Matthew Costello/Neil Richards – Cherringham: Thick as Thieves

Auch dem Gelände eines Bauers finden Jerry und Baz eine alte Platte. Ein herbeigerufener Archäologe aus dem Dorf bescheinigt ihnen, dass sie sehr alt ist, vermutlich aus dem 4. Jahrhundert und offenbar von den Römern. Dies soll tags drauf von einem echten Experten bestätigt werden. Um die Sicherheit zu garantieren, bietet der Archäologe an, die Platte in seinem Safe zu verwahren. Doch als am folgenden Morgen die Begutachtung erfolgen soll, ist sie verschwunden, offenbar ein nächtlicher Einbruch. Jack Brennan und Sarah Edwards werden um Hilfe gebeten, haben sie doch bei den vorherigen Fällen schon bewiesen, dass sie als Privatermittler weiter kommen als die lokale Polizei.
Ein weiterer Krimi im beschaulichen Cherringham, wo sich eigentlich Hase und Igel gute Nach sagen. Dieses Mal bleiben die Privatangelegenheiten der Protagonisten im Hintergrund, es geht nur um den Fall, der einmal mehr sauber und nachvollziehbar geklärt wird. Die Figuren wirken insgesamt glaubwürdig wie das ganze Setting, man kann sich das englische Dörfchen am Fluss förmlich vorstellen – wenn auch die Menge an kuriosen Kriminalfällen etwas gehäuft ist.

Fazit: wie erwartet ein kurzer Krimi ohne viel Schnickschnack.

Sarah Dessen – That summer

Haven ist 15 in dem Sommer, der ihr Leben verändern wird. Nach der Scheidung der Eltern tritt ihr Vater, der bekannte Sportmoderator, erneut vor den Traualtar – mit dem weather girl –  nur um kurz darauf vor laufenden Kameras die Schwangerschaft bekannt zu geben. Auch ihre ältere Schwester ist im Hochzeitsstress und ihre Nerven liegen blank. Die Mutter ist ebenfalls voll in die Vorbereitungen eingebunden und damit beschäftigt, ihr Leben neu zu organisieren, eine Reise nach Europa wäre doch toll. Dazwischen Haven, die unter ihrer Größe leidet und sie verloren vorkommt. Als sie einen Exfreund der Schwester wiedersieht, erinnert sie sich an die Zeit, als die Familie noch glücklich war – doch die ist vorbei.
Ein relativ typisches Jugendbuch um ein Mädchen in der schwierigen Phase des Erwachsenwerdens. Angepasst an dem amerikanischen Markt scheint mir, werden keine bösen Sünden und Fehltritte begangen, möglichst jung geheiratet und ansonsten bleibt auch alles im dezenten Rahmen. Dadurch wirkt alles etwas arg künstlich und ziemlich belang- und bedeutungslos.

Fazit: kein Anspruch, tut aber auch nicht weh.