Matthew Costello/Neil Richards – Death on a Summer Night

Vor 25 Jahres verschwand in einer heißen Sommernacht die junge Dinah. Verdächtigt und verurteilt wurde Tim, mit dem sie zuletzt gesehen wurde und in dessen Auto Spuren von Dinahs Kleid und Blut gefunden wurde. Er beteuerte seine Unschuld, aber niemand wollte ihm glauben. Jetzt, frisch aus dem Gefängnis frei, kann Cherringham dem vermeintlichen Täter immer noch nicht verzeihen. Jack und Sarah haben Zweifel an dem Urteil, denn zu viele Fragen sind noch offen. Daher beginnen sie mit ihren Nachforschungen, die niemand gerne sieht.

Eine ungewöhnliche Fallkonstruktion. Die Tat ist lange her und eigentlich aufgeklärt, es gibt im Prinzip nichts zu ermitteln. Es bleibt lange Zeit die Möglichkeit, dass der Verurteilte doch der Täter war, auch wenn der Prolog etwas anderes nahelegte. Man lernt Cherringham dieses Mal auch von einer ganz anderen Seite kennen, nicht mehr das beschauliche Dörfchen, in dem alle nett und hilfsbereit sind, sondern vorurteilsbehaftete, ablehnende Mitmenschen, die Sarah und Jack das leben schwer machen. Eine neue Seite des Dorfes.
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Alasdair Gray – Lanark:A Life in Four Books

Ein junger Mann geht täglich in ein Café über einem Kino. Dort hat er das Bedürfnis, sich auf den Balkon zu stellen und zu sehen, ob jemals wieder Tageslicht erscheint. In einem Zugwaggon wacht ein Mann auf, der sich nicht daran erinnern kann, wie er heißt und wo er herkommt. In Unthank lernt er eine Gruppe junger Menschen kennen, doch als sein Arm sich in einen Drachenarm verwandelt, wird er von der Erde verschluckt, wonach er in einem Krankenhaus wieder erwacht. Sein Leben zuvor war von der Unfähigkeit, Beziehungen zu führen und sich durch Kunst auszudrücken geprägt, beides führte mehr zu Frust als Erfüllung, weshalb er den Freitod wählte. Die Apokalypse führt letztlich ganz Unthank ins Verderben.
So seltsam diese Zusammenfassung des Inhalts ist, so chaotisch war auch das Buch. Die vier Bände sind nicht wirklich nachvollziehbar angeordnet und die Vermischung von real möglichen Ereignissen mit fantastischen Elementen und einem dystopischen Setting, verwirren einem als Leser ungemein. Permanent stellt man sich die Frage: ist das grandioser Unfug oder versteht man es nur einfach nicht? Gray gibt selbst an, von Kafka beeinflusst worden zu sein, zumindest für die Episode mit dem Autor mag dies zutreffen und auch sehr überzeugend umgesetzt worden sein. Betrachtet man das Gesamtwerk, ist die postmoderne Apokalypse jedoch irgendwie absurd.