Carlos Ruiz Zafon – Der dunkle Wächter

Simone Sauvelle zieht mit ihren beiden Teenagerkindern nach Bleue Baie in der Normandie, wo sie auf dem Anwesen Cravenmoore bei dem Spielzeugfabrikanten Lazarus Kann eine neue Stelle antritt. Das alte Gebäude und der umliegende Park bieten vielfältige Geheimnisse, doch bald schon leb sich die Familie ein und findet Freunde. Auch der Hausherr macht einen sympathischen, vertrauenserweckenden Eindruck. Doch dunkle Schatten verfolgen das Treiben und waren auf den passenden Augenblick, um Rache zu nehmen.

Zafon schafft es immer wieder atmosphärisch dichte und nahezu unheimliche Romane zu schreiben. Auch in diesem kreiert er eine Welt, die einem beim Lesen erschaudern lässt, so real scheint sich alles vor einem aufzubauen. Die Handlung ist relativ dünn und weitgehend vorhersehbar, die ganz großen Überraschungen bleiben aus. Dafür entlohnt aber einmal mehr die Sprache des Autors und sein Gespür für das Setting einer Handlung, das er wie kaum ein zweiter moderner Autor entwerfen kann. 
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