Olivier Adam – Les roches rouges

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Olivier Adam – Les roches rouges

Leila aime Antoine, Antoine aime Leila. Mais Leila est mariée à Alex qui ne va certainement pas partager son épouse et mère de leur fils avec quelqu’un d’autre. Quand Alex blesse Antoine gravement, celui-ci et Leila savent qu’ils ni peuvent et ni veulent continuer ainsi, une affaire clandestine, toujours en peur, toujours cachés. Mais, ils savent aussi qu’il leur faut parler franchement comme tous les deux ont menti à l’autre. Antoine n’est pas musicien et il n’a que 18 ans, Leila n’a pas 26 ans, mais 21 et soudain, il se retrouvent en fuite ne sachant où aller. Loin de Paris, ils passent quelques jours de joie sans peur, mais leur petit bonheur ne va pas durer longtemps.

Olivier Adam raconte l’histoire en alternant les perspectives de Leila et d’Antoine. Ainsi, on sait ce qu’ils ressentent et, beaucoup plutôt que les personnages, on connaît leurs secrets et tout ce qu’ils ont caché l’un de l’autre. Avant tout, c’est l’histoire de deux jeunes, majeurs de l’âge, mais enfants à l’intérieur. Tous les deux ont fait des expériences qui les ont fait dérailler de vie, perdre de vue leurs buts et rêves, et aussi perdre un peu la motivation de vie. Ensemble, ils commencent à regagner du courage, mais ni l’un ni l’autre sache comment ça se fait: vivre une vie tout à fait normale, aller au travail, renter le soi, aimer son conjoint, parfois partir en vacances. C’est cette vie simple dont ils rêvent.

J’ai aimé suivre le destin des deux jeunes qui sont tombés dans une situation dans le vouloir et sans pouvoir empêcher le pire. Il est clair du début que leur petite affaire ne va pas se terminer en bonheur, ils ne sont pas ceux qui le bonheur croise par hasard. Ce qui est vraiment dur à supporter c’est qu’il y aurait eu des possibilités de les soutenir dans la vie, de prévenir le chaos dans lequel ils se trouvent, de les aider à atteindre leur buts simples et modestes.

Une histoire qui donne à réfléchir, racontée d’un ton mélancolique qui révèles les faiblesses et les vulnérabilités de jeunes gens entre être enfant et adulte.

Olivier Adam – Die Summe aller Möglichkeiten

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Olivier Adam – Die Summe aller Möglichkeiten

Zweiundzwanzig Figuren, deren Wege sich im L’Estérel im Hinterland der Côte d’Azur kreuzen. Antoine, großes Fussballtalent, der jedoch an seinem unkontrollierten Temperament immer wieder scheitert und beruflich sowie im Privatleben nicht auf einen grünen Zweig kommt. Mit Baseballschlägern niedergeknüppelt und beinahe tot wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Freund Jeff scheint etwas zu wissen, ist aber selbst vor Angst wie gelähmt. Antoines Schwester Louise hat andere Sorgen, sie will nicht mehr länger die Ersatzmutter für ihn spielen. Die Mutter seines Sohnes Nino, Marion, ist zwar in einer neuen Partnerschaft, kann jedoch die noch vorhandenen Gefühle für ihren Ex nicht leugnen. Im Krankenhaus liegt auch Paul, der gerade seine geliebte Hélène verloren hat, dabei wollte er doch mit ihr in den Tod gehen. Ebenso wie Léa, deren Eltern sie seit Monaten vergeblich suchten. Die Polizei hat viel zu tun, nicht nur der Überfall auf Antoine wirft Fragen auch, auch ein Einbruch und das mysteriöse Verschwinden gleich mehrerer Bewohner stellt sie vor Rätsel.

Die Figuren geben sich buchstäblich den Staffelstab in die Hand. Nacheinander begegnen sie sich und erzählen ihre Geschichten und Sichtweisen. Antoine beginnt, bevor er an Marion übergibt, die bei ihrem Job im Hotel dem alten Ehepaar Paul und Hélène begegnet. So setzt sich die Geschichte fort, bis sie wieder mit Antoine beschlossen wird. Durch die unterschiedlichen Perspektiven ergeben die einzelnen Kapitel erst zusammen eine vollständige Geschichte.

„Das ist das Problem mit dem Leben, dachte Antoine. Dasjenige, das man hat, ist immer zu eng, und das, das man gerne hätte, ist zu groß, um es sich auch nur vorzustellen. Die Summe aller Möglichkeiten ist das Unendliche, das gegen null tendiert.“ Alle Figuren haben in ihrem Leben ihre Träume nicht verwirklichen könne. Sie haben Entscheidungen für und gegen etwas getroffen und sinnieren darüber nach, wie es auch, womöglich besser hätte sei. können. Zum Beispiel als erfolgreicher Fußballer, oder mit einem anderen Partner, oder ohne einen Schicksalsschlag. Das Leben, das sie ihres nennen, führt zu Frustration, Langeweile, Verzweiflung. Doch einen Ausweg gibt es nicht, sie haben nur das eine. Und andere Möglichkeiten bieten sich nicht mehr, dafür ist zu viel passiert.

Neben einer Sozialstudie des gesellschaftlichen Randes, der Kriminellen, der Gescheiterten, derjenigen mit mehreren Jobs, um zu überleben, bleibt auch eine gewisse Spannung nicht aus, denn die Frage, was mit Antoine geschehen ist, wer ihn aus welchem Grund beinahe ermordet hätte, zieht sich durch das Buch, wenn sie auch nicht stringent verfolgt wird. Die Auflösung ist symptomatisch für das Leben der Figuren und daher ausgesprochen passend und logisch.

Der Roman überzeugt aufgrund zweierlei Aspekte: die Form der Konstruktion ist ungewöhnlich und erfordert einen exakten Plan, um am Ende in dieser Weise aufzugehen und stimmig zu werden. Die Figurenzeichnung schafft die Balance, den einzelnen Charakteren eine Stimme zu verleihen ohne Mitleid zu erregen, obwohl die meisten in irgendeiner Form Verlierer sind, und ohne sie für ihr Leben zu verachten, auch wenn sie für vieles an ihrer aktuellen Situation selbst Verantwortung tragen. Alles in allem hat Olivier Adam erneut die hohen Erwartungen erfüllen können.