Sara Crowe – Campari for Breakfast

Sue Bowls Leben ändert sich mit dem Selbstmord ihrer Mutter von Grund auf. Ihr Vater ist ganz in seine neue Lebensgefährtin verschossen und die 17-Jährige muss so zu ihrer Tante Coral ziehen. Dort erfährt sie nach und nach, dass es im Leben ihrer Mutter und Großmutter bedeutende Geheimnisse gab. Aber auch, dass die Liebe keine leichte Sache ist und einem eine Horde Senioren als Mitbewohner nur bedingt gute Ratgeber sind.

Ein Buch, dass den Spagat zwischen herrlichem Witz und Esprit einer jungen, bisweilen etwas naiven Frau und ernsten Themen des Lebens – Liebe, uneheliche Kinder, Betrug und Lüge – meisterhaft schafft. Amüsiert man sich noch über Sues blühende Phantasie, durchlebt man gleich danach die Dramen der Nachkriegszeit, in der der Schein wichtiger war als das Sein. Die Figuren durch die Bank liebevoll gezeichnet, schließt man sie mit jeder Seite mehr ins Herz und ist dann ein wenig enttäuscht, als man auf der letzten angekommen ist und sie verlassen muss.
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