Joshua Foer et al. – Atlas Obscura

Joshua Foer/Ella Morton/Dylan Thuras – Atlas Obscura

Kuriose und abgelegene Orte, die man nicht in den üblichen Reiseführern findet, wollten Joshua Foer, Ella Morton und Dylan Thuras in ihrem „Atlas Obscura“ versammeln. Entstanden ist ein Sammelsurium an Naturschauspielen, Menschheitsgeschichte und Erfindungsreichtum, das Seinesgleichen sucht. Über alle fünf Kontinente sowie die Antarktis listen die Autoren beeindruckende Bauwerke, Naturschauspiele, Eigentümlichkeiten und herausragende individuelle Leistungen auf, die eine andere Geschichte der Welt und der Menschen erzählen.

Geschichten zum Gruseln, ebenso wie zum Staunen reißen kurzweilig den jeweiligen Hintergrund an. Von Friedhöfen, unterirdischen Tunnelsystemen und verlassenen Städten berichten sie ebenso wie von nicht erklärlichen Naturschauspielen und Gesteinsformationen, exotischen Pflanzen und beeindruckenden Tieren. So verschieden die Landschaften und Kulturen sind, so abwechslungsreich die ausgewählten Attraktionen, die nicht zum Besuch alle einladen, wie etwa der Kernreaktor von Tschernobyl, oder die zwischenzeitlich dank menschlicher Zerstörungswut schon nicht mehr existieren. Es sind jedoch nicht immer ferne Orte, an denen es etwas Wundersames zu entdecken gibt, auch in Europa gibt es offenkundig viele verborgene Schätze.

Ein klassisches Coffee-Table-Book, das man nicht von vorne nach hinten liest, sondern das man immer wieder zu Hand nimmt, willkürlich aufschlägt und neues Mosaiksteinchen der Welt erblickt.