Claire McGowan – The Push

Claire McGowan – The Push

What do good parents do before the baby arrives? They prepare. And what could be better than a prenatal baby group? This is how six very different couples meet. Monica and Ed are already a bit older, but obviously they have everything under control and quickly take over the lead. Kelly is by far the youngest, insecure while her boyfriend and the baby’s father, Ryan, is mainly absent. Anita and Jeremy cannot have a baby but have planned an adoption, whereas Hazel and Cathy opted for a donor. Aisha and Rahul keep mainly to themselves while Jax feels judged since she is more than ten years the senior of her partner Aaron. Nina is leading the group and preparing the future parents for the upcoming events. Yet, what they a not prepared for is a fatality at their baby welcoming barbecue.

I have been a huge fan of Claire McGowan’s novels for quite some time and also her latest mystery did not disappoint me. A very diverse set of characters who all have their secrets they try to hide from the others but who, ultimately, have to give up and face reality. Narrated alternatingly between the time of the prenatal course and the eventful barbecue, we get to know the characters at two different points of time which is especially interesting because so much happens in between and, as a reader, you have to put together the single bits and pieces. Plus, it takes some time just to figure out what exactly happened during the barbecue and who the victim actually is.

What I admired most was how the characters were created and how each becomes a lively and authentic individual. Even though the number is quite high, they all get some specific traits and secrets which make them not only interesting but add to the overall suspense. There is a murder case but much more interestingly is to figure out the characters‘ little white or big fat lies.

At the same time, the author shows all the fears and insecurities which come with becoming a parent for the first time. A constant feeling of not being good enough and not caring enough accompanies the future mothers. The group pressure in the supposedly help group also plays an important role, some just seem to always be at the head of the class while others always fail. Much more than supportive, the group becomes highly competitive.

I thoroughly enjoyed the read, a perfect page-turner for me which brilliantly combines suspense with sarcastic humour and also serious moments.

Liane Moriarty – Truly Madly Guilty

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Liane Moriarty – Truly Madly Guilty

Schon seit ihrer Kindheit sind Clementine und Erika befreundet. Doch das, was sie Freundschaft nennen, gleicht mehr einer seltsamen Abhängigkeit, die einst von Clementines Mutter auferlegt wurde: da Erika aus einem armen und schwierigen Elternhaus kam, musste Clementine mit ihr befreundet sein. Erika bewunderte sie und ihre Familie, was durchaus schmeichelhaft war. Doch nun wird ihre Freundschaft vor eine schwere Probe gestellt: erst die Bitte, von Erika und ihrem Mann Oliver völlig unvorbereitet geäußert, und dann die Ereignisse am selben Abend, als sie bei Erikas Nachbarn Vid und Tiffany zum Grillen eingeladen waren und ein dramatisches Ereignis die gelöste Stimmung schlagartig durchbrach.

Liane Moriarty konnte mich vor einigen Jahren mit „Little Lies“ unglaublich faszinieren, der zweiten Roman, den ich von ihr gelesen habe – „The Husband’s Secret“ –, konnte schon nicht mehr an das Debut nicht heranreichen und leider hat mich auch „Truly Madly Guilty“ nicht ganz gewinnen können. Womöglich liegt es daran, dass die Autorin sehr auf ein Erzählschema festgelegt ist, das beim dritten Versuch nicht mehr so überzeugen kann wie beim ersten. Auch in diesem Roman gibt es wieder zwei Erzählzeitpunkte, die eine am Tag des dramatischen, alles verändernden Ereignisses, die zweite danach bzw. auch davor in der Erinnerung daran, wie die Dinge waren, bevor es dazu kam. Alles läuft auf den einen Moment in der Handlung hinaus, der sehnsüchtig erwartet wird.

Hier genau lag für mich bei dem Roman eines der Probleme: das Hinauszögern soll die Spannung steigern, funktioniert auch bis zu einem gewissen Maße, ist dies jedoch ausgereizt, wird es nur noch nervig und man wünscht sich sehnsüchtig, endlich die erlösende Stelle zu erreichen. Es war einfach keine Spannung und gebannte Erwartung mehr da, zu sehr ging mir das künstliche immer wieder Verschieben auf die Nerven. Die Idee, kleine Zwischenhöhenpunkte einzuschieben, war durchaus nicht schlecht, aber so entsteht auch der Eindruck, zu viel in einen Roman gelegt zu haben, was am Ende auch als Fazit bleibt. Ein Drama hätte gereicht, das hätte die Handlung auch gestrafft und so die Spannung besser abgestimmt.

Hinzu kamen die Figuren, von denen leider keine als wirklicher Sympathieträger taugt. Man hatte bisweilen den Eindruck, dass die Autorin ihre Figuren hasst, so sehr werden sie alle immer wieder durch ihre Fehler und Unzulänglichkeiten charakterisiert: Oliver und Erika sind kleinkariert, besserwisserisch und extrem angepasst; ihre Nachbarn Vid und Tiffany das extreme Gegenteil, wobei ihr protziger Reichtum und die Vernachlässigung der Tochter auch keine Pluspunkte bringen; Clementine und ihr Ehemann bestechen durch andauernde Gereiztheit und Streitigkeiten, die nur schwer zu ertragen sind.

So wird die durchaus überzeugende Grundidee zu einer Tour de Force, die sich nur sehr langsam dem Ziel entgegenschleppt.