Jean-Philippe Toussaint – La Vérité sur Marie

Der dritte und finale Teil der unsteten Liebe zwischen Marie und dem namenlosen Erzähler. Getrennt sind sie inzwischen und wieder in Paris, als Marie ihn um Hilfe bittet, verzweifelt, denn gerade ist ihr Liebhaber in ihrem Schlafzimmer zusammengebrochen und droht noch vor Ort zu sterben. Er eilt zu ihr, in das Apartment, in dem sich noch immer Kleider von ihm befinden. Marie ist aufgelöst ob des Vorfalls. Er stützt sie, insbesondere nachdem der Tod von Jean-Christophe, bzw. Jean-Baptiste bestätigt wird. Die letzten Momente von dieser unglücklich beendeten Affäre lässt der Erzähler Revue passieren, den Weg von Tokio nach Paris, um dann in die Zukunft zu blicken, die doch für ihn und diese mysteriöse Frau Hoffnung bietet.

Für mich in der Reihe die schwächste Erzählung. Nicht nur wegen der langen und vor allem langatmigen Passage auf dem Narita Airport. Vor allem das Verhältnis, diese klassische Amour fou und Maries unfassbarere Charakter bleiben hier blass und wenig greifbar. Das Happy-End kann nicht versöhnen, dafür waren die 200 Seiten zuvor einfach nicht überzeugend und die drei Episoden zu lose, um mich als Leser wirklich packen zu können.
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