Luana Lewis – Don’t stand so close

Die verängstigte Stella hat es sich in ihrem abgelegenen Haus für den Abend gemütlich gemacht; ihr Mann Max ist in London geblieben, weil die Witterungsverhältnisse zu schlecht sind, um noch raus zu fahren. Als es an der Tür klopft, öffnet sie nur zögerlich, ein junges Mädchen steht davor und bittet um Einlass. Blue behauptet die Tochter von Stellas Mann zu sein, doch ihre Geschichten verändern sich minütlich. Parallel dazu wird Stellas Leben zwei Jahre zuvor erzählt, als sie als Psychologin ein Gutachten für das Gericht in einem Sorgerechtsfall anfertigen sollte. Ein Zwischenfall hat ihr Leben aus den Fugen gebracht, aber wie gehört das etwas verwahrloste Mädchen in diese Geschichte?
Mit viel Lob wurde der Roman als Psychothriller angekündigt. Leider hält der Roman nicht ganz, was er verspricht. Es ist durchaus Spannung vorhanden, immerhin wird durch die parallele Erzählung der aktuellen und der vergangenen Ereignisse eine Erwartungshaltung aufgebaut und man will wissen, wie diese Figuren zu einander stehen. Aber dies wird doch recht schnell sehr offensichtlich, so dass die ganz große Überraschung ausbleibt. Auch das Ende  – als klassischer Actionabschluss angelegt – lässt zu wünschen übrig. Als eher ein durchschnittlich spannender Krimi und kein Psychothriller.
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