Paul Auster – Invisible

Der Literaturstudent Adam Walker erhält auf einer Party ein unglaubliches Angebot: Rudolf Born bietet ihm an, gemeinsam ein Literaturmagazin herauszugeben. Schnell ist Adam dem Franzosen und dessen attraktiven Lebensgefährtin verfallen. Dramatische Ereignisse führen jedoch zum Bruch und zur Flucht Borns. Walker ist zwiegespalten, sucht jedoch erneut den Kontakt. Alle Ereignisse hält er fest als Buch seiner Erinnerungen, die nach seinem Tod veröffentlicht werden sollen – doch den Hinterbliebenen stellt sich die Frage, was wahr an den Erzählungen und was Walkers Phantasie entsprungen ist.

Die Geschichte um den jungen Adam Walker wird diskontinuierlich erzählt und wechselt zwischen der Zeit nach seinem Tod und den Erinnerungen, die auch von anderen Figuren wiedergegeben werden und letztlich nicht restlos Aufschluss darüber geben, wie es sich nun (wenn auch fiktiv) zugetragen haben mag. Die Brüche führen immer wieder zu neuen Facetten im Rahmen der Erzählung und erlauben Themen- wie auch Perspektivwechsel, die Austers Erzählkunst deutlich werden lassen. Zugleich führt er auch den Leser an die Grenzen seiner moralischen Leidensfähigkeit und weigert sich, sich einfach fassen zu lassen. 
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