Gea Nicolaisen – Zündstoff

Die Architektin Lucie ist noch neu in Schleswig und freute sich, in Fenja schnell eine Freundin gefunden zu haben. Doch diese stürzt sich unvermittelt von einer Brücke, scheinbar aus Liebeskummer. Wenige Tage nach dem Tod erhält Lucie von ihr noch ein Päckchen mit der Bitte, Ragnar, der sie verschmähte, ihr Tagebuch zukommen zu lassen. Dieser ist jedoch sehr abweisend und Lucie kann sich nicht erklären, was ihre Freundin an ihm finden konnte. Ebenso wenig wie Malte, der Fenja immer von Ragnar abbringen wollte und sehr unter ihrem Tod leidet. Er nährt den Verdacht, dass es vielleicht kein Suizid, sondern Mord war. Lucie beginnt zusammen mit Malte nachzuforschen und schnell schon geschehen seltsame Dinge. Es gibt Bombendrohungen und sowohl die junge Frau wie auch Ragnar stehen im Zentrum des Interesses. Wer steckt hinter den feigen Drohungen und was bezweckt der Bombenleger?
Ein handfester Krimi angesiedelt in der deutschen Provinz. Die Autorin setzt der nordischen Gegend ein Denkmal, denn sie erhält eine prominente Rolle im Roman und dank einer Protagonistin, die architektonisch bewandert ist, wird dies auch wertgeschätzt. Der Kriminalfall ist mit einigen Seitensträngen angemessen komplex ohne jedoch den roten Faden zu verlieren und wird am Ende sauber gelöst. Die Figuren erhalten Profil und Charakter, ihre Anzahl bleibt auch so überschaubar, dass sie durchaus authentisch und glaubwürdig wirken.

Fazit: ein solider Krimi, nicht übermäßig spannend, aber überzeugend.
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