John Green – Looking for Alaska

Miles Halter ist froh sein altes Leben hinter sich lassen zu können und das letzte Schuljahr im Internat Culver Creek verbringen zu können. Mit seinem Zimmernachbarn Colonel und der außergewöhnlichen Alaska findet er schnell Freunde, die ihm zum Start des neuen Lebens auch einen neuen Namen verpassen. Fortan soll er „Pudge“ heißen. Was wie das übliche Internatsleben aussieht – zu viel Alkohol und Zigaretten, die eigentlich verboten sind, Gruppen, die sich gegenseitig im Kleinkrieg zermürben, Lehrer, die sich zu sehr einmischen – nähert sich langsam einem Höhepunkt. Tag für Tag rückt ein unheilvolles Ereignis voran. Alle drei Jugendlichen haben so ihre Probleme mit sich herumzutragen, Pudge als klassischer Außenseiter, Colonel mit seiner problematischen Familiensituation und Alaska, die einerseits intelligent und liebenswert, andererseits extrem impulsiv und unberechenbar ist.
Eine gelungene Kombination aus Jugendroman, der das Heranwachsen dreier ungewöhnlicher Teenager thematisiert und mit dem Mikrokosmos Internat ein eher typisches Setting hat, das den Handlungsspielraum natürlich einschränkt. Spannung wird durch die Frage erzeugt, welchem Ereignis sich der Plot durch das „before“ und das Herunterzählen der Tage annähert, und in der Folge der Suche nach der Erklärung, die sich erst gegen Ende offenbart.
Die Figurenzeichnung ist für mein Empfinden absolut geglückt. Die Protagonisten wirken trotz ihrer untypischen Art glaubwürdig und sowohl ihr Handeln wie auch ihr Sprechen ist nachvollziehbar und passend für das Alter. Inhaltlich hat Green ebenfalls mehr zu bieten als nur Internatsgeschichten und erste Liebe, was den Roman für mich deutlich von anderen Coming-of-Age Geschichten abhebt.

Fazit: im Genre sicherlich eines der beachtenswerteren Bücher. 
Advertisements