Barbara Wenz – Das Farnese-Komplott

Krista Winther kann endlich ihren neuen Job als Korrespondentin für eine renommierte deutsche Zeitung in Rom antreten. Als sie jedoch ihren Vorgänger aufsucht, findet sie nur dessen Wohnung verwüstet und einen mysteriösen Spross der Farnese-Familie vor. Lorenzo ist Priester, fürchtet aber ebenso wie Krista das Schlimmste, als man auf sie schießt ist klar, dass der Journalist nicht nur spazieren ist – kurz darauf wird er ermordet gefunden. Krista und Lorenzo machen sich auf die Suche nach der Ursache, ein Stick mit verschlüsselten Dateien gibt Hinweise auf eine der wichtigsten Reliquien: den Schleier mit dem Antlitz des sterbenden Christus.

Der Plot ist durchaus spannend angelegt: Kriminalromane rund um den Vatikan, ein ungleiches Ermittlerduo und Verschwörungstheorien bieten viel Raum für gute Unterhaltung. Leider leidet es diesem Roman an einigen Schwächen, die Figuren sind mir zu plakativ eindimensional gezeichnet, ihr Handeln vorhersehbar und so manche unlogische Erklärung schmälert den Lesegenuss. Die historischen Rückblenden, die die Reliquie für den Leser einordnen, haben dramaturgisch sicher ihre Berechtigung, hatten für mich jedoch einen sehr kleinen Unterhaltungswert und waren bisweilen sehr langatmig in der Erzählweise. Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. 
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