John Le Carré – Our Kind of Traitor

Gail und Perry lernen auf Antigua beim Tennis spielen den russischen Millionär Dima und dessen Familie kennen. Sie sind etwas verwundert über dessen überschwängliche Freundlichkeit, erfahren aber bald schon, was es damit auf sich hat: Dima hat es sich mit seinen Landsleuten verscherzt und will sich nun den Briten als Überläufer anbieten. Er selbst ist tief in Schmuggelgeschäfte verstrickt und kennt sich bestens aus im illegalen internationalen Handel. Im Gegenzug möchte er mit seiner Familie Sicherheit in England bekommen. Perry und Gail stellen den Kontakt zum Geheimdienst her und werden so Vermittler in einem brutalen Spiel um das Leben.
Ein John Le Carré nach meinem Geschmack: Geheimdienst, internationale Verstrickungen, zwielichtige Personen und ein paar Unschuldige dazwischen. Das Intro ist recht lang, bevor man weiß, worum es tatsächlich geht. Am spannendsten der Moment der Konfrontation zwischen dem jungen Paar und dem Geheimdienst, die mit einer gehörigen Portion Misstrauen der Sache begegnen und sie an den Rand des psychischen Wahnsinns treiben. Eine fast perfekte Geschichte für mich, nur die gelegentlichen, für die Handlung völlig unerheblichen, Ausschweifungen in das Vorleben einiger Figuren (und leider nicht der Protagonisten), führt zu Abzug.

Fazit: alles, was man von einem Agentenkrimi erwartet.
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