Jessie Ann Foley – Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm

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Jessie Ann Foley – Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm
Die Mutter der 16-jährigen Maggie ist mal wieder verliebt und heiratet ihren deutlich jüngeren Liebhaber sogar. Damit nicht genug verpflanzt sie die Familie von Chicago in das irische Örtchen Bray. Maggie findet nur schwer Anschluss, ihr einiger Vertrauter ist der 99-jährige Nachbar. Sie vermisst vor allem ihren Onkel Kevin, der sich als Musiker durchschlägt. Als dieser Selbstmord begeht, fällt sie in ein Loch. Nur der zurückhaltende Eoin, zu dem eine zarte Liebe entsteht, kann ihren Schmerz etwas lindern. Als Maggie zusammen mit einem Abschiedsbrief ihres Onkels zwei Tickets für ein Nirvana Konzert in Rom findet, machen die beiden Teenager sich auf in die ewige Stadt.

Ein Jugendbuch, das mehr als 20 Jahre in die Vergangenheit reist und die legendäre Grunge Band wieder auferstehen lässt. Der zeitliche Sprung ist der Autorin sehr gut gelungen, keine Handys, kein Internet bestimmen die Kommunikation der Jugendlichen und das Wissen um Coolness und die richtigen Bands (und Bücher!) wird wie Geheimwissen weitergegeben. Die Autorin spart auch nicht an schweren Themen: das oftmals schwierige Verhältnis zu den Eltern, deren unerfülltes Liebesleben, der Selbstmord einer geliebten Person. Dennoch bleibt der Roman eher leicht und hinterlässt einem in einer positiven Stimmung – insbesondere, wenn man 1993 Teenager war und Nirvana verehrt hat.
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