José Ovejero – Das Erfinden der Liebe

Ein Anruf eines unbekannten Mannes reißt Samuel aus seiner Lethargie. Clara ist tot und wird wenige Tage später beerdigt. Samuel kennt keine Clara, entschließt sich aber dennoch zur Trauerfeier zu gehen, wo er vom Ehemann der Verstorbenen verprügelt wird. Alle Gäste sind ihm unbekannt, aber offenbar hatte die Verstorbene einen Liebhaber mit demselben Vornamen. Carina, Claras Schwester, nimmt zu ihm Kontakt auf, vor allem, weil sie den Mann kennenlernen möchte, für den Clara ihre Ehe aufs Spiel gesetzt hat. Samuel findet sie attraktiv und so erfindet der die Liebesgeschichte zwischen sich und Clara, bis ihm eines Tages der richtige Samuel begegnet.

Ein kurioses Spiel um die Liebe, die im Entstehen ist und erfunden wird. Carina und Samuel kämpfen um die Erinnerungen an Clara, doch irgendwie gelingt es ihnen immer wieder ähnliche Bilder hervorzurufen. Auftrieb erhält die Geschichte mit dem Auftauchen des zweiten Samuel und der Frage, ob der erste sein Schauspiel weiter aufrechterhalten kann. Viele Facetten der Liebe treten zutage und bisweilen fragt man sich, was wohl an Erinnerung bleibt, wenn man selbst nicht mehr ist.
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