Daniela Gesing – Venezianischer Schatten

Eine junge, verwirrte Frau wird von Commissario Luca Brassoni und seiner Lebensgefährtin Carla abends in Venedig aufgegriffen. Offenbar hat die Frau schlimmes erlebt. Wurde sie etwa Opfer eines Serientäters? Denn seit Monaten sind immer wieder Frauen eines bestimmten Typs in der Stadt verschwunden. Doch nicht nur beruflich fällt für den Commissario viel an, auch privat steht einiges auf dem Spiel als seine Affäre ein Kind auf die Welt bringt, das scheinbar mehr Ähnlichkeit mit ihm als mit dem vermeintlichen Vater hat.
Für mich der bisher schwächste Krimi der Reihe, weil vieles sehr bemüht erscheint. Der Lokalkolorith wird zu massiv durch wenig glaubwürdig motivierte Auflistungen, was in jedem Restaurant verspeist wird, versucht zu erzeugen, auch die eingeworfenen italienischen Vokabeln können nicht wirklich venezianische Atmosphäre schaffen. Der Fall bot für mich auch zu wenig Spannung, das Tatmotiv war mir auch zu platt und die Handlung zu versatzstückartig aufgebaut um überzeugen zu können. Die Figuren haben ebenfalls nur wenig Profil gezeigt oder sich weiterentwickelt, sie wirkten blass und austauschbar. So bleibt am Ende nur ein ganz nett zu lesender Krimi mit begrenzter Spannung.

Advertisements