Catherine Ryan Howard – Rewind

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Catherine Ryan Howard – Rewind

Andrew, manager of Shanamore Cottages, does not trust his eyes when he watches the camera he secretly installed in the bedroom of the cottages: his only guest has just been murdered. Yet, he surely cannot call the police but has to cope with the situation. Rewind. Strange things seem to happen in the life of influencer Natalie. However, her husband Mike does not believe her, supposedly because he himself is behind it all. He not only seems to have an affair but also wants her to believe that she has gone nuts. The key to it all seems to lie in the cottages where her obviously spent several days, so she packs her bag and spontaneously goes there. She knows immediately that this has been a mistake, the place is not only remote but more than literally abandoned in November and the people out there more than creepy. She does not know how correct her assessment of the place is and how wrong she was about the connection between this village and herself.

I have read Catherine Ryan Howard’s former novel “The Liar’s Girls” about Dublin’s Canal Killer and had liked it a lot. That’s why I was eager to read another of her thrillers and I wasn’t disappointed. Again, she starts with a murder and the reader has to figure out how this character ended up killed. “Rewind” is cleverly constructed and it takes some time to connect the dots and to make sense of it all. Yet, suspense does not decline once you see through the plot as there is still a chance that the actual culprit might simply walk away without ever being discovered and charged.

What I found strongest apart from the carefully composed plot, was the atmosphere the author creates. The small village of Shanamore really gives you the creeps only when reading about it. This place – added the time of the year, November, which is in itself often spine-chilling due to the cold and darkness – is perfect for hideous murders and you wouldn’t expect anybody else than weird and dubious characters walking around there. But also the action taking place in Dublin that makes Natalie feel increasingly hesitant and insecure about herself adds to the overall frightening ambiance of the novel.

Catherine Ryan Howard provides a lot of wrong leads that make you readjust the picture again and again and ponder how all can possibly fit into the picture. The solution is plausible and does not leave any question unanswered. “Rewind” is a perfect page-turner that I read in just one sitting since it hooked me immediately.

Catherine Ryan Howard – Ich bringe dir die Nacht

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Catherine Ryan Howard – Ich bringe dir die Nacht

Nichts hat Alison weniger erwartet als Besuch von der Polizei. Von der irischen Polizei und das, wo sie seit zehn Jahren in den Niederlanden lebt. Nach den schrecklichen Vorfällen war sie geflohen und hat sich mühsam ein neues Leben aufgebaut und versucht zu vergessen. Doch jetzt beginnt alles scheinbar von Neuem. Der so genannte Kanalkiller von Dublin hat wieder zugeschlagen, aber eigentlich sitzt dieser doch im Gefängnis? Sie selbst hatte auch keine Zweifel mehr an der Schuld ihres Freundes Will, nachdem dieser die Morde an den Studentinnen gestanden hatte. Doch nun werfen die neuerlichen Tötungen Fragen auf und Will möchte reden, aber nur mit einer einzigen Person: mit Alison. Ist er womöglich doch unschuldig?

Catherine Ryan Howards zweiter Krimi war einer der erfolgreichsten Titel im angloamerikanischen Raum 2018. Es braucht nur wenige Seiten, um dies nachvollziehen zu können: die Autorin packt einem vom ersten Moment und man ist derart gefesselt von der Geschichte, dass man den Roman kaum beiseite legen möchte. Ein Thriller, der zwar durchaus bekannte Muster zeigt, aber dennoch überraschen kann und unerwartete Wendungen aufbietet.

Auf zwei Zeitebenen werden die Ereignisse der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Interessant dabei bleibt, dass manche der Figuren doch so zweideutig und vage bleiben, dass man bis zur letzten Seite nicht sicher ist, ob man ihnen trauen kann oder ob sie ein falsches Spiel spielen. Die Protagonistin Alison bleibt dabei als 19-jährige Studentin etwas unbedarft und naiv und ist auch zehn Jahre später nicht viel weiter. Nichtsdestotrotz trägt die Figur die Handlung überzeugend und man kann ihr emotionales Hin-und-Hergerissen-sein sehr gut nachvollziehen.

Der Fall ist plausibel konstruiert und clever spielt die Autorin mit den Wissenslücken und voreiligen Deutungen der Figuren, um so nicht nur ihre Charaktere in zweifelhaftem Licht erscheinen zu lassen, sondern auch dem Leser einige Fährten zu legen, denen man bereitwillig folgt.

Kein Thriller, der an die Grenzen der Nervenanspannung geht, aber der Schreibstil hält die Ungeduld und Vorahnung konstant oben und lässt sowohl das Setting wie auch die Figuren authentisch und glaubhaft wirken. Es braucht keine brutalen Szenen mit detailreichen Schilderungen von Verletzungen und dem Aussehen der Leichen, um spannungsreich gut zu unterhalten.

Ein herzlicher Dank geht an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. Mehr Informationen zu Autorin und Buch finden sich auf der Verlagsseite.