Chris Karlden – Unvergolten

Als Linda aus dem Koma erwacht, ist von ihrem Leben vor dem Unfall nichts mehr übrig. Ihr Mann ist tot und ihre Erinnerung weist zahlreiche Lücken auf. Hinzu kommen Halluzinationen, die sich kaum erklären lassen. Hat sie von dem Aufprall doch eine nachhaltige Schädigung davon getragen oder weshalb mag ihr niemand glauben? Sie ist sich sicher, dass ihr Mann nicht neben ihr saß – ebenso wie dass sie von ihrem früheren Entführer wieder verfolgt wird. Doch dieser ist angeblich tot. Als sich diese Information als falsch herausstellt und die junge Frau plötzlich als Mörderin verdächtigt wird, weiß sie selbst nicht mehr, was sie glauben soll.
Der Thriller beginnt mit einem eindrucksvollen und verheißungsvollen Prolog. Dem folgt aber eine anstrengende und quälende Leidensphase, die durch die Krankheit Lindas gekennzeichnet ist. Von Thriller ist hier nichts zu spüren. Es folgen immer mehr Halluzinationen und falsche Erinnerungen, so viele, dass es einem fast egal wird, was mit dem vermeintlichen Opfer ist und man sie endlich in der Psychiatrie wünscht. Viel zu lange dehnt der Autor dieses unsägliche Spiel mit dem Leser aus und verliert hierbei völlig die Geschichte und das Genre aus dem Auge. Das Ende gerät mit gleich mehreren Wendungen zu einem völligen Debakel. Lösung eins ist völlig unglaubwürdig, die nächste Wendung macht alles noch viel schlimmer bis dann die absurdeste aller Möglichkeiten das unglaubliche Finale bildet. Von der anfänglichen Spannung bleibt nur noch Frust.

Fazit: zu viel gewollt und dabei alles in den Sand gesetzt. Leider locken die ersten Seiten den Leser auf eine völlig falsche Fährte und es bleibt fast der Eindruck, als wenn diese zu einem ganz anderen Buch gehören würden.
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