Lena Avanzini – Amsterdam blutrot

Eigentlich ist sie ja Klavierlehrerin und liest nur gerne Krimis, aber als Maximiliane Mikulicz zufällig an den Tatort eines Serienmörders kommt, ist nicht nur ihre Neugier, sondern auch ihr kriminalistisches Gespür geweckt. Reiche Frauen, die sich heimlich Callboy buchen, werden reihenweise gemordet und übel zugerichtet. Die Polizei verfolgt andere Spuren, maxi hat den richtigen Riecher und kommt dem Täter auf der Spur, was sie selbst natürlich in Lebensgefahr bringt. Ihre einzige Hilfe: die hat genügend Krimis gelesen, um Ideen zu entwickeln, wie sie aus der unsäglichen Situation wieder herauskommt.
Einmal mehr ein Krimi der mit dem Lokalkolorit spielt und versucht, den Handlungsort in die Handlung mit einzubeziehen. Hier indem die Protagonistin auf einem Hausboot lebt und sich bevorzugt per Fahrrad bewegt. Insgesamt hat mir die Figurenzeichnung am besten gefallen, Maxi ist sympathisch und clever, ihre WG Mitbewohner haben ebenfalls ihren eigenen Charme, genauso wie der oberste Ermittler seine Macken auslebt. Der Fall selbst hat durchaus Potenzial und bleibt lange spannend, nur das Ende ist völlig an den Haaren herbeigezogen und die Motivation des Täters ist für mich etwas unglaubwürdig.

Fazit: kurzer unterhaltsamer Krimi für zwischendurch.
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