and Jonah, Mildred’s grandchildren who have not seen each other for years, are invited to spend the summer there and to get to know their granny. Has the old lady finally changed her mind? Not really, but this is only one of the many, well buried family secrets of the Storys.

I liked Karen McManus’ former young adult novels a lot since she knows how to create suspense without being actually violent and because her characters are often teenagers one can easily identify with since they show the same fears and insecurities every knows. “The Cousins” offers an interesting setting and much more twists and turns than expected and thus was an enjoyable read.

The story is told alternatingly from the three teenagers’ point of view thus giving insight not only in their thoughts but also in the secrets they hide from each other. It also adds to the fast pace and at times gives you an advance since you already know what’s coming when the characters in the novel are still in the dark.

There are also flashbacks in which we meet their parents when they were teenagers which is quite an interesting comparison and also provides the necessary background to understand the behaviour of the characters on the island.

Overall, I totally enjoyed the novel which had an unforeseeable ending and some fascinating characters.

Louise O’Neill – Asking for it [dt. Du wolltest es doch]

Louise O’Neill – Asking for it

Emma O’Donovan hat trotz ihrer erst 18 Jahre ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Sie weiß, dass sie die Hübscheste ist, auf jeden Fall hübscher und begehrenswerter als ihre Freundinnen. Dank des Einkommens des Vaters, einem angesehenen Bankdirektor, kann ihre Familie auch ein finanziell entspanntes Leben führen, auch wenn andere in der Kleinstadt noch etwas vermögender sind, aber damit können sich die Töchter auch nur begrenzt Aussehen und Bewunderung erkaufen. Nach einer Party wacht Emma eines Nachmittags auf der Veranda auf, völlig benebelt und ohne jede Erinnerung an das, was am Abend zuvor geschehen ist. Doch es dauert nicht lange, bis sie auf den Social-Media-Kanälen alles dokumentiert findet: offenbar hat sie sich gleich mit mehreren Männern eingelassen, die alles dokumentiert haben. Emmas Ruf ist ruiniert, doch bald steht auch die Frage im Raum, ob sie all dem überhaupt zugestimmt hat.

Louise O’Neill lässt erst gar keine Zweifel aufkommen: ihre Protagonistin ist eine furchtbare Figur, der man bald schon nur das Schlimmste wünscht. Aber gleich sowas? Geschickt spielt sie mit den Emotionen der Leser, es fällt einem schwer, Mitleid zu empfinden für jemand, der sich derart verlogen und rücksichtslos auch gegenüber vermeintlichen Freundinnen verhält. Ihr Charakter ist geprägt von einem ausufernden Egoismus und Egozentrik, liebenswert ist kaum etwas an ihr.

Auch an dem Abend, der zu dem entscheidenden Ereignis führt, verhält sie sich nach gewohnten Mustern und manövriert sich selbst leichtsinnigerweise in diese Situation. Doch ist sie schuld an dem, was man ihr antut? Und sind die darauffolgenden Reaktionen des Umfeldes gerechtfertigt? Die ganze Familie erfährt Verachtung und Ausgrenzung, beschuldigt sie doch angesehene Jungs der Gemeinschaft und Emmas Verhalten ist hinlänglich bekannt. Es folgt der psychische Niedergang aller, eine logische Konsequenz, die jedoch faktisch die Opfer doppelt bestraft.

Man kommt als Leser emotional nicht ganz aus der Zwickmühle heraus. Manche Aspekte sind klar, die „boys will be boys“ Kultur, das Wegsehen und Leugnen offenkundiger Gewalttaten, doch gerade die Tatsache, dass die Opferperspektive nicht so eindeutig den Unschuldstouch hat, macht es einem schwer, Emma als das zu sehen, was sie ist und das Ereignis von ihrem Charakter und der Vorgeschichte zu lösen. Ein aufwühlender, aber lesenswerter Roman mit zudem unerwarteten Ende.

Nina LaCour – We Are Okay [dt. Alles okay]

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Nina LaCour – We Are Okay

Winterferien an ihrem College in New York, doch im Gegensatz zu allen anderen bleibt Marin auch über die freien Tage im Studentenwohnheim, auch wenn sie dort ganz alleine sein wird. Nur ihre Schulfreundin Mabel wird sie für wenige Tage besuchen kommen. Sie haben sich seit Marins überstürzter Flucht aus San Francisco im Sommer nicht mehr gesehen und offenbar möchte Mabel wissen, was damals geschah und weshalb ihre beste Freundin für Wochen völlig vom Erdboden verschwunden war. Die erste Begegnung fühlt sich komisch an, das vertraute Zusammensein stellt sich einfach nicht ein, bis Marin schließlich beginnt zu erzählen. Sie erinnern sich an ihre gemeinsamen letzten Monate in der Schule und den Sommer, der so vielversprechend begann, dann aber ein schreckliches Ende nahm, das Marin immer noch nicht verarbeitet hat.

Nina LaCour gelingt es, einem als Leser sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Die Kälte des Wintersturms, die Einsamkeit im Wohnheim, es braucht nie viel, um eine ganz besondere, fragile Atmosphäre zu schaffen, die nur darauf wartet, sich durch das Aussprechen der Ereignisse des letzten Sommers entweder zu lösen oder die Protagonistinnen in den finalen Abgrund zu stürzen. Diese Spannung, nicht zu wissen, welches Ende die Erzählung nehmen wird, hält sich durch die Geschichte und lässt einem dieses wundervolle Gefühl von bitterer Süße empfinden, die sowohl anzieht wie auch abschreckt.

Das Setting bietet den perfekten Rahmen für ein emotionsgeladenes Buch, dass jedoch fernab von Kitsch oder übertriebener Gefühlsduselei ist. Zusammen mit Marin durchwandert man nochmals die unheilvollen Momente und kann die Einsamkeit, die sie empfunden haben muss, kaum von sich fernhalten. Ihren Vater kennt sie nicht, die Mutter starb als sie noch ein Kleinkind war und so blieb nur der Großvater, der sie bedingungslos liebte, aber auch seine dunklen, verborgenen Seiten hatte, die sich schlagartig öffnen und vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Ein Buch über Trauer, Zuneigung, Freundschaft und das erwachsen und unabhängig Werden, mit all seinen leichten Momenten und den schweren. Die melancholische Stimmung passt hervorragend zu den Protagonistinnen und den Ereignissen, die in ihren Köpfen Kreise drehen.

Frances Macken – You Have to Make Your Own Fun Around Here

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Frances Macken – You Have to Make Your Own Fun Around Here

Since their childhood, Katie, Maeve and Evelyn have been friends and it was never a question who was the leader of their gang. Admired by the other two girls, Evelyn decided on what and who to like or dislike. When a new girl moves to their small Irish community, she immediately knows that Pamela is arrogant and stupid. Due to her mother’s interference, Katie is prone to become Pamela’s friend, but before they could really get to know each other, the girl vanishes and is never to be seen again. Rumours go from her being killed by one of the trio’s friends, over being abducted to her having run away. When school is over, Katie and Evelyn plan to move to Dublin together, but when her friend is not accepted at university, Katie for the first time is on her own and cannot rely on her friend anymore.

What a great beginning of a novel. I totally adored to careless and adventurous kids who then developed into typical teenagers. Unfortunately, the novel lost a bit of its spirit when the three separate. Even though this is necessary for Katie’s development, from this point on I struggled a bit with the reading, first and foremost because I found it hard to endure Katie’s naivety and her inability to become an independent person, to develop her own ideas and tastes, she is totally dependent on others and their opinion, thus just bounces somehow in her life without goal. Her return to her small hometown is a logic consequence which even makes things worse for her.

In my opinion, the protagonist is well developed and throughout her life, the decisions made are well motivated by her personality and point of view, yet, she is certainly not a character to sympathise with or to take as a role model. In spite of that, I found it quite realistic to see how she struggles with her future, not having really developed but play but only a mere vague dream, she cannot succeed and must end up being totally disappointed. Similarly, her blindness when it comes to her friend Evelyn is well portrayed, she ignores all warnings and other views and is thus left to learn it the hard way.

A wonderful first part and some great aspects, nevertheless, I was a bit disappointed in the end, as I think the author could have made more of her plot and character.

Alyssa Sheinmel – What Kind of Girl

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Alyssa Sheinmel – What Kind of Girl

He hit her. Again. But this time, she cannot hide it under her clothes, her eye is visible to everybody in school and therefore Maya goes forward to their principal and tells her what Mike Parker, everybody’s darling and sports superstar, has done. Even though it is quite obvious and Maya has no reason to lie, questions like “maybe she provoked him?” and “maybe it was just an accident?” blame her for being the victim. The school is divided and so are the friends. Yet, not only Maya goes through a hard time, her formerly best friend Juniper does so, too, apart from feeling ashamed for not having been the friend Maya would have needed, her break-up with Tess combined with her psychological struggles already keep her mind busy. But this is something that needs action and that’s what Juniper’s parents educated her for: standing up for those who are in need.

I was immediately hooked by Alyssa Sheinmel’s novel, she brilliantly captivates Maya’s thoughts which oscillate between not wanting to be the victim but speaking out for her rights and being strong on the one hand, and feeling insecure about what happened, questioning herself, her own contribution to bringing her boyfriend so far as to hit her again and again on the other. She is young and even though she knows exactly what is right and what is wrong, emotions are not that easy and rarely only black and white.

Providing different perspectives also adds to underline the complexity of a topic which seems so easy to make an opinion about. At first, however, I was a bit confused by the headlines of the chapters which introduce the respective character talking, I first assumed that wide range of girls would be presented until I realised that it is just the two of them perceiving themselves in different roles depending on their mood.

Unfortunately, after a great start, the novel lost focus a bit for my liking. Of course, it is only natural that all teenagers have their own struggles, that none of them really lives a carefree life where all is perfect. Yet, it was a bit too much here: Maya and the violence, Juniper cutting herself and suffering from OCD, drugs abuse – adding too many big topics quite naturally lead to a very shallow and superficial treatment of all of them. Not only did the author miss the chance to provide some insight in the psychological background of each, she treats them like some small bruise that can easily be overcome by just being friends again with your BFF. Simply focussing on Maya and Juniper also did not seize the extent of such an accusation and what it really does to a small community like a school.

Nevertheless, a great read that I enjoyed and which provides some food for thought.

Scarlett Thomas – Oligarchy

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Scarlett Thomas – Oligarchy

When Natasha arrives from Russia at her new boarding school in rural England, she struggles to adapt. Not only the foreign language, but the special language all these year-11 girls from superrich families use. Yet, not only the words, but also the manners are quite unique and the one thing that they are obsessed with is how to lose weight. It is not just to get rid of some rests of baby fat or being in a better shape, the most important thing is being thinner than the others since the headmaster treats those girls differently. But then, their weight-loss competition goes totally wrong and one of the girls dies. Reaction of the school management: let’s not get any information outside and set up an anti-anorexia plan which only gives the girls even more ideas of what to do…

“Oligarchy” starts like some typical boarding school novel. 15-year-olds who do not have any serious worries, who try out the most absurd diets they can find, and modern-day obsession with pictures on the internet. Yet, it does not stop there, on the surface, of course, it is the world of adolescents we are presented with, teenagers who are reluctant to what their parents do and where the money comes from and who rebel against strict rules on their school. However, underneath, there are some much more fundamental questions addressed, first of all, how eating disorders are fired by what we are presented with every day. Secondly, the girls are rich, but most of them actually do not really have somebody to turn to, their parents are simply absent and even times of deepest distress does not seem to trigger any reaction from them.

Even though the novel is a bit stereotypical when it comes to the characters, I think the author did well in combining relevant topics in an enjoyable read. First and foremost, she has found the perfect tone with does neither ridicule the teenagers with their absurd ideas of how to diet and their supposedly secret cheating, nor does she take the serious consequences of their action too lightly. It is a novel that can educate, but fortunately, you do not feel like being educated.