Adrian Langenscheid – True Crime Schweden. Wahre Verbrechen

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Adrian Langenscheid – True Crime Schweden. Wahre Verbrechen

Achtzehn True Crime Geschichten aus Schweden hat Adrian Langenscheid zusammengetragen. Sowohl die Art der Verbrechen wie auch Orte und Zeitraum sind sehr verschieden, so dass einem in jedem Kapitel ein neuer Abgrund der menschlichen Seele erwartet. Gemeinsam haben sie nur die Tatsache, dass sie sich alle in Schweden zugetragen haben. Es finden sich darunter prominente Fälle wie jener, der dem Stockholm Syndrom den Namen gab, aber auch andere Verbrechen, die es nicht über die Grenze geschafft haben. Inhaltlich abwechslungsreich, ansonsten nach dem bewährten Muster, wie es sich hauptsächlich in Podcasts findet.

Genau diese Nähe zeigt sich auch im Buch. Was hörbar vielfach von Laien zusammen- und vorgetragen wird und auch einen entsprechenden unprofessionellen Charme hat, kann mich in Buchform so gar nicht überzeugen. Text, der sich stark an gesprochener Sprache orientiert und zahlreiche Redundanzen aufweist, die beim Hören nützlich sein können, beim Lesen eher nerven, wird auf Dauer anstrengend. Zudem kommen die laienhaften psychologischen Ferndiagnosen, die noch dazu zum Teil fachlich grob falsch sind, kann ich Hobby-Podcastern schon mal verzeihen, aber bei gedruckten Büchern fällt mir das nennenswert schwerer. Gelegentlich mal eine True Crime Folge hören, gerne wieder, geballt in Buchform in oft holpriger und unpräziser Sprache und gewagten Diagnosen und Thesen, eher ein einmaliger Versuch.