Klara Nordin – Totenleuchten

Tiefer Winter in Lappland. Linda Lundin soll dort ihren Dienst als Kommissarin antreten, in der beschaulichen Gegend wird es wohl nicht viel für sie zu tun geben. Doch der bestialische Mord an einem Jugendlichen fordert sie sofort heraus. Sie lernt die Welt der Samen kennen, wo andere Werte zählen und die Menschen gegenüber Fremden verschlossen sind. Trotz der tatkräftigen Unterstützung von Margareta und Bengt kommen sie nicht voran. Es scheint als ob alle ihre kleinen Geheimnisse hätten und diese unter den Massen an Schnee gerne verstecken würden.

Klara Nordin gelingt es besonders gut die Stimmung einzufangen – das kalte, schneebedeckte Lappland und seine Bewohner, die Jahrhunderte alte Traditionen fortführen und mit der Natur im Einklang leben. Aber auch gesellschaftliche Aspekte werden aufgerissen, die schwedischen Regionen mit ihren Unterschieden und Vorurteilen. Der Krimi selbst lebt mehr von den Figuren, die liebevoll gezeichnet werden und mit ihren Geschichten die Handlung zum Leben erwecken. Trotz des Mordfalls bleibt die Spannung etwas zurück, was aber dem lesevergnügen keinen Abbruch tut, wenn man sich auf die Erzählung einlässt. Der Fall wird schließlich überzeugend gelöst und mit dem pikanten Epilog zu einem sauberen Ende gebracht. Von dem Ermittlertrio und dem Bewohnern Jokkmokks darf es gerne noch Nachfolgebände geben.
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