Alasdair Gray – Lanark:A Life in Four Books

Ein junger Mann geht täglich in ein Café über einem Kino. Dort hat er das Bedürfnis, sich auf den Balkon zu stellen und zu sehen, ob jemals wieder Tageslicht erscheint. In einem Zugwaggon wacht ein Mann auf, der sich nicht daran erinnern kann, wie er heißt und wo er herkommt. In Unthank lernt er eine Gruppe junger Menschen kennen, doch als sein Arm sich in einen Drachenarm verwandelt, wird er von der Erde verschluckt, wonach er in einem Krankenhaus wieder erwacht. Sein Leben zuvor war von der Unfähigkeit, Beziehungen zu führen und sich durch Kunst auszudrücken geprägt, beides führte mehr zu Frust als Erfüllung, weshalb er den Freitod wählte. Die Apokalypse führt letztlich ganz Unthank ins Verderben.
So seltsam diese Zusammenfassung des Inhalts ist, so chaotisch war auch das Buch. Die vier Bände sind nicht wirklich nachvollziehbar angeordnet und die Vermischung von real möglichen Ereignissen mit fantastischen Elementen und einem dystopischen Setting, verwirren einem als Leser ungemein. Permanent stellt man sich die Frage: ist das grandioser Unfug oder versteht man es nur einfach nicht? Gray gibt selbst an, von Kafka beeinflusst worden zu sein, zumindest für die Episode mit dem Autor mag dies zutreffen und auch sehr überzeugend umgesetzt worden sein. Betrachtet man das Gesamtwerk, ist die postmoderne Apokalypse jedoch irgendwie absurd.

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