Mark Watson – Eleven

Nach einem schrecklichen Unglück flüchtet Chris aus Australien und wird in England unter dem Namen Xavier Nighttalker im Radio. Dort gibt er täglich den Anrufern Tipps und kümmert sich um sie. Doch die Menschen in seiner unmittelbaren Lebenswelt bleiben ihm fern, er vermeidet geradezu den Kontakt – bis er die Putzfrau Pippa bei einem Speed-Dating kennenlernt und für seine Wohnung engagiert. Sie bringt ihn seiner Umwelt wieder näher und so erfährt man auch, weshalb er quer über den Globus geflüchtet war. Doch er kann so das Schicksal nicht aufhalten, er hat angefangen Einfluss zu nehmen und so nehmen die Dinge ihren Lauf.
Bemerkenswert, wie es Watson gelingt, elf Leben, die in keiner unmittelbaren Verbindung zueinander stehen, doch zu verweben und zu zeigen, wie kleine Handlungen oder ausbleibende Handlungen nachhaltige Folgen haben können. Hier einen Konflikt ignoriert, dort eine SMS an den falschen Empfänger, eine kleine Beschwerde und das Leben gerät aus den Fugen. Es dauert ein wenig, bis man merkt, wie diese elf Leben sich gegenseitig beeinflussen und sich gegenseitig zerstören und wie der berühmte Schlag des Schmetterlings mit einem Mal alles verändern kann und unaufhaltsame Dinge in Gang setzen kann.

Fazit: keine besonders ausgefeilten Charaktere, aber eine gelungene Konstruktion der Handlung.
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