James Graham Ballard – Running wild

25. Juni, Pangbourne Village nahe London. Um 8:20 beginnt ein nie gesehenes Massaker, das 32 Erwachsene das Leben kostet und alle Kinder der Wohnanlage spurlos verschwinden lässt. Wie konnte das geschehen? Die Anlage war ein Hochsicherheitstrakt, überall Kameras, die Bewohner aus der gehobenen Mittelschicht, Problem gab es keine, die perfekte Bilderbuchwelt. Scotland Yard sucht verzweifelt nach Spuren, doch es finden sich keine. Der Grad der Nicht-Zerstörung ist bemerkenswert. Psychologe Greville stellt eine gewagte These auf: die Kinder sind die Mörder. Diese wird jedoch erst weiterverfolgt, als eines der Mädchen traumatisiert wieder auftaucht und die Kinder ein weiteres Mal zuschlagen.

Eine schier unglaubliche Geschichte, die den materialistischen Perfektionswahn unserer Zeit gnadenlos angreift und mögliche Auswüchse aufzeigt. Das barbarische Handeln der Kinder, perfekt geplant – wie ihr ganzes Leben bis dato perfekt durchorganisiert war – ohne Schaden an der perfekten Wohnumgebung und in der Konsequenz doch durchschlagend.
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