Monika Rohde – Schlaf, Prinzessin

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Monika Rohde – Schlaf, Prinzessin

In Nürnberg wird eine Kommissarin brutal ermordet in einem Parkhaus aufgefunden. Erst seit kurzer Zeit war Isa im Team der Sitte, wobei sie lieber bei der Kripo gearbeitet hätte. Warum wird schnell klar: zum einen gingen ihr die Fälle im Rotlichtmilieu offenbar an die Substanz, zum anderen wurde sie von den Kollegen offen gemobbt. Aber ist das ein Motiv für einen Mord? Oder liegen die Gründe noch in ihrer alten Heimat in Kiel? Die Obduktion gibt einen weiteren Hinweis: die junge Frau war schwanger und das offenbar nicht von ihrem Ehemann. Lena Becker muss bei den eigenen Kollegen ermitteln – kein leichtes Unterfangen.

Wenn es das Genre „Brot-und-Butter-Krimi“ gäbe, dann wäre dies sicher ein passender Vertreter seiner Zunft. So richtig vom Hocker kann er einem nicht reißen, er ist durchschnittlich spannend, an manchen Stellen vielleicht etwas überzogen und zu konstruiert, um glaubwürdig zu sein. Daneben – offenbar aus der Not der Masse an Regionalkrimis geboren – heimatkundliche Ergüsse im Stile älterer Damen, die einem mit auf eine Stadtführung nehmen und in kürzester Zeit die wichtigsten Daten zur Historie präsentieren. Die Dialoge sind bisweilen etwas hölzern und wenig lebendig, auch die Befragungen der Verdächtigen macht eher einen seltsamen Eindruck, so richtig was wissen, will man nicht und schon gar nicht irgendwem auf die Füße treten. Nichtsdestotrotz gibt es einen Fall mit unterschiedlichen Spuren, die mal mehr mal weniger engagiert verfolgt werden und am Ende dann eine durchaus passable Lösung zustande bringen. Ok für Zwischendurch, aber nicht in der oberen Liga des Genres.

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