Gabriele Keiser – Goldschiefer

In einem idyllischen Weindorf wird die Ruhe durch den Fund einer verwesten Frauenleiche jäh gestört. handelt es sich um die seit Jahren vermisste Mary Lou, die schwanger von einem auf den anderen Tag spurlos verschwand? Die Aufregung ist groß und alte Gefühle kochen wieder hoch. Das merkt auch Gesine, die sich erstmals länger auf dem Hof ihres Freundes Leonhard aufhält. Dessen Vater und Großvater bringen ihr offen ihre Ablehnung entgegen – ist das nur, weil sie aus dem Norden kommt? Auch als sich herausstellt, dass die Knochen nicht zu Mary Lou gehören, kehr keine wirkliche Ruhe ein. Die Ermittlerinnen Franca und Clarissa sind hartnäckig und wollen beide Fälle lösen.
Ein Krimi angesiedelt in einer beschaulichen Region, in der man ehrbare Menschen erwartet und die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Der Fall wird stringent verfolgt bzw. die beiden Fälle gelungen verknüpft. Der Krimi bleibt so von überschaubarer Länge und Komplexität, was aber gemessen am Genre Regionalkrimi völlig in Ordnung geht. Daneben kommen auch die Region und die Weinlese nicht zu kurz, was diesen Roman unverwechselbar zwischen Rhein und Nahe ansiedelt.

Fazit: Ein überzeugender Regionalkrimi – kurz und knackig für zwischendurch.
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