Amy Engel – The Familiar Dark

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Amy Engel – The Familiar Dark

Two 12-year-old girls have been murdered, but except for their parents, nobody really seems to care about it. Maybe they had it coming, that’s how it is with girls their age, they should have paid more attention to whom they mingle with. Eve Taggert is not willing to simply accept that her daughter Junie has gone and nobody is hold responsible for the senseless death. What did she and her friend Izzy do in the park at that time and bad weather? She starts to ask questions even though her brother Cal, a policeman and close to the investigation, tries to keep her away and out of trouble which her private research soon causes. The more Eve learns, the closer she also gets to her own family and especially her mother with whom she had cut all contact before Junie was born because she never wanted to be like her. But in the course of the events, Eve must realise that she shares more traits with her mother than she ever expected.

Amy Engel’s mystery novel deals with the greatest horror that parents could ever go through: learning about the death of their beloved child and having the impression that nobody bothers to find the culprit and to bring him or her to justice. However, it is also about life in small and remote community where poverty and precarious standards of living are a daily occurrence. Growing up in trailer homes or small, run-down apartments where children only get a nook for themselves and see the adults drink alcohol or being addicted to drugs of all kinds – this is not the childhood one could ever wish for. Even if some want the best for their children, just like Eve, getting out of this isn’t as easy as it seems.

The story is narrated from Eve’s point of view which gives you a deep insight in the emotions she goes through. Not just losing her daughter and thus the sense of life, but she also falls back into old patterns she had given up and totally loses her footing. Even though she could not offer Junie much, she put an effort in her daughter’s education and she lead a decent life and loved her – more than she herself had experienced as a kid. To see such a woman being hit by fate is especially bitter.

Amy Engel does a great job in showing the development of Eve, going from being totally blinded by mourning and anger to gaining strength – even if she becomes a bit too reckless and headless at times – and in the end, fearlessly doing what she needs to do.

Notwithstanding that a lot is going wrong in the small town of Barren Springs, what I liked a lot is that the author did not paint the characters in black and white. The greatest villains do also show their positive and human sides – just as the “good” ones suddenly are capable of quite some crime.  Albeit a murder investigation is at the centre of the novel, for me it was much more a psychological study of small town life and people who struggle in life. It does not lack suspense though and several unexpected twists and turns keep you reading on.

Colleen Hoover – Verity

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Colleen Hoover – Verity

Als man Lowen Ashleigh anbietet eine erfolgreiche Reihe der bekannten Autorin Verity Crawford fortzusetzen, weil diese nach einem Unfall dazu nicht mehr in der Lage ist, zögert sie nur kurz. Zwar kennt sie die Werke nicht, aber nachdem sie ein Jahr lang nur ihre Mutter gepflegt hat, kaum das Haus verließ und ihre finanzielle Situation mehr als prekär ist, bleibt ihr kaum eine Alternative als zuzusagen. Veritys Mann Jeremy empfängt sie freundlich in ihrem Zuhause und überlässt ihr das Arbeitszimmer mit allen Notizen der bisherigen und weiteren Bücher seiner Ehefrau. Lowen versucht sich in die Gedankenwelt der anderen, die ein Stockwerk über ihr gefangen in ihrem Körper und pflegebedürftig liegt, einzufinden. Als sie das Manuskript zu dem Roman „So be it“ findet, ist sie verwundert, dieser Titel ist ihr völlig unbekannt und schon nach wenigen Seiten erkennt sie, dass sie eine Autobiographie in Händen hält. Es dauert nicht lange, bis Lowen erkennt, dass Verity nicht die Frau war, die alle zu kennen glauben, sondern dass sie ein böses Geheimnis in sich trägt. Je tiefer sie in die Welt von Verity einsteigt, desto beängstigender wird dies und bald schon kann sie sich in dem Haus auch nicht mehr sicher fühlen, denn kaum etwas dort ist offenbar so, wie es scheint.

Vor vielen Jahren hatte ich einen Roman von Colleen Hoover gelesen und die Autorin danach als Schreiberin ganz seichter Jugendromane für mich abgehakt. Nach den überschwänglichen Lobgesängen wurde ich jedoch neugierig auf „Verity“ und die Kurzbeschreibung klang vielversprechend. So ganz kam die Autorin nicht aus der Romance Ecke heraus, großzügig kann man die Massen an Bettszenen überspringen, das war aber auch schon der einzige wirkliche Kritikpunkt. Ansonsten ein guter Krimi, der zwar in vielen Bereichen für geübte Leser des Genres vorhersehbar ist, aber auch überraschen kann.

Nach dem etwas verqueren Anfang beginnt die eigentliche Handlung mit der Ankunft Lowens im Haus der Crawfords. Das Manuskript mit Verity autobiografischer Erzählung wird der Dreh- und Angelpunkt. Nicht nur scheint die Autorin besessen von ihrem Mann gewesen zu sein, nein, viel mehr noch erschreckt ihre Kälte gegenüber den eigenen Kindern, die bis zum Hass reicht. Man kann sich kaum vorstellen, dass jemand derart kaltherzig und egoistisch sein kann, aber vermutlich zeichnete sie genau das aus und verlieh ihr die Kraft, die Bücher zu schreiben, mit denen sie erfolgreich war. Alle sind sie aus der Sicht des Übeltäters geschrieben – offenbar eine Paraderolle für Verity. Lowen wird zunehmend beunruhigt durch das, was sie liest. Ihre Angst steigert sich langsam und wird glaubwürdig geschildert.

Man hat natürlich einige Zweifel und rätselt, was genau in dem Haus vor sich geht. Spielt Verity ihre Rolle als pflegebedürftiges Unfallopfer nur oder ist der scheinbar liebende Ehemann Jeremy der eigentliche Übeltäter und Lowen schon längst in größter Gefahr? Die Auflösung ist überraschend, aber dennoch nachvollziehbar und glaubwürdig. Insgesamt solide Unterhaltung, wenn auch mit einigen Versatzstücken gearbeitet wurde und der Plot nicht wirklich innovativ ist.

Katrine Engberg – Glasflügel

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Katrine Engberg – Glasflügel

Kurz nach der Geburt ihrer Tochter ist Anette Werner im Erziehungsurlaub und so muss Jeppe Kørner allein in einem schwierigen Fall ermitteln. In einem Kopenhagener Brunnen wird eine Leiche gefunden, an den Armen seltsame Schnittverletzungen, die zum Ausbluten geführt hatten. Schon am nächsten Morgen die zweite Leiche, anderer Fundort, dieselbe Vorgehensweise. Die Kripo ermittelt auf Hochtouren, bald schon scheint sich auch eine Verbindung zwischen den Opfern aufzutun, doch am dritten Tag schon müssen sie die dritte Leiche bergen. Wenn der Mörder in diesem Tempo weitermacht, wird dies das grausamste Szenario, das Dänemark je gesehen hat. Alle Anzeichen weisen auf ein inzwischen geschlossenes Heim für psychisch kranke Jugendliche hin. Es scheint als wolle sich jemand an den ehemaligen Mitarbeitern rächen – aber wer und vor allem warum?

Der dritte Teil von Katrine Engbergs Serie um das dänische Ermittlerduo Werner/Kørner hat mir bislang am besten gefallen. Die beiden Protagonisten blieben mir immer etwas zu wenig greifbar, in diesem Roman nun werden sowohl Jeppe wie auch Anette von ihrer menschlich-verletzlichen Seite gezeigt, was ihnen deutlich mehr Profil und Authentizität verleiht. Der Fall überzeugt ebenfalls, bis kurz vor der Enthüllung des Täters hatte ich eine ganz andere Figur im Verdacht, noch eine zweite als weitere Option und bei beiden lag ich völlig daneben. Was zu den Vorgängerromanen auffällt, ist das Fehlen eines ganz spezifischen Ortes Kopenhagens, an den die Handlung geknüpft wird, dafür greift sie nun ein gesellschaftskritisches Thema auf, das überzeugend in den Krimi integriert wird.

Einmal mehr sind die Figuren, die völlig normalen Menschen der dänischen Hauptstadt, der eigentliche Star und verleihen dem Buch die typisch dänische Bodenständigkeit und Glaubwürdigkeit. Anette Werner kämpft mit ihrer neuen Rolle als Mutter, die sich emotional an ihre Grenzen bringt. Das Stillen des Kindes allein lastet sie gedanklich nicht aus und zunehmend unruhiger wird sie ob der spannenden Ermittlungen der Kollegen. Jeppe hingegen leidet ebenfalls unter seiner privaten Lebenssituation, notgedrungen nach der Trennung bei seiner Mutter untergeschlüpft, drängt diese ihn wieder in die Rolle eines Kindes, das auf Schritt und Tritt überwacht werden muss. Auch ihre Freundin, die Autorin und ehemalige Professorin Esther de Laurenti wird mit ihren Unzulänglichkeiten konfrontiert als der neue Nachbar ihr schöne Augen macht und sie seinem Charme sofort erliegt.

Die Handlung rund um Sommerfuglen, das Heim für psychisch kranke Jugendliche weist auf einige diskussionswürdige Fakten hin: die chronische Unterfinanzierung des Gesundheitssektors, die die überlasteten und teilweise überforderten Mitarbeiter zu fragwürdigen bis illegalen Handlungen verleitet, die keineswegs im Sinne einer Besserung der Kranken sind, sondern lediglich der Versuch, mit den vorhandenen Rahmenbedingungen irgendwie zurechtzukommen. Rücksichtsloses Personal, das sich auf Kosten derjenigen, die sich nicht wehren können, entweder finanziell bereichert oder gar die Karriere aufbaut. Junge Menschen in schwierigen Situationen, denen man kein Gehör schenkt und keine adäquate Hilfe zukommen lässt. Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen, die keine eine fundierte Basis haben, aber erklären, weshalb eine Rückkehr in die Gesellschaft nach einem längeren stationären Aufenthalt quasi unmöglich wird.

All dies wird in eine spannende Handlung zusammengeführt und überzeugt restlos. Die Reihe war als Trilogie angekündigt, was ausgesprochen bedauerlich wäre, denn dann hätte sie mit „Glasflügel“ bereits den Abschluss erreicht. Für mich dürften noch zahlreiche weitere Bände folgen.

Ein herzlicher Dank geht an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Titel und Autorin finden sich auf der Verlagsseite.

Greer Hendricks/Sarah Pekkanen – You Are Not Alone

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Greer Hendricks/Sarah Pekkanen – You Are Not Alone

When one morning Shay Miller observes a woman committing suicide in the New York underground, her life, too, crumbles and falls. The shock sits so deep that she in not able to enter any underground station anymore. She starts to investigate about the woman and soon finds out her name, Amanda, and thus comes across some of her friends: Cassandra and Jane Moore, two sisters her own age who are everything Shay is not: They have a successful PR agency, know how to dress and obviously know the right places and the right people in town. Just as Shay is fascinated by them, they seem to feel pity for her and help her to find a new place to stay when she needs to move out, they help her to get a new style and also can connect her to finally find a better job. All seems to be perfect in Shay’s new life, yet some things are completely wrong and it does not take too long for her to realise that all that glitters isn’t gold, but fake and also highly dangerous.

I was already fascinated by “The Wife Between Us” which convinced me due to the very clever construction of the story. In “You Are Not Alone”, we also get the story narrated from different points of view and also different points in time which cleverly supports suspense since you already get facts which do not make too much sense until you learn the story behind them. As you are always a bit ahead of Shay, you sympathise with her and, of course, you hope that in the end, all will turn out well even though you cannot be too sure of that.

The whole plot lives on the characters. Shay as well as Cassandra and Jane are interestingly drawn and totally contrasting which makes them equally appealing for the reader. Just a simply – yet, quite important aspect – that I totally adored was Shay’s obsession with numbers and statistics. The authors have perfectly integrated this fact into the story.

Apart from the entertaining factor, in my opinion, the novel also provides insight in the psychological mechanisms that operate within people who are a bit unsecure and rather sad since their life did not turn out the way they hoped. Shay is very clever and likeable, nevertheless, in all areas of her life she more or less failed: neither does she have a flat of her own, nor a permanent job or relationship. No wonder that she immediately falls for the shiny and glamorous Moore sisters who represent everything she also wishes for. This makes it quite easy for them to manipulate her – just as they managed to take advantage of others who were in critical situations, too.

A captivating suspense novel that I did not want to put down once I had started.

Robert Bryndza – Nine Elms

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Robert Bryndza – Nine Elms

Fünfzehn Jahre ist es inzwischen her, dass Kate Marshall den Nine Elms Kannibalen zur Strecke brachte, vier junge Frauen hatte er ermordet und sie sollte Nummer 5 werden. Das Brisante daran: Peter Conway war ihr Kollege bei der Polizei und die beiden hatten zuvor eine Affäre. Inzwischen hat Kate den Dienst verlassen und lehrt an der Universität von Ashdean Kriminologie. Eine neue Serie von Morden lässt bei ihr alle Alarmglocken klingeln, offenbar gibt es einen Nachahmer, der akribisch Conways Taten kopiert. Dieser kann es nicht sein, er sitzt gut verwahrt in einer forensischen Klinik, abgeschnitten von der Außenwelt. Glaubt man, denn schon längst stehen die beiden Männer in Kontakt, um den fünften, gescheiterten Mord noch zu vollenden.

Robert Bryndzas „Nine Elms“ hat genau das, was ein guter Thriller braucht: mit Kate Marshall eine clevere und unerschrockene Ermittlerin, an der die damaligen Erlebnisse jedoch nicht spurlos vorbeigegangen waren; Peter Conway, der brutale Mörder mit interessant gezeichnetem psychologischem Profil, das es locker mit einem Hannibal Lecter aufnehmen kann; und eine glaubwürdige Handlung, die mit der perfekten Dosis an Details – wie dem gemeinsamen Sohn, der aus der Affäre hervorgegangen war -das Spiel der beiden spannend gestaltet. Mehr kann man sich nicht wünschen für einen Thriller.

Emily Elgar – Grace is Gone

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Emily Elgar – Grace is Gone

When Cara comes to her neighbours’ house, she’s got a guilty conscience, she hasn’t seen Grace as often as she could have and the girl hardly has contact to anybody apart from her mother. Suffering from multiple diseases, she is confined to the house and needs a wheelchair to move around. What Cara finds, however, is not Grace and her loving mother Meg, but a horrible crime scene: the mother has been slaughtered and the daughter is gone. Who would do such a thing to the most beloved family of the small Cornish city of Ashford? Haven’t they suffered enough with the daughter fatally ill and their son who drowned a couple of years earlier? Together with journalist Jon, who published a not so pleasing portrait of mother and daughter a couple of months before, Cara starts to investigate and soon realises that the public picture of Grace and Meg differs a lot from reality.

Emily Elgar’s novel is a real page turner which offers some unexpected twists. The author has well dosed the revelations about Grace and Megan’s past to keep the reader hooked and curious to find out who they really were. What I liked most was the fact that – set aside the murder of Meg – most of what is told about them could be true and surely happens every day. This makes the suspenseful psychological thriller also a very sad story and leads the reader to ponder about the question how such a story could take place.

It is quite difficult to talk about the characters or the plot without giving away too much of it and spoiling the fun for other readers. I liked having alternate narrators who tell the events from their respective point of view and I also rarely find crime stories where the police and their investigation only play a minor role, or rather: none at all. Even though I had the correct idea of why and how the scheme was set up, I enjoyed reading the novel thoroughly.

John Marrs – Ich kenne deine Lügen

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John Marrs – Ich kenne deine Lügen

Ein ganz gewöhnlicher Morgen im Haus der Familie Nicholson, doch dieser 4. Juni wird ihrer aller Leben verändern. Schon lange leidet Vater Simon unter Schlafstörungen und häufig nutzt er das frühe Erwachen für eine Joggingrunde. Auch an diesem Morgen verlässt er das Haus, jedoch ohne Joggingschuhe und ohne zurückzukehren. Er geht einfach weg und lässt seine Frau Catherine mit den drei kleinen Kindern James, Robbie und Emily zurück. Keine Spuren gibt es von ihm und niemand weiß, ob ihm etwas zugestoßen ist, ob er überhaupt noch am Leben ist. Catherine wird Monate brauchen, bis sie wieder zu sich kommt und die Verantwortung für ihre Familie übernehmen kann. Simon begibt sich derweil auf eine Reise durch die Welt, es wird ihn nach Frankreich, Kanada, die USA und weitere Länder ziehen, bis er fünfundzwanzig Jahre später wieder vor seinem Haus und seiner Ehefrau stehen wird.

Mir ist John Marrs als Autor von nervenzerreißenden und psychologisch perfekt abgestimmten Krimis bekannt, die die Figuren an den Rand dessen treiben, was sie aushalten können. „Ich kenne deine Lügen“ funktioniert jedoch ganz anders, es beginnt mit dem Wiedersehen und langsam wird dann die Geschichte des Verschwindens aufgerollt. Lange Zeit kommt der Roman wie eine toll erzählte Geschichte von Verlust und Flucht daher, doch das Blatt wendet sich und wie aus dem nichts taucht genau das auf, was man von Marrs erwartet: ein geschicktes Spiel zweier ebenbürtiger Gegner, die sich psychologisch versiert nichts schenken.

Simons unerwarteter und scheinbar unmotivierter Weggang verwundert zunächst, kann ein Mensch nur aus Langeweile und familiärem Frust einfach so alles hinter sich lassen? Wohl kaum, aber es dauert ein wenig, bis seine wahren Beweggründe sich offenbaren und wenn man gerade denkt, ihn verstanden zu haben und womöglich sogar Verständnis für sein Handeln aufbringt, kommt der Schlag mit dem Holzhammer. Nein, die Handlung bietet keine dramatische Spannung von Beginn an, aber wenn man sich dem Ende nähert, wird man umso mehr belohnt von den Überraschungen, die der Autor vorbereitet hat und die einem aus dem Nichts treffen.

Hatte mich der Roman rein schon durch die Erzählung der 25 Jahre zwischen Weggang und Wiedersehen begeistern können – interessant entwickelt er die beiden Figuren und stellt sie unablässig vor neue Herausforderungen, hier ganz sicher eine deutliche Steigerung zu früheren Romanen, die mehr auf Action und Spannung setzen – sucht der finale Paukenschlag wirklich seinesgleichen. Immer und immer wieder wird plötzlich innerhalb kürzester Zeit alles infrage gestellt und man muss sein Konzept von dem, was wirklich geschah und die Figuren zu ihrem Handeln motivierte, überdenken.

Ein Thriller der etwas anderen Art, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist, für mich aber gerade wegen der sehr ausgefeilten Figurenzeichnung und dem brillanten Schluss ganz klar aus der Masse herausragt.

Jo Spain – Six Wicked Reasons

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Jo Spain – Six Wicked Reasons

When the long lost son returns after ten years without a word, Frazer Lattimer calls his six children for a family reunion. It is only reluctantly that they return to the family villa in Spanish Cove, all of them had a good reason for leaving. Yet, Adam‘s unexpected knock on the door when they all thought him dead makes them change their mind. However, from the very first minute, underlying suspicions and open hatred dominate the atmosphere and their anger escalates on a boat trip when one of them kills their father. None of them is innocent, but who really hated the old man that much that he or she could kill him?

Jo Spain‘s mystery is a highly suspenseful murder investigation combined with the psychological analysis of a family which is dominated by secrets and lies. Six children with six different fates, a controlling father and a mother who died from the grief over her lost son – there is a lot to discover under the surface of the successful and rich Lattimer clan.

I highly adored how Jo Spain slowly unfolds the secrets around each of the now grown up children. Starting with the murder of their old father, you are highly alert when hearing all their different stories, looking for motives that could lead them so far. The author created individuals who all have their flaws and weaknesses that they try to hide but which ultimately have to come out, so in every new chapter, you have something totally unexpected come to the light adding to the picture of this young and pitiable generation.

Suspense rises slowly the better you get to know the family members and yet, the conspiracy and murder nevertheless came as a surprise to me since it was brilliantly set up and convincingly motivated. A great read in every respect.

Anna-Lou Weatherley – The Stranger’s Wife

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Anna-Lou Weatherley – The Stranger’s Wife

You should never underestimate a woman’s revenge. When her nanny and friend vanishes, Beth decides that – since it all will finally come out anyhow – she can also make the first step herself: she tells her husband Evan that she’s going to leave him for her affair Nick. Evan seems to accept this calmly, they have lived next to each other but hardly with each other for years now, calling this a marriage was embellishing the situation. But he warns his wife that she will be sorry for this step. At that moment, Beth doesn’t have a clue what he means, how powerful her husband actually is and first of all, WHO she has been married to all these years. With her decision to leave him, she has triggered a ball that will send her directly into hell. But Beth is a fighter, much more a fighter than Evan could ever imagine.

Anna-Lou Weatherley’s novel really deserves the title “page-turner”. From the first chapter when the nanny goes missing to the very end: it is a rollercoaster ride of emotional ups and downs that fascinatingly and almost addictively keeps you reading on. The author has created enemies who fight on a very high level – a wonderful read that I enjoyed throughout.

“The Stranger’s Wife” is a psychological thriller combined with some serious issues that make you ponder quite some time after having finished reading it. I totally adored the idea of a woman fighting back, not accepting fate and a bullying husband who knows all the important people and thinks that life runs according to his personal laws. Having his evil character slowly unfold was exciting and frightening at the same time since you always wonder how well you actually know the people around you and how much and what they might hide. Yet, the story also showed that marital abuse and physical as well as psychological violence happens in all social classes, the rich can be affected in the same way as the poor, money does not make a difference when it comes to aggressions.

A marvellous plot with interesting and multifaceted characters, thus I can easily pardon the fact that it needed a kind of coincidence to make everything fall into place. The novel literally absorbed me and I hardly could put it down.

Tanen Jones – The Better Liar

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Tanen Jones – The Better Liar

When her father dies, he leaves a wish in his will that Leslie Flores hasn’t expected: she will only inherit the money if her sister Robin also signs the papers. So she sets out for Las Vegas where Robin is supposed to live. They haven’t talked for a decade and Leslie is all but looking forward to do so now. But when she finally arrives at her sister’s apartment, she finds her dead and apparently, Robin has lived there under a false name. When Leslie makes the acquaintance of young charismatic Mary who dreams of a career as an actress, an idea forms in her head: why not take the woman with her back to Albuquerque and have her play Robin’s role for a couple of days? Nobody has seen her sister for ten years and Mary has some clear resemblance to Robin, so why should anybody become suspicious? It’s is a win-win situation, Mary could take her share of the money and make her start in Hollywood and Leslie would get her part of her father’s inheritance. Mary agrees but soon she realises that the respectable wife and mother also has some secrets she hides.

Tanen Jones’s “The Better Liar” is a highly surprising psychological novel with many unexpected twists and turns. The two protagonists develop from average women into enemies who fight their war on a very high emotional and psychological level. The story is told alternately from their different points of you, thus the reader is always aware of their respective plots and ahead of each character – at least you believe you are, but at certain point you also have to recognise that there are some highly relevant pieces of information they did not reveal to you and this makes things appear in a totally different light.

The novel starts at a rather slow pace with Leslie looking out for her sister and then finding her dead and seeing her father’s money in jeopardy. You wonder why she would take a stranger to her house, especially a house with a very young kid – this seems to be too dangerous, just for the money? Why does she need it, seemingly, she and her husband lead quite a good life. This and the question if she really succeeds with presenting a stranger as her sister seem to be the mystery of the novel, yet, with Mary’s arrival in Albuquerque, the real story slowly unfolds and the plot takes up pace and becomes much more dynamic and gripping.

Tanen Jones wonderfully leads the reader into wrong directions over and over again which I liked a lot. I totally adored how the two women play with each other and was eagerly awaiting the end to see who would finally win their very special game. Yet, some twists lacked a bit plausibility, but from a psychological point of view, a great read.