Jule Gölsdorf – Mörderisches Monaco

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Jule Gölsdorf – Mörderisches Monaco

Coco Dupont freut sich auf ihre Rückkehr nach Monaco, wo sie ihre neue Stelle als Kommissarin und Partnerin des etwas eigenbrötlerischen Henri Valeri antreten wird. Doch kaum ist sie gelandet, geschieht auch schon ein Mord, noch dazu ein recht grausamer, der auch das Interesse der Presse wecken dürfte: am Rennwochenende der Formel 1 wird die Frau eines erfolgreichen Fahrers überfallen, das gemeinsame Kind ist tot und sie schwebt in Lebensgefahr. Neider gab es viele, der Erfolg und das Geld ziehen zwielichtige Menschen geradezu an, aber dennoch können sich die beiden Ermittler kein wirkliches Bild vom Mord machen. Ins Visier gerät schnell ein IT Girl, die offenbar eine Affäre mit dem Rennfahrer hatte, aber wäre sie auch in der Lage, ein Kind zu töten und eine Frau lebensgefährlich zu verletzen?

„Mörderisches Monaco“ bietet genau das, was man von einem cosy crime Roman in der französischen Mittelmeerküste erwarten würde: ausufernde Landschafts- und Essensbeschreibungen, ein etwas gemächliches Tempo, jeder kennt jeden schon immer und ein nicht ganz so komplexer Fall, der auf den einfachen niederen Instinkten basiert und so auch recht zügig ohne größere Mühen gelöst werden kann. Mit den Details darf man es nicht so genau nehmen, da wird zugunsten der schönen „Bilder“ auch einmal auf sachliche Korrektheit verzichtet.

Wenn man einen leichten, unkomplizierten Fall wünscht, der einem als Leser nicht allzu sehr fordert beim Mitdenken, ist man hier ganz gut aufgehoben. Die Figuren sind eher eindimensional und verhalten sich genau so, wie in allen vergleichbaren Romanen: der männliche Ermittler vernachlässigt wie erwartet seine Frau und interessiert sich eigentlich eh nur fürs Essen; die weibliche Ermittlerin handelt völlig kopflos und unüberlegt und riskiert im sinnlosen Alleingang ihr Leben. Man würde sich einen leichten Krimi ohne das Ausschlachten aller Stereotypen wünschen, dieser hier setzt jedoch auch genau darauf. Erwartungen erfüllt, mehr aber auch nicht.