Matthew Costello/Neil Richards – Cherringham 5: Last Train to London

Otto Brendl, der allseits beliebte Juwelier und Puppenspieler, bricht beim Schulfest mit einem Herzinfarkt zusammen und stirbt. Die Schulleiterin bittet Sarah und Jack ein paar Recherchen anzustellen, denn Brendl hat leider nie dir notwendigen Formalia eingehalten und sie fürchtet, dass nun etwas ans Licht kommen könnte, was auch den Ruf der Schule schädigt. Verwunderlich sind die Sicherheitsmaßnahmen an seinem Haus, obwohl er dort außer seinen Puppen nichts aufbewahrte, aber die waren offenbar von großem Wert. Ebenfalls seltsam ist die Herkunft des Mannes, er selbst hat sich als Deutscher ausgegeben, aber das stimmte offenbar nicht, denn ein kleines Tattoo verrät, dass er wohl eher aus einem der ehemaligen Ostblockstaaten kam. Je tiefer sie graben, desto gefährlicher wird die Lage, das muss Jack am eigenen Leib feststellen und als sie herausfinden, wer Otto Brendl tatsächlich war, wird ihnen Angst und Bange – mit so einem Menschen im selben Dorf gelebt zu haben, ist schlicht unvorstellbar.
Fall fünf der cosy crime Serie aus dem beschaulichen Cherringham, der dieses Mal gänzlich anders verläuft als zuvor. Nicht nur, dass es eigentlich keinen Fall gab, sondern dieser sich erst durch die Nachforschungen ergibt, sondern auch das Ende ist völlig untypisch und wirft nun ein gänzlich anderes Licht auf die beiden Protagonisten, die bislang für Recht und Ordnung zu sorgen suchten. Nichts destotrotz gelingt es wieder die beschauliche Gegend mit ihren verschrobenen Einwohnern und alten Traditionen mit einer  – dieses Mal politische brisanten – Krimigeschichte zu kombinieren.

Advertisements