Nathanael West – A Cool Million

Lemuel Pitkin ist mit wenig gestartet aber mutig und willig, etwas aus seinem Leben zu machen. Voller Optimismus verlässt er seine Kleinstadt, im um fernen New York sein Glück zu suchen. Doch er taumelt von einer Katastrophe in die nächste, landet mehrfach im Gefängnis, verliert nicht nur alle Zähne, sondern auch noch ein Auge und am Ende gar die Kopfhaut. Immer wieder scheint das Glück ihm wohlgesonnen, aber an der nächsten Ecke lauert schon die nächste Gefahr.

Man ist schnell in diesem Buch an Klassiker der Weltliteratur erinnern, Voltaires Candide, der ähnlich stoisch ein Unglücksfall nach dem nächsten ertrug immer in der Hoffnung, dass irgendwann in dieser besten aller möglichen Welten alles gut werden würde. Auch Pitkin versucht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten seine sehr begrenzten Möglichkeiten zum Besten zu nutzen und wird doch nur übers Ohr gehauen. Die Naivität lässt einem als Leser zwischen amüsiert und erschrocken zurück und mehr als einmal kann man über die Härte die den armen Lemuel trifft nur den Kopf schütteln.
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