Fiona Neill – Beneath the Surface

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Fiona Neill – Beneath the Surface

One second, Lilly Vermuyden is sitting in her English class, the next she is lying on the floor convulsing uncontrollably. What’s wrong with the 17-year-old teenager? The doctors take test after test but do not seem to come closer to the cause for her seizure. Rumours start spreading and Lilly’s mother Grace totally freaks out. How could she not protect her daughter? Only Lilly’s younger sister Mia seems to know what is going on: archaeological excavations close to their home must have evoked evil spirits who now haunt the living. Mia gets totally worked up in her theory and behaves even stranger than normal calling her teachers into action. Life in the well-ordered Vermuyden household is close to collapsing and thus, well-hidden secrets threaten to be uncovered.

Fiona Neill’s novel sounded intriguing and actually it mixes quite some enthralling aspects: a family in which everybody seems to be on the watch in order to keep their secrets, a young girl totally immersed in Anglo-Saxon history and fascinated by spooky tales, and a medical incident that seems to be too complicated to find an easy explanation. Yet, somehow I couldn’t really connect to the story.

The story mainly lives on the characters who were multi-faceted and interestingly drawn. First and foremost, Lilly who is a typical teenager who hides her private life from her parents since she does not want to destroy the picture they have of her. She tries to please her mother und fulfil the expectations but can only fail here. There is some mystery about what happened that made her collapse that keeps suspense high throughout the plot. Her mother, on the other hand, is quite unsympathetic since she is a total control freak who does not grant her golden girl one millimetre of free space. There is a reason for her behaviour, yet, this is only inserted in a very brief excursus and thus remains too superficial to make her a really remarkable and complex character. Admittedly, I soon got totally annoyed with Mia. For quite some time I was wondering if she is somehow autistic since she doesn’t seem to understand how she tramples on the other characters’ feelings. Then, I thought she was rather precocious before I came to the conclusion that she is simply an entirely malignant egoistic young person.  The father, Patrick, ended up deeply in debt and so weak that the story could have been told without him.

There are some major questions raised about family life, parenting, growing-up and how much privacy is healthy for people close to each other. It all adds up in the end, yet, somehow, I had the impression that a bit more focus on one or a maximum of two characters would have been better.

Martin Barkawitz: SoKo Hamburg: Die tote Unschuld

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Martin Barkawitz: SoKo Hamburg: Die tote Unschuld

Aus der Reihe: so viel Unfug in nur einer Geschichte… Im Hamburger Stadtpark wird die Leiche der jungen Julia Sander gefunden. Für den leitenden Ermittler ist klar: ein Serienmörder treibt sein Unwesen, für Oberkommissarin Heike Stein jedoch liegt der Schlüssel zum Mörder bei der Getöteten. Zusammen mit Kollege Ben Walken wird ihr der Fall übertragen, doch schnell schon legt sich die Polizistin mit mächtigen Männern an und wird zurückgepfiffen. Weitere Schüsse fallen, die Opfer sind jedoch lediglich verletzt, nach dem präzisen Schuss auf Julia Sander eher untypisch für einen Profi. Eifrig ermittelt Heike Stein weiter, auch gegen ihre Vorgesetzten.

Das Hörbuch besticht gleich durch mehrere Auffälligkeiten: Inkompetenz und Sinnfreiheit bei den Ermittlern, eine nicht nur unsympathische, sondern auch hochgradig dümmlich-naive Protagonistin, völlig überflüssiges Liebesgedöns (dem es auch noch an Glaubwürdigkeit fehlt) und ein Fall, der gar nicht gelöst wird, sondern sich selbst einfach auflöst. Man ist gefesselt von so viel Nonsens und wartet gebannt auf den nächsten Ausreißer.

Unangefochtenes Highlight sind die kriminalistischen Methoden der Sonderkommission Mord. Eine einzige Tote führt sofort zur These des Serienmörders. Das Ermittlungsteam ist bevorzugt im Alleingang unterwegs und statt sich mit den naheliegenden Aspekten – dem Umfeld der Toten und vor allem ihrer Wohnung – zu beschäftigen, werden erst einmal die abwegigen Spuren verfolgt. Zeugen werden alle Erkenntnisse in den Mund gelegt, manchen stellt man sich auch gleich mehrfach vor (offenbar nimmt man an, dass alle Menschen so doof sind, wie die beiden Kommissare) und nachdem man den Hauptschuldigen endlich auf dem Tablett serviert bekommt, geht man erst einmal gemütlich essen, es besteht sicherlich kein Grund zur Eile.

Heike Stein ist interessant gezeichnet, besonders hat mir ihr Geläster über das in Bezug auf Männer angeblich wenig wählerische Opfer gefallen, bevor sie gleich mit dem nächstbesten Unbekannten in die Kiste steigt. Sie hat den Intellekt einer altklugen 9-Jährigen und geht einem damit gehörig auf die Nerven. Nicht dass ihr Kollege besser wäre, der so überzeichnet als gutmütiger Vorstadt-Papa daherkommt, dass man seine Reduktion auf die Funktion als Chauffeur für Heike Stein dankbar hinnimmt, um nicht noch mehr von seinen Sorgen um seine Rasenkanten zu hören.

Die Gefahr, dass Spannung aufkommen könnte, besteht zu keinem Zeitpunkt. Als Leser weiß man ohnehin früh, wie sich alles zugetragen hat und der Autor macht sich gar nicht erst die Mühe, eine komplizierte Auflösung zu konstruieren. Nein, der Täter läuft der Polizei zufällig in die Arme, wie praktisch! Fall gelöst, alles super.

Erschreckenderweise scheint es von dieser Serie noch über weitere 20 Fälle zu geben, die müssen jedoch ohne mich gelöst werden.