Michael Faber – The Book of Strange New Things

Peter Leigh has been selected, chosen to go on a trip to another galaxy and to explore the beings there. For the missionary this is not only a very interesting expedition, but also a way to earn money of which he and his wife are in desperate need. Bea remains at home and takes care of their cat Joshua while Peter is on his trip with USIC, a rather odd and ominous company. Yet, after he has settled in his new environment and got used to strange things like greenish water, Peter soon finds out that there is some exploration to be done and when he encounters for the first time the friendly native people, he is fully encompassed in this new world – while in the old world, things slowly fall apart.

“The Book of Strange New Things” is a very peculiar story which cleverly crosses genre types and again and again can surprise you. The protagonist Peter – a well chosen name for a Christian missionary with a mission – is a lovable character, albeit a bit naive. Yet, maybe this is the reason why he can easily get in touch with the indigenous population and enquire them without prejudice. Through his child-like eyes we can get to know this weird culture which Faber has fully developed (although I could have done without the part of the dying mother). Apart from this, the second interesting story line is Peter and Bea’s relationship which suffers from the separation and what Bea has to endure at home. Faber surely put a big effort in designing the strange new world, yet, what he makes of the old planet earth is also very remarkable, especially since this is not far-fetched and unrealistic but all to believable. There was just one single aspect which makes me award four and not five stars: the book, especially towards the end became a bit foreseeable and repetitive, I had some difficulties sticking with the story, a bit less would have been perfect here. 
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Gard Sveen – Der letzte Pilger

Ein grausamer Leichenfund stellt die Polizei vor ein Rätsel: zwei erwachsene Frauen und ein Kind werden vergraben im Wald gefunden, offenbar lagen sie dort schon seit Kriegszeiten. Ein zweiter Mord, die grausame Hinrichtung des ehemaligen Ministers und Widerstandskämpfers Carl Oscar Krogh, scheint damit zunächst nichts zu tun zu haben. Doch bei den Ermittlungen zeigt sich schnell, dass es eine Verbindung geben könnte und der ehemalige hochrangige Politiker offenbar einiges zu verstecken und schützen hatte. Welche Rolle spielte Agnes Gerner, eine Doppelagentin, die für die Briten die in Norwegen befindlichen Nazis ausspioniert hat? Ist sie eine der Leichen, weil sie für ihre Tätigkeit bezahlen musste?

Es dauert ein wenig, bis man sich in der Komplexität des Romans zurecht findet. Erzählt auf zwei Ebenen – in der Gegenwart und zu Kriegszeiten – lassen die Figuren erst langsam ein klares Bild dessen entstehen, was sich unter der deutschen  Besetzung in Skandinavien abgespielt hat. Spannender fand ich die historischen Episoden um die Doppelagentin, die letztlich von beiden Seiten missbraucht wird und sich schon bald ungeheuren Zwängen ausgesetzt sieht. Tommy Bergmann, der Ermittler in der Gegenwart, kann mich hingegen wenig packen, sein Charakter bleibt für mich zum einen etwas schematisch und zum anderen hat man inzwischen genügend eigenbrötlerische Kriminalisten erlebt, die drogenabhängig und gewalttätig sind als dass einem noch überraschen könnte. Der Plot an sich ist jedoch spannend und glaubwürdig, verschiedene falsche Fährten, komplexe Handlung und authentisch wirkende historische Begebenheiten können überzeugen.

Robert Seethaler – Ein ganzes Leben

Das Leben hat es nicht leicht gemeint mit Andreas Egger. Als junger Bub verweist in die Fremde zu einem Onkel geschickt und dort nur aufgenommen, weil er einen Beutel mit Münzen um den Hals trug. Die Kindheit und Jugend gezeichnet von Schlägen und harter Arbeit auf dem Hof. Als junger Mann kann er sich freischwimmen, da er anpackt, gelingt es ihm bald eine gute Anstellung beim Bau der neuen Seilbahnen zu finden und in Marie findet er auch seine große Liebe. Doch die ist nur von kurzer Dauer, der Tod Maries und der Ausbruch des Krieges und der Einsatz in Russland zeichnen ihn für immer. Gealtert kehrt er heim und doch muss das Leben weitergehen.

Ein ganzes Leben erzählt Seethaler, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts für seinen Protagonisten ebenso wenige Freudenstunden hatte wie für das ganze Land. der mit technischen Errungenschaften umzugehen lernen muss und die Abgeschiedenheit des Bergdorfes gegen einen Anschluss und Kontakt mit der großen weiten Welt tauschen muss. Der Handlungsaufbau ist stringent und das Leben des Andreas Egger glaubwürdig konstruiert. Dennoch blieb er mir fremd, einfach weil der Charakter doch arg weit weg ist und es sich nicht um einen Menschen handelt, dem ich gerne begegnen möchte.