Jennifer Mathieu – The Truth about Alice

Jeder weiß, dass Alice auf Elaines Party nicht nur mit deren Freund Brandon, sondern noch mit einem weiteren Jungen geschlafen hat. Und dass sie Schuld ist an Brandons Tod. Brandon – der Star der Schule, bester Quaterback, den Healy je hatte. Dafür hat sie verdient, dass die ganze Schule, die ganze Stadt sie verachtet und ausgrenzt. Doch ist es wirklich alles so einfach? Im Wechsel erzählen Elaine, Queen Bee der Schule und besessen vor Neid, Kelsie, Alices ehemals beste Freundin und fiese Verräterin, Josh, Brandons bester Freund mit Mitopfer beim tödlichen Unfall, und Kurt, Außenseiter und einziger, der zu Alice hält, ihre Versionen der Ereignisse. Langsam zeigt sich ein neues Bild dessen, was sich in dem tragischen Sommer getan hat und das ganze Ausmaß von jugendlichem Hass, Neid und rücksichtsloser Zerstörung anderer wird offensichtlich.
Ein unterhaltsamer, wenn auch relativ typischer amerikanischer YA Roman. Man ahnt, dass die Dinge nicht so einfach sind, wie sie zunächst scheinen und dass an der einen oder anderen Stelle bewusst gelogen, nicht vollständig erzählt oder leicht verändert berichtet wurde. Erschreckend dabei: man kann sich vorstellen, dass dies genau so passieren kann und das Leben eines unschuldigen Mädchens zerstört wird. Dass sich zwischen Alice, der neuen Außenseiterin, und Kurt, dem ignorierten Nerd, langsam eine Zuneigung entwickelt, war leider ebenso absehbar wie das etwas kitschige Ende. Aber das gehört wohl zum Genre und hat den Lesespaß nur geringfügig gestört.

Fazit: netter Roman für zwischendurch, der zwar ein wichtiges Thema behandelt, aber doch auf der Unterhaltungsschiene bleibt.
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