Jane Gardam – Letzte Freunde

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Jane Gardam – Letzte Freunde

Der abschließende Teil von Jane Gardams Trilogie beschließt die Geschichte um Edward Feathers, genannt „Old Filth“ – Failed in London, Try in Hong-Kong, und Terry Veneering, einst hervorragende Anwälte im Königreich, dann im fernen Honkong zu erbitternden Gegnern geworden, gehen sie sich Jahre lang aus dem Weg, bis sie sich in ihren letzten Tagen im heimatlichen England wieder begegnen. Nach dem Tod beider erfahren wir nun von einem jugendlichen Weggefährten Veneerings, Fiscal-Smith, dessen Familiengeschichte, die wenig von dem Glanz hat, wie sie Edwards Herkunft zu bieten hatte. Als Spross eines verunglückten russischen Zirkusartisten muss er früh lernen sich zu behaupten und hart für das arbeiten, was er erreichen will.

Zwar ist Jane Gardams Erzählstil recht unverkennbar und mit Felix von Manteuffel ist ein ausgesprochen guter Erzähler am Werk, dennoch bleibt der dritte Band weiter hinter den ersten beiden zurück und kann mich nicht recht packen. Vielleicht ist es der Schwerpunkt weg von Edward und Betty, die die ersten beiden beherrscht hatten und im Zentrum standen, und die Tatsache, dass nun eine gänzlich andere Geschichte erzählt wird, was mich nicht zu recht glücklich mit ihr werden lässt. Es fehlt mir das Persönliche, das Verletzliche, das mich bei den Vorgängern überzeugen konnte. Auch die raffinierte Deutungsvielfalt fehlt, die durch die Spiegelung in den beiden Bänden entstanden ist, die erst zusammen ein ganzes Bild ergeben. Die dritte Perspektive kann hier kaum etwas hinzufügen und bleibt somit außen vor.

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