Attila Hildmann – Vegan Italian Style

Der Star der veganen Küche hat sich dieses Mal der italienischen Küche angenommen, was naheliegt, ist diese doch in Deutschland recht angesagt.
Nach einer allgemeinen Einführung zur italienischen Küche und Kochweise mit Hinweisen insbesondere zu Herstellung von Pasta- und Pizzateig, erfolgt der Rezeptteil. Dieser ist gegliedert in Anitpasti e Pane, Insalate, Pasta e Pesto, Pizze, Secondi Piatti und Dolci. Begleitet werden die Rezepte wie immer mit ansprechenden Fotographien der Mahlzeiten und kleinen Tipps am Rande.
Wer die vorherigen Bücher von Hildmann kennt, wird hier keine große Überraschung erleben. Die Gestaltung des Buches wurde beibehalten und der große Star sind einmal mehr die Darstellungen. die Nahrungsaufnahme wird hier zu Lifestyle aufgebaut und entsprechend zelebriert. Die Kochanleitungen sind ebenfalls erwartungsgemäß leicht nachvollziehbar und stellen auch ungeübte Köche nicht vor größere Herausforderungen. So sehr mich vor allem seine Challenge überzeugend konnte, so enttäuschend ist jedoch diese Sammlung an Rezepten, denn was hier wirklich fehlt sind Inspiration und Neuheit. Nudeln mit Tomatensoße oder Pesto ist schlicht nicht innovativ. und dass sich Pizzen mit quasi allem belegen lassen, was der Gemüsegarten hergibt, ist ebenfalls nicht neu. Die bekannten Standardgerichte (abzüglich des nicht-veganen Käse) sind doch etwas enttäuschend, vor allem da Hildmann in der Vergangenheit mit interessanten Alternativen und wiederentdeckten alten Gemüsearten aufwartete. Gespannt war ich insbesondere auch auf die zweiten Gänge, sind diese doch klassischerweise in Italien Fleisch bzw. Fisch. Gelöst wird dieses doch Gemüsebeilagen, die ebenfalls nicht besonders originell sind.

Fazit: eine gute Wahl für diejenigen, die die italienische Küche schätzen und leichten Zugang zur veganen Ernährung suchen ohne dies mit Aufwand zu verbinden. Keine gute Wahl für vegane Köche, die Inspiration und neue Ideen erwarten.
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