Charlie N. Holmberg – The Paper Magician (Book 1)

Ceony Twill hat gerade die Magierschule als beste ihres Jahrgangs abgeschlossen und hofft darauf nun einen spannenden praktischen Ausbildungsplatz zu bekommen. Metall wäre ihr bevorzugtes Material, doch man hat anderes für die vorgesehen. Die Knappheit an Papiermagiern bringt sie zu Emery Thane, einem etwas verschrobenen Lehrer. Ceony findet sich mit ihrem Schicksal ab und merkt schnell, dass sie das Material und auch ihren Meister unterschätzt hat. Doch die vermeintliche Papier-Idylle in Thanes abgelegenen Haus wird durch Lira jäh gestört. Die Excisioner reißt dem Magier das Herz heraus und flieht. Ceony sieht erschrocken zu doch bald schon erkennt sie, was sie tun muss: das Herz ihres Meisters zurückholen.
Ein Fantasy-Buch, das auch Leser, die dem Genre wenig abgewinnen können wie ich, begeistern kann. Der Zauber liegt in der Vorstellung, die die Autorin wundersam aufbaut, dass in der vermeintlich normalen Welt scheinbar unbedeutende Dinge eine Magie haben können und so aus Papier Wesen entstehen können mit ungeahnten Fähigkeiten. Der Zauber ist sicherlich übernatürlich, doch jeder Zauber, der zwischen Menschen entsteht, die etwas füreinander empfinden und – im wahrsten Sinne des Wortes hier – für das Herz des anderen bereit sind, alles zu geben, den findet man auch in der Realität, man muss nur hinsehen.

Fazit: märchenhafter Auftakt einer Fantasy-Roman Reihe, der viel weniger abgedreht ist, als man meinen könnte und stattdessen einfach verzaubert. 
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