Colleen Hoover – Weil ich Layken liebe

Nach dem Tod des Vaters ziehen Layken, ihre Mutter Julia und ihr Bruder Kel von Texas nach Michigan. Leicht fällt es der 18-Jährigen nicht, im letzten Schuljahr nochmals neu anzufangen, doch schon beim Umzug lernt sie ihren überaus sympathischen Nachbarn Will kennen, in den sie sich sofort verliebt. Ihm scheint es nicht anders zu gehen, doch schwarze Wolken ziehen am Horizont auf, als Layken ihren ersten Schultag erlebt: ihr Lehrer für Poetry ist kein geringerer als Nachbar Will.

Das Jugendbuch bedient sich der üblichen Klischees des Genre: Liebe auf den ersten Blick, darf aber nicht sein, Schicksalsschlag in der Familie etc. die Charaktere sind dermaßen eindimensional gezeichnet und wagen keinen Millimeter von der puritanisch amerikanischen Sichtweise abzuweichen, dass es schon fast unerträglich überzeichnet ist. Natürlich kommt es nie zu mehr als scheuen Küssen, Jungfräulichkeit jenseits der Volljährigkeit versteht sich von selbst, Familie als oberste Leitlinie und brav die Ratschläge der Eltern befolgen – ein schwaches Vorbild für autonom denkende Jugendliche. Sprachlich ebenfalls eher plump schwach und nicht überzeugend, lässt sich der Hype um das Buch nicht nachvollziehen. 
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