Katharina Höftmann – Die letzte Sünde

Die junge Ukrainerin Marina wird vor dem Gebäude ihres Ulpan-Kurses ermordet von der Sekretärin aufgefunden. Ein junger Afrikaner, den sie im Kurs kennengelernt hat und der offenkundig in sie verliebt war., gerät ins Visier von Kommissar Assaf Rosenthal. Doch schnell ergeben sich noch andere Spuren, denn Marina arbeitet als Edelprostituierte in einem Spa Club. Der Besitzer erfüllt alle Klischees, doch möglicherweise hat er sich mit seinem Einstieg ins Drogengeschäft verkalkuliert und sich mit mächtigen Gegnern angelegt.

Band 1 der Krimireihe um den Tel Aviver Kommissar Rosenthal besticht durch viel Lokalkolorith. Wer Tel Aviv kennt, wird die Stadt auf jeder Seite wiederkennen und sofort sehen, dass die Autorin sich bestens mit den Gegebenheiten auskennt. Auch das israelische Leben, oftmals bestimmt durch den Takt der Religion, scheint immer wieder durch und macht für mich ganz viel Charme des Romans aus. Die Handlung an sich bietet für diese Art Krimi angemessene Spannung, verschiedene Fährten werden gelegt und laden zum Miträtseln ein. Die Lösung war für mich plausibel und letztlich auch stringent verfolgt. Gute Unterhaltung, genau das, was ich mir davon versprochen hatte.
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