Gilly Macmillan – Toter Himmel

Ein typischer Sonntagnachmittag, den die alleinerziehende Rachel mit ihrem Sohn Ben im Wald verbringt. Als er schon zur Schaukel vorauslaufen will, lässt sie den 8-jährigen, er kennt den Weg. Doch als sie an der Lichtung ankommt, ist Ben nicht da. Erst denkt sie an ein Spiel doch als sie ihren Sohn nicht findet und bald darauf ihr Hund verletzt aufgefunden wird, ahnt Rachel Schreckliches. Die Polizei arbeitet auf Hochtouren, eine Kindesentführung ist immer ein heikler Fall. Aber die Presse hat schnell schon die wahre Täterin gefunden: eine Hetzjagd auf die verzweifelte Mutter beginnt.

Ein gelungener Thriller, der geschickt zwischen den Versionen von Rachel und dem ermittelnden Beamten wechselt, dazwischen immer wieder auch Einschübe von Polizeidokumenten und aus der Presse. So gesteht ein Gesamtbild, was einen an vielen Figuren zweifeln lässt. Obwohl zunächst klar ist, dass die Mutter das Opfer ist, kommen doch zunehmen Irritationen auf, hat sich dem Leser etwas nicht berichtet und ist gar nicht unschuldig? Auch ihr Umfeld verhält sich verdächtig – geschickt werden unzählige Spuren gelegt, die einem bis zuletzt miträtseln lassen und die Spannung auf entsprechendem Niveau bleibt.
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