Nele Neuhaus – Die Lebenden und die Toten

Kurz vor Weihnachten schreckt ein Sniper mit mehreren Morden die Welt im beschaulichen Taunus auf. Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff – eigentlich kurz vor Antritt der Hochzeitsreise –  und das zusammengeschrumpfte Team aus Hofheim stehen unter enormem Druck. Die Angst in der Öffentlichkeit steigt, denn zunächst sind keine Zusammenhänge zwischen den Morden erkennbar – alle nur Zufallsopfer? Doch dafür waren sie zu gut ausgekundschaftet. Als der Mörder sich mit der Polizei in Verbindung setzt, wird klar, dass hier ein teuflischer Racheplan ausgeführt wird und die Liste des Täters enthält noch einige weitere Namen.
Ein klassischer Krimi mit gutem Spannungsbogen, der die Ermittler immer wieder nah an den Täter führt, um diesen dann doch entwichen zu lassen. Die Handlung erscheint mit glaubwürdig, ebenso die verzweifelte Motivlage der Figuren – insbesondere da das Thema Organspende in den letzten Jahren durch zahlreiche Unregelmäßigkeiten regelmäßig auf der Tagesordnung stand. Die Figurenzeichnung seitens der Ermittler ist ebenfalls überzeugend, der Spagat zwischen Privatleben und Beruf, der mal mehr mal weniger klappt, lassen bei ihnen Profil entstehen und sie nicht austauschbar wirken.

Fazit: für mich gute Unterhaltung, bei sympathischen Figuren und glaubwürdiger Handlung. 
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