Harriet Lane – Her

Die Wege von Emma und Nina kreuzen sich scheinbar zufällig. Sie freunden sich trotz der großen Unterschiede miteinander an. Emma, die gestresste Mutter zweier Kleinkinder, die ihrem Job beim Fernsehen nachtrauert und im Alltag versinkt. Nina, die mit ihrer fast erwachsenen Tochter wieder Freiraum für ihre Kunst hat. Doch bald schon zeigt sich, dass es kein Zufall war, der die beiden zusammengeführt hat, sondern Kalkül und der Wunsch nach Rache.

Das Buch beginnt ungemein spannend. Kleine Hinweise deuten an, dass vieles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Durch die abwechselnde Erzählung aus der Sicht Emmas und Ninas werden auch die beiden Perspektiven deutlich. Gut gefallen hat mir die Darstellung derselben Episode aus unterschiedlicher Sicht. Nach dem starken Auftakt lässt das Buch dann leider sehr nach und hat im mittleren Teil auch einige Längen. Das Ende bringt die Auflösung, wobei vieles doch vorhersehbar und ziemlich 08/15 wird – hier hätte ich mir nach dem verheißungsvollen Start mehr gewünscht.
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