Francis Iles – Before the Fact

Lina McLaidlaw fürchtet schon als alte Jungfer enden zu müssen, als sie eines Tages den charmanten Johnnie Aysgarth trifft und sich in ihn verliebt. Nicht nur die verarmt und dubiose Herkunft lassen Linas Vater schwere Zweifel an dieser Liebe wecken, doch die Tochter heiratet Johnnie schon nach kurzer Zeit. Die finanzielle Situation wird zunehmend schwieriger, denn Johnnie bringt weder Geld mit noch verdient er welches – im Gegenteil: er verprasst Linas Geld auch noch. Sie übernimmt das Kommando und zwingt ihn, einen ordentlichen Job anzunehmen. Doch bald schon wird ihr noch mehr über ihren Gatten klar: ein notorischer Lügner und Betrüger, ein Fremdgeher und zu guter Letzt auch noch Mörder – nicht nur Linas Vater und ein Geschäftsfreund fallen ihm zum Opfer, sondern auch Lina selbst sieht ihren Tod voraus.

Keine Detektivgeschichte und kein klassischer Krimi, denn der Betrüger und Mörder ist schon schnell bekannt. Was bleibt ist die Frage, ob er so weit gehen wird, auch seine Frau wegen ihres Geldes umzubringen und die Frage, ob er damit durchkommt. Durch die einseitige Perspektivenwahl, sieht der Leser nur Linas Position und kann nur mutmaßen, wie Johnnie agiert und was er plant, was durchaus zu einer ordentlichen Spannungssteigerung führt. Ein Krimi ohne moderne Technik und Forensik, sondern die gute alte Geschichte, die durch ur-menschlichste Motive geleitet und durch zwischenmenschliche Cleverness gelöst wird.
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