Camilla Sten – Das Haus der stummen Toten

Camilla Sten – Das Haus der stummen Toten

Eleanor erlebt das, was niemand erleben sollte: als sie ihre Großmutter Vivianne besuchen will, trifft sie auf deren Mörder. Aufgrund ihrer Gesichtsblindheit kann sie den Täter jedoch nicht identifizieren. Monate später ist sie endlich so weit, sich um den Nachlass zu kümmern und fährt gemeinsam mit ihrem Freund und ihrer Tante nach Solhöga, einem Gut, von dem sie noch nie etwas gehört hat. Ein Notar begleitet sie, um den Bestand des Hofs aufzunehmen. Kaum sind sie angekommen, geschehen seltsame Dinge in den alten Gemäuern. Eleanor scheint ihre Großmutter hören zu können, die sie warnt. Und wo steckt eigentlich der Gutsverwalter? Schnell wird gewiss: ihr Gefühl trügt sie nicht: sie schweben in Lebensgefahr.

Der zweite Thriller der schwedischen Autorin Camilla Sten konnte mich restlos von ihrem Talent, das ihr sicherlich auch durch ihre berühmte Mutter Viveca mitgegeben wurde, überzeugen. „Das Haus der stummen Toten“ zeichnet sich durch eine düstere Atmosphäre aus, die einem immer wieder Schaudern lässt. Man ahnt bald schon, dass vieles nicht so ist, wie es scheint, aber woher die Bedrohung tatsächlich kommt, zeigt sich erst spät.

Der Thriller ist perfekt durchorchestriert: der Mord an der Großmutter, der der jungen Protagonistin noch in den Knochen steckt. Dann das düstere Anwesen, das offenbar mit gutem Grund verheimlicht wurde. Ein mysteriöses Tagebuch, das mehr Fragen aufreißt als es Antworten geben könnte und unerklärliche Vorgänge sowie der Schatten einer Person, die sich offenbar in ihrer Nähe befindet und die Fäden immer enger zieht.

Spannung von Beginn an und ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das endlich aufgelöst werden will – ein Psychothriller, wie man ihn sich wünscht.

Marie Rutkoski – Real Easy

Marie Rutkoski – Real Easy

Es ist kein Job, den sich die jungen Frauen ausgesucht haben, aber als Stripperin im Lovely Lady lässt sich nun einmal Geld verdienen. Samantha ermöglicht es, sich tagsüber um Rosie, die Tochter ihres Lebensgefährten zu kümmern, Georgia kann ihre Mutter pflegen. Sie sind keine Freundinnen und doch geben sie aufeinander acht. Als ein neues Mädchen zugedröhnt nach Hause gebracht werden muss, kümmert sich Samantha und bezahlt es mit ihrem Leben. Es gibt einen Mörder, der die Tänzerinnen im Auge hat, die Angst geht um und doch müssen sie weitermachen während Detective Holly Meylin verzweifelt nach Spuren sucht.

Die Professorin für Literaturwissenschaft Marie Rutkoski ist mit Kinder- und Jugendbüchern sowie Science-Fiction bekannt geworden. Der Thriller „Real Easy“ ist ihr erster Roman für Erwachsene, der unzählige Spuren legt und bis zum Ende die spannende Frage nach dem Mörder offen lässt. Ein Überzeugender Roman, der vor allem die Tänzerinnen des Stripclubs nicht auf ihren Job reduziert, sondern die anderen Seiten hervorhebt.

Die Welt des Clubs ist überschaubar, die Regeln sind klar. Den Frauen wird nichts geschenkt und doch machen sie jeden Abend ihren Job, egal wie groß die Demütigungen sind. Einmal dort sind die Chancen auf einen Ausstieg in einen bürgerlichen Job gering. Für die Männer sind sie nur nackte Haut und Projektionen, die Menschen hinter den Bühnenfiguren sehen sie nicht.

In diesem Milieu zu ermitteln ist nicht einfach, zu viele schweigen lieber als dass sie offen das berichten würden, was sie gesehen haben oder wissen. Als Leser hat man dadurch immer wieder einen Vorsprung, wohin dieser führt, ist jedoch unklar. Geschickt legt die Autorin verschiedene Fährten, denen man folgt, nur um dann bald schon wieder eine neue Spur aufzunehmen.

Ein überzeugender Thriller, der vor allem durch interessante und vielschichtige Figuren wie einen überraschenden Spannungsbogen begeistert.

Helene Flood – Die Psychologin

Helene Flood – Die Psychologin

Die 30-jährige Psychologin Sara wohnt mit ihrem Mann Sigurd am Rand von Oslo. In dem Haus, das sie gerade renovieren, hat sie auch ihre Praxis eingerichtet. Leider hat sie nicht so viele Patienten, wie sie sich wünscht, auch Sigurds Architekturbüro läuft nicht wie erwartet, weshalb die Baustelle nicht vorankommt. Als Sigurd mit seinen beiden Schulfreunden ein Wochenende auf einer Hütte verbringen möchte, richtet sich Sara auf zwei gemütliche Tage ein. Alles scheint normal, doch dann erhält sie einen verstörenden Anruf: offenbar ist Sigurd nie in der Hütte angekommen, obwohl er ihr von dort noch eine Sprachnachricht geschickt hatte. Schon kurze Zeit später wird seine Leiche entdeckt – allerdings so gar nicht in der Nähe des geplanten Ausflugsortes. Wo war Sigurd und vor allem: warum?

Der Debütroman der Psychologin Helene Flood war 2019 für den norwegischen Buchhändlerpreis nominiert und schon vor erscheinen in mehr als zwanzig Länder verkauft. „Die Psychologin“ steht in bester Tradition bekannter skandinavischer Thriller: Die Spannung wird nicht durch ausufernde Gewalt oder ein extrem hohes Tempo erschaffen. Im Gegenteil, der ruhige Erzählton lässt das Unbehagen langsam unter die Haut kriechen, mit der Protagonistin fühlt man sich zunehmend unwohl, ohne die geringste Ahnung, woher die Bedrohung kommt. Unerwartete Wendungen und neue Informationen lassen vieles immer wieder in neuem Licht erscheinen, bis man keiner Figur mehr traut – und dann feststellt, dass man doch völlig falsch lag.

Auch wenn Sara der Polizei gegenüber behauptet, dass in ihrer Ehe alles in Ordnung gewesen sei, wird schnell offenkundig, dass die glücklichen Zeiten des Paares schon länger zurücklagen und der Alltag, insbesondere die permanenten finanziellen Sorgen, an ihren Nerven zehren und sie beide zunehmend mit Mikroaggressionen auf einander reagieren. Obwohl Sara als Psychologin eigentlich Fachfrau ist, erkennt sie nicht, wie sehr sie selbst auch unter der Einsamkeit leidet, da sie kaum das Haus verlässt und zu ihren früheren Freundinnen weitgehend den Kontakt verloren hat.

Je klarer das Profil der Protagonistin wird, desto mehr fragt man sich, inwieweit sie sich schon in einer Ausnahmesituation befindet, die ihre Wahrnehmung, Erinnerungen und Einschätzung trübt – und ob sie nicht selbst etwas mit dem Mord zu tun hat. Das Verhalten der Ermittler wirft zudem Fragen auf, sie scheinen zunehmend distanziert und wenig auskunftsfreudig. Seltsame Vorgänge im Haus verstärken die beklemmenden Gefühle, die beim Lesen entstehen. Raffinierte Mörderin oder Opfer einer perfiden Tat?

Helene Flood hat ihren Thriller perfekt orchestriert, wohldosiert verschiebt sich das Bild immer weiter und es sind oft beiläufige Bemerkungen und Informationen, die jedoch entscheidend für die Auflösung werden.

Ein herzlicher Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Autorin und Buch finden sich auf der Seite der Penguin Random House Verlagsgruppe.

Bryony Pearce – Little Rumours

Bryony Pearce – Little Rumours

Exton Cross is the perfect small town to go unnoticed. At least that was what Kelly hoped for when she and her son Joe moved there. But when little Mia, a friend of Joe, vanishes from the playground, her past is threatened to be revealed. While Kelly is still worried about what might have happened, Aleema, Mia’s mother, fears for the worst. She never wanted to leave Manchester in the first place, but with her mother-in-law ill, they thought it was the best. And now her daughter is missing. Naomi on the contrast, has always lived there, she knows everything about everybody – at least she thinks so. Even though she is worried about the girl, she is also eager to protect her neighbourhood from foreigners and her lifelong friend who recently moved back will help her.

Bryony Pearce’s psychological thriller incorporates everything I hate about rural or small town life: your neighbours not only eye every step you take and nothing remains private. Gossip is part of everyday life and everybody knows everything about each other. As a newcomer, you will never fit in, the ranks are closed and the locals will speculate and spread rumours without hesitation, especially if you differ. The story is told alternatingly from the three women’s point of view thus illustrating how their “Little Rumours” come to life, are spread and what they do to those they affect.

I totally adored the thriller. First of all, the mystery about the vanished girl is not easy to solve, even though at some point, characters tend to become suspicious, there are several leads all likewise probable. Second, I love to hate those small town characters like Naomi, limited in their world-view they spring at anything unknown and believe themselves right in any respect not perceiving what harm they cause. Third, the female characters could hardly differ more. They are well portrayed, each unique in their struggles and fears and thus, it is easy to follow their line of thoughts. You quickly come to form an opinion about the characters and then, while reading, you have to modify your views since they are more complex than you gave them credit for in the first place.

A suspenseful thriller with some unexpected twists and a modern day witch hunt of the evilest type.

David Lagercrantz – Der Mann aus dem Schatten

David Lagercrantz – Der Mann aus dem Schatten

Nach dem Fußballspiel einer Jugendmannschaft wird der Schiedsrichter Jamal Kabir erschlag in einem benachbarten Wäldchen aufgefunden. Der Verdacht fällt schnell auf einen Vater, der schon während des Spiels ein erhitztes Gemüt gezeigt hat und im Viertel für seine Ausbrüche bekannt ist. Einzig die Beweise oder ein Geständnis fehlen der Polizei, weshalb Micaela Vargas ins Team der Mordermittlung geholt wird. Sie stammt aus demselben Viertel wie der Verdächtige und kennt diesen seit Kindheitstagen; vielleicht kann sie ihn dazu bewegen, die Tat zu gestehen. Micaela kommen jedoch schnell Zweifel, die noch verstärkt werden, nachdem die Polizei den berühmten Psychologen Hans Rekke hinzuzieht. Die junge Polizistin will den Fall aufklären, stößt aber bald auf Widerstände und wird schließlich ganz abgezogen. Scheinbar hat sie die richtigen, aber unerwünschten Fragen gestellt.

Der Journalist und Autor David Lagercrantz konnte mich mit seinen Fortsetzungen der Stieg Larsson Reihe um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist bereits begeistern. „Der Mann aus dem Schatten“ ist die Eröffnung seiner Reihe um den manisch-depressiven Psychologen Hans Rekke und die unerschrockene Ermittlerin Micaela Vargas. Auch wenn der erste Fall in sich abgeschlossen sind, sind doch schon viele Hinweise angelegt, die sogleich neugierig auf die folgenden Bände machen.

Lagercrantz lässt seine Handlung um Jahr 2003 starten, was zunächst verwundert, im Laufe der Geschichte enthüllt sich jedoch, dass sie in einem damals aktuellen politischen Kontext steht und weit über den kleinen Sportplatz in Stockholms Außenbezirk hinausgeht. Das bedauernswerte Opfer, ein aus Afghanistan Geflüchteter, hatte sich scheinbar gut in Schweden eingelebt und sich im Jugendsport engagiert. Dass ein väterlicher Ausraster zu so einer Tat führt, kann schnell verworfen werden. Nun jedoch stellt sich die Frage, ob Jamal Kabir wirklich der Mann war, wie ihn alle kannten.

Die beiden Protagonisten Micaela und Hans könnten gegensätzlicher kaum sein, was sie zu einem nicht unkomplizierten, aber sich hervorragend ergänzenden Team macht. Beide sind mit interessanten Charakterzügen ausgestattet und haben komplexe Familiengeschichten im Hintergrund, die noch viel Raum für Entwicklungen bieten. Mich konnten sie beide unmittelbar für sich gewinnen.

Der Schlüssel zur Lösung des Falls ist nicht leicht zu finden und Lagercrantz integriert geschickt psychologische Aspekte, die durch Rekke eingebracht werden, wie auch die politisch brisante Lage, die durch US-amerikanische Operation „Enduring Freedom“ in Afghanistan ausgelöst wurde. Micaela hingegen ist die Figur, die zwischen den unterschiedlichen Welten der verschiedenen Gesellschaftsschichten wandert und ein feines Gespür für Zwischentöne zeigt und unerschrocken für die Wahrheit kämpft.

Ein packender Politthriller, der fraglos Lust auf weitere Bände der Reihe macht.

Ein herzlicher Dank geht an das Blogger Portal und die Penguin Random House Verlagsgruppe. Mehr Informationen zu Autor und Buch finden sich auf der Verlagsseite.

Ruth Ware – Hinter diesen Türen

Ruth Ware – Hinter diesen Türen

Als Rowan die Stellenanzeige sieht, erkennt sie die Chance ihrem Londoner Leben zu entfliehen. Statt der Kita und dem täglichen Stress mit den Kolleginnen könnte sie auf einem herrschaftlichen Landsitz in Schottland die Töchter eines vermögenden Architektenpaars betreuen. Sie hat nicht zu hoffen gewagt und dann erfüllt sich der Traum. Doch der stellt sich bald schon als Alptraum heraus und Rowan findet sich im Gefängnis wieder. Dort schreibt sie sich alles von der Seele, was sich in den nur wenigen Tagen bei der Familie zugetragen hat und so dramatisch endete.

Ruth Ware konnte mich bereits mit mehreren spannenden Romanen hervorragend unterhalten, auch „Hinter diesen Türen“ konnte die hohen Erwartungen erfüllen. Interessant ist die Gestaltung der Handlung als Brief an einen Anwalt, man erhält als Leser nur die subjektive Perspektive der Protagonistin und weiß, dass es schlimm enden wird. Schon durch dieses Setting wird die spannende Frage aufgeworfen, was geschehen ist. Durch geschicktes Foreshadowing werden immer wieder kleine Andeutungen geboten, die einem spekulieren und mitfiebern lassen.

Geradezu klassisch für einen Krimi oder Thriller ist der Handlungsort. Das alte Haus mit geheimen Räumen und gespenstiger Vergangenheit, die als Legenden und Mythen von den Dorfbewohnern gepflegt wird. Nächtliche Geräusche, die sich nicht deuten lassen, führen bei Rowan schnell zum nervlichen Ausnahmezustand. Im krassen Gegensatz dazu die hochmoderne Technik, mit der die Architekten das Haus ausgestattet haben, die jedoch auch wie von Geisterhand gesteuert scheint.

Die Kinderbetreuung gerät in den Hintergrund und doch, irgendetwas stimmt mit den Mädchen nicht. Merkwürdige Szenen spielt Rowan immer wieder im Kopf durch, auch die Andeutungen bezüglich Maddie lassen sie stutzen. Aber können Kinder hinter einer so perfiden Verschwörung stecken?

Alles wird nur aus Rowans Sicht erzählt. Wieso glaubt die Polizei ihr ihre Unschuld nicht? Dem Leser erscheint sie als sympathische junge Frau, die eigentlich nur das Beste für die Kinder will. Womöglich, weil auch sie nicht die unschuldige Nanny ist, die sie uns zunächst verkaufen will. Denn ihre Fassade bekommt bald schon Risse, die sich zu Abgründen weiten.

Ein Roman, in dem nichts ist, was es scheint. Gespickt mit vielen Spukszenen, die an klassische Gothic Horror Geschichten erinnern und zusammen mit dem cleveren Spannungsbogen einen runden und unterhaltsamen Thriller ergeben.

Julia Dahl – The Missing Hours

When Claudia wakes up, she cannot remember the past hours. When she looks in the mirror, she hardly can recognise the girl she sees. Obviously, something really bad has happened, her body can tell it, she, however, does not know what it is. She is afraid that somebody at her dorm might see her in that state, luckily it is spring break and most of her fellow students at NYU are gone, just one boy seems to be there. When Trevor sees her, he knows that the girl needs help, yet, the girl is Claudia Castro, super rich and an Instagram famous artist. But that doesn’t count, when somebody is in need, you help. And that’s what Trevor does – not knowing in what a mess all this is going to end.

“The Missing Hours” is a dark novel about the one of the nastiest crimes imaginable. Julia Dahl opens the plot with the big question about what might have happened, once this is answered, the next question follows: why? But then it becomes much more interesting to observe what the experience does to Claudia. She has been assaulted, that much is obvious, and quite often, there are only two options: either the victim withdraws completely blaming herself for what has been done to her or she fights her assailant. The author interestingly chooses to go both ways turning the novel into an intense and gripping read.

The plot is mainly driven by emotion – (unrequited) love, hatred, vindictiveness, but also despair and loneliness. The characters go through challenging times and emotions that they are unable to control, too young and unexperienced they make choices which turn out to be totally wrong, but in their state of being blinded by their feelings, the cannot respond in any other way. It is easy to understand what they do and why they do it, even if you know that nothing good can come from it.

On the other hand, the novel also raises the question about who is there when you are in need. Quite normally, it should be your family, but things are complicated with Claudia’s parents and her sister is about to give birth and surely has other things to care about. Sometimes a stranger can be your saviour, not being too close might be the best for a complicated situation.

What I really liked about the novel is how the protagonist’s conflicting thoughts are conveyed. She feels ashamed, blamed herself, is worried about what might people think of her even though she obviously is the victim. She is educated, knows exactly what to do in such a case and yet, decides not to do what is recommended. As a reader, you can see why she acts in that way and is nevertheless struggling with her choice.

A fast paced thriller which has a lot more depth than one might have expected.

Claire McGowan – I Know You

Claire McGowan – I Know You

When teenager Casey Adams leaves for Los Angeles, she hopes that her job as a nanny with a Hollywood film maker will be the first step in a career. Yet, David is hardly at home and his wife Abby is not only frustrated as she does not get any acting offers anymore but also totally unable to cope with her two kids, 5-year-old Madison and baby Carson. All is left to Casey who herself struggles with the tasks being young and unexperienced with kids. Things develop in the worst imaginable way ending in a family drama. Twenty years later in England, Rachel finds herself accused of the murder of her boy-friend’s wife. All evidence is against her, why did she run when she accidentally stumbled over the body in the woods and not call the police? Rachel has a reason to stay away from murder as she knows how death row feels.

Claire McGowan has created another highly suspenseful and complex psychological thriller. Casey’s and Rachel’s story alternate, it only takes a couple of pages to realise how they are linked and why the two plot lines are connected over such a long time and two quite unalike places. Both murder cases are interesting to follow even though they could hardly be more different and the fact that there is a common ground gives it a little extra of suspense.

It is easy to comprehend Casey’s feeling of exhaustion as she is not really prepared for her job as a nanny. Working for a glamorous family sounded great only on paper, reality hits her hard, but she has a good heart and tries to do what is best for the kids. It takes some time for her to understand the underlying mechanics of the family, that David and Abby’s relationship is going down the plughole and that all she can do is make sure the kids are all right. Until they aren’t anymore. Being accused of multiple murder, nobody wants to believe her, that is the hardest part of the story because you can easily empathise with her despair in telling them about her innocence without being heard. Yet, there are some gaps in her story and the question is looming if she can actually be believed.

Rachel on the other hand, is a lot stronger but nevertheless also a prime suspect whom everybody turns their back to when the police start to question her. She is also alone and tries to prove her innocence. It is obvious that somebody tries to frame her, the big question is just: who would want to do such a thing and why?

A great read that I totally adored. Two wonderful protagonists who are multifaceted in their character traits and a suspenseful plot which brilliantly links the two stories.

Nicole Trope – The Mother’s Fault

Nicole Trope – The Mother’s Fault

Even though Beverly is rather young for a mother, she has done the best in raising her son Riley the past eight years. Partners have been in the picture but whenever they got too close, she withdrew in her cocoon. But now, Ethan does not seem to accept her decision and by sending expensive toys tries to win Riley’s favour. However, Beverly is mistaken, the anonymous presents are from somebody else, somebody who has been searching her and who is watching her now, waiting for the best moment to strike. Somebody who knows her past and above all, the secret she has successfully hidden for years. Finally, her luck seems to come to an end and she is not only threatened to be exposed but also to lose the most precious thing of her life: her son.

Nicole Trope has wonderfully plotted the action in her thriller so that the reader is immediately gripped. By alternating the chapters’ focus, we are presented with different points of view that fuel speculation about who is this unnamed observer, what is this person up to and, first and foremost, what is Beverly hiding? I totally adored hypothesising about these questions, running in the wrong directions while the conflict slowly unfolds and heads towards a climax.

Beverly is a character you are fond of instantly. She is a lot younger than the other mothers and feels inferior not only due to her age but also senses that she needs to do better than the fellow moms to avoid being looked down on. Being a single parent is hard enough, for her, the pressure put on her from the outside makes it even harder. She only wants the best for Riley and is willing to put her personal luck second which is quite a compassionate attitude. That she becomes the focus of a villain seems unfair even though you are aware from the beginning that she, too, has some secrets which might be rather nasty.

A brilliantly crafted psychological thriller with some unexpected turns that kept me riveted from the beginning to the end.

Max Seeck – The Ice Coven

Max Seeck – The Ice Coven

The disappearance of a famous blogger does not seem to be a too interesting case for Jessica Niemi and her team of Helsinki police. After a big music business event, she did not come home and has since vanished into thin air. Her roommate also cannot contribute anything to Lisa Yamamoto’s whereabouts. When the body of a Ukrainian prostitute in Manga clothing is washed ashore, the investigators do not link the two events immediately, but, bit by bit, they untangle the complex web and soon find themselves confronted with a network of ill doings which goes far beyond the city limits. While working on the most challenging case of her career, Jessica is still mourning the loss of her former boss and friend while Erne’s successor openly hates and threatens to expose her, thus destroying her carefully constructed life.

Already in the first case for Jessica Niemi, Max Seeck masterfully crafted a highly complex plot which was great to follow as a reader. “The Ice Coven”, too, seems to be not too mystifying at the beginning but then it slowly unfolds its whole potential and turns into a high-paced thriller. The short chapters add to the suspense which rises and only climaxes at the very end even though long before you were fooled to believe you know what is going on.

Apart from the crime story, the book’s most outstanding element is the protagonist. Being familiar with the first instalment, you already know her backstory, the things she hides from her colleagues and the demons that haunt her. Still, there are some white spaces to be discovered in further stories which I am eagerly looking for.

A multi-layered thriller which is hard to put down once you started.