Marcel Gröls – Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur

„Doktor Gröls Almanach der Literatur“ ist ein kleines Büchlein, das jeden literaturaffinen Plauderer begeistern kann. Der Autor trägt zahlreiche Anekdoten und Fakten rund um das Thema Literatur und Schreiben zusammen, die natürlich völlig unnütz sind, aber „nice to know“. Er macht daraus auch gar keinen Hehl und leitet bisweilen sogar augenzwinkernd damit ein, dass man das Folgende gerne auf Partys einwerfen könne. Manches ist durchaus bekannt – Nobelpreisträger, Bestseller – mit anderen Fakten hingegen kann er wirklich verblüffen, wie beispielsweise dem Vergleich der Einkommen zwischen Topschauspielern und Autoren, wobei letztere erstaunlich gut dastehen. Besonders gut gefallen hat mir der Plauderton, der ein doch arg faktenlastiges Buch zur unterhaltsamen Lektüre macht.

Kritik lässt sich bei dieser Art Buch leicht finden. Diese oder jede Information fehlt, die auffällige Konzentration auf deutsche und amerikanische Daten, an manchen Stellen vielleicht zu viel und insgesamt zu kurz – ein umfassendes Kompendium würde am Ziel vorbeigehen und jede unterhaltsame Note verlieren. Für mich liefert das Buch genau das, was es bieten möchte: einige interessante und verblüffende Anekdoten rund um den Literaturbetrieb, die man gerne mit anderen teilt und sich dabei amüsiert.
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