John Green – An Abundance of Katherines

Colin Singleton war ein Wunderkind und meistens ein Außenseiter. Leicht autistische Züge machten es nicht einfach und früh schon zeigt sich eine besondere Vorliebe: Mädchen mit dem Namen Katherine. Nummer 19 hat ihn gerade verlassen, was sich gut trifft, denn auch sein Freund Hassan braucht eine Auszeit, also gehen sie gemeinsam auf einen Roadtrip. Während der Fahrt will Colin an seiner Theorie über Verlassende und Verlassene – mit einem speziellen Blick auf Katherines – weiterarbeiten, Hassan will nur die Zeit mit Nichtstun totschlagen. Ihre Reise führt sie im kleinen Dorf Gutshot, wo sie auf Lindsay und deren Mutter Hollie treffen und prompt mit Unterkunft und einem Sommerjob versorgt werden. Die Ferien nehmen eine ungeahnte Richtung an.
Das Buch ist vom Plot her eher dünn, nimmt der Roadtrip schnell eine klare Richtung an und passiert dann nur noch wenig – mit unvermeidlichem Happyend. Dafür sind die Figuren vielschichtig und überzeugend gezeichnet, vor allem Colin kann durch seine wirklich seltsame Art überzeugen. Auch der Antagonist Hassan macht viel Freude als Sidekick, der Colin immer mal wieder auf Spur bringt. Das das Buch durchziehende Motiv der Katherines ist überaus komisch und die mathematische Formel, die Colin hierzu entwickelt hat sich mir zwar nicht erschlossen, scheint aber durchaus ihren Sinn zu haben.

Fazit: durchaus nett zu lesen, aber weit hinter den Erwartungen zurückbleibend.
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