Nadine d’Arachart/Sarah Wedler – Abgründe

Ein Frauenmörder erschüttert die USA. Brutal gefoltert werden die Leichen wie Puppen arrangiert ausgesetzt und von ahnungslosen Passanten gefunden. Ermittler Ethan Hayes und sein Team stehen unter hohem Druck, je mehr Morde geschehen, desto deutlicher kristallisiert sich eine Spur heraus: Ethan scheint selbst im Zentrum zu stehen. Zu allen Toten gibt es Verbindungen und sein dunkles Geheimnis könnte ein Schlüssel sein.
Ein spannender Roman, der die Balance zwischen den beiden Hauptakteuren findet und sie sich langsam annähern lässt. Psychologische Faktoren, die das Handeln des Mörders und des Detectives bedingen, werden ebenso eingeflochten wie klassische Ermittlungsarbeit und zwischenmenschliche Problemlagen. Die Spannung steigert sich kontinuierlich wie sich die Protagonisten einander nähern, Theorien bzgl. des Täters reihen sich aneinander, der trotz seiner geschilderten Episoden für den Leser bis zuletzt verhüllt bleibt.

Der Titel ebenso wie das vorangestellte Zitat Victor Hugos „Gute wie böse Gedanken haben ihre Abgründe“ sind hervorragend gewählt, denn hier begeben sich die Autoren in die Tiefen der Seele und lassen verschütt geglaubte Risse zutage treten.
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